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Tagesarchiv für 13. Januar 2011

EU will geteilte Souveränität

Donnerstag, den 13. Januar 2011 um 11:05

Wenn ich sehe, wie in der EU die grossen Konzerne und die Landwirtschaft begünstigt werden, wie die EU-Beamten sich aus deisem Grund mit hohen Zuwendungen schadlos halten und die Kontrolle über die EU-Budgets, die von den nationalen Steuerzahlern aufgebracht werden, höchst ungenügend wahrgenommen wird, dann bin ich froh, dass die Schweiz nicht in der EU ist.

Die im Aufbau begriffene gemeinsame Wirtschafts-und Finanzpolitik soll eine Harmonisierung der Zahlungsbilanzen und eine Mindestbesteuerung zur Folge haben. Die Arbeitsmärkte würden damit, mehr als heute, dem nationalen Zufgriff entzogen. Die EU-Spitze rechnet damit, dass die gepeinigten Regierungen mit ihren Parlamentariern und Völkern einger geteilten politischen Souveränität zustimmen werden.

Der Weg in die politische Entmündigung wird konsequent weiter beschritten. Die Schweiz, wirtschaftlich, juristisch, kulturell und politisch schon die 70% in die EU integriert, sollte diesen Weg zur nationalen Selbstaufgabe – mindestens vorerst – nicht weiter gehen. Nicht nur wäre das Volksvermögen gefährdet, dazu auch die in 700 Jahren erkämpfte Unabhängigkeit.

Oliver Stock als Schweizer Investor

Donnerstag, den 13. Januar 2011 um 10:58

Einer der beliebtesten Auslandjournalisten in der Schweiz, Oliver Stock, heute Leiter des Finanzteils des „Handelsblatt“ in Düsseldorf, will sich von unserem Land nicht mehr lösen. Der Vater von drei Kindern ist stolzer Besitzer einer Schweizer Schafwiese mit Stall, die er in einen Weinberg mit Haus verwandeln möchte.

Verleger flop – de Weck top

Donnerstag, den 13. Januar 2011 um 10:41

Was die Schweizer Verleger an ihrer jüngsten Tagung boten, war einfach pitoyabel. Sie wurden von SRG-Generaldirektor Roger de Weck nach Punkten geschlagen, der eine Rede an seine Mitarbeiter einfach wiederholte. Dem Schweizer Verlegerverband mangelt es an einer Vision. Jeder Verleger sucht seine Lücke, kämpft gegen den anderen und sucht das Überleben mit überlegenen Inserenten. Die mangelnde Intellektualität unser wichtigsten Meinungsbildner ist eine Katastrophe. Einzige Hoffnung: Dr. Konrad Hummler als neuer VRP der NZZ-Gruppe muss den Staatsmedien die Grenzen aufzeigen.

SwissLife und der Drückerkönig

Donnerstag, den 13. Januar 2011 um 10:31

Wie die politische Elite Deutschlands, alt Kanzler Gerhard Schröder und Bundespräsident Christian Wulff, in Hannover mit ihrem Freund, dem Drückerkönig Carsten Maschmeyer, schulterklopfend umgehen, muss Tausende seiner „Kunden“ irritieren, die in Deutschland, Österreich und vielleicht auch in der Schweiz den Verlust grosser Teile ihrer Vermögen beklagen. „Hinter jedem kleinen Vermögen steht ein kleines Verbrechen, hinter jedem grossen ein grosses“, flüsterten mir schon meine Eltern ins Ohr. Was die ARD mit dem Maschmeyer-Film auf die Leinwand brachte, muss auch den heutigen Eigentümer der AWD, SwissLife, früher Rentenanstalt, bedrücken. Merke: Der kleine Mann bleibt stets der Dumme. Einige Grosse leben gut davon, denn mit der Dummheit der anderen verdient man mehr Geld als mit deren Klugheit.

Pitbulls, Waffen etc.

Donnerstag, den 13. Januar 2011 um 9:16

Das aus der Segert’schen SVP-Küche kommende Plakat gegen die Waffenverbots-Initiative ist klar rassistisch: Es zeigt einen Italo-Mafia-Balkan-Gangster, der, die Zigarette unter dem Schnauz im Mund, seine Waffe auf uns Eigenheimbesitzer richtet. Ich selber kann, mangels Waffe, ohnehin nicht zurück schiessen, aber einige der üblichen Pitbull-Besitzer werden Wert darauf legen, sich selbst oder andere an- und abknallen zu dürfen. Hunde und Waffen haben eine zu starke Lobby.

Zürcher Börse verliert Swissness

Donnerstag, den 13. Januar 2011 um 9:16

Als recht zufriedener Transocean-Aktionär, der von diesem Unternehmen noch viel erwartet, sehe ich eine grosse Chance für den Finanzplatz Schweiz darin, noch viele andere globale Firmen mindestens zur Zweitnotierung in die Schweiz zu bringen. Warum sollten wir, da Geld genug im Land ist, nicht die besten Firmen der Welt bei uns kaufen können? Damit geht etwas verloren, auf das wir früher stolz waren: die Swissness unserer Aktien. Da Nestlé, Novartis, UBS, Zurich und CS so schweizerisch sind wie ich ugandisch, nämlich gar nicht, dürfen wir die Frage nach der Swissness an der SWX Börse Schweiz ruhig bald aufgeben. KABA und Dätwyler sind schrecklich langweilige Aktien, Swiss Re wäre schon zweimal unter Swiss-Führung bald zugrunde gegangen und Holcim, ein Konzern mit überaltertem Topmanagement, macht auch schon lange keine Freude mehr. Die Topmanager unserer besten Firmen sind Ausländer, sei dies Sonova oder Roche oder Lonza. Was also ist Swissness? Wir bilden uns ein, wir seien besonders zuverlässig und hätten mehr Organisationstalent. Wenn das nur keine Einbildung ist. Merke: Im laufenden Jahr sollten wir mehr denn je darauf achten, was unsere Firmen leisten. Ein Beispiel: Panalpina wird von der UBS und anderen seit Jahren verhätschelt, während Kühne & Nagel in Schindellegi wirklich Ergebnisse bringt, und diese Firma ist überhaupt nicht „swiss“.

Industrie-Mitarbeiter knapp dran

Donnerstag, den 13. Januar 2011 um 9:16

Swissmem-Präsident Hans Hess bestätigt: „Einige Leute, die in der Industrie arbeiten, können vom Lohn nur gerade so leben.“ Offensichtlich handelt es sich dabei nicht um „working poor“, sondern eine Klasse, die wir sonst wenig beachten: Millionen von Schweizern, deren finanzieller Schnauf genau bis zum Monatsende reicht. Beim Detailhandel, dem Reinigungspersonal oder den Adecco-Teilzeitarbeitern war man solche Töne gewohnt, nicht aber in der stolzen Schweizer Industrie. Hans Hess hat einen weiteren guten Vorschlag zur Entlastung: Die Schweizer Lieferanten der Swissmem-Firmen sollen in Euro bezahlt werden. Das heisst, die Armut zu verbreitern.

 
     
     
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