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Tagesarchiv für 6. Januar 2011

Schweizer des Jahres – der Nachfolger

Donnerstag, den 6. Januar 2011 um 17:08

Genau, DER Nachfolger, denn wenn es nach den Lesern von “20Minuten” geht, ist unter den drei beliebtesten Schweizern keine Frau zu finden. 1. Platz Bligg / 2. Platz Kilian Wenger. Platz 3 belegt der Plauderi von der Schanze, Simi Ammann. Er ist manchmal zwar unerträglich nervig aber eines muss man ihm lassen – er hat für die Schweiz die bessere Ausstrahlung als Platz 1 und 2. Gerademal Platz 4 belegt Pascal Bruderer, die bisher national brilliert hat mit ihrer Brücken bauenden Art. Dann sind auf der Liste die Unternehmer Peter Spuhler und Felix Richterich aufgeführt, die auf dieser Liste definitiv nichts zu suchen haben. Wenn jemand etwas für die Schweizer getan hat ist es Mr. KMU Schweiz, Hans-Ulrich Meister, vor dem ich meinen Hut ziehe und dasselbe gilt für den Präsidenten der ETH Lausanne, Prof. Dr. Patrick Aebischer, der seine Universität weltweit brillant positioniert.

Diese Umfrage beweist: Je bekannter die Person, desto eher wird sie von den Lesern gewählt. Dies wird übrigens 1:1 auch für den Wahlkampf 2011 gelten. Bitte gut beobachten, denn die Amis und die Deutschen machen es uns seit Jahren vor.

Fidel Stöhlker

Was liegt vor uns?

Donnerstag, den 6. Januar 2011 um 15:50

Wird 2011 ein “annus mirabilis” oder ein “annus horribilis”? Die Zeiten sind derart unsicher geworden, dass niemand ein Urteil wagt. An den Börsen soll es gut werden, mindestens in den ersten sechs Monaten des neuen Jahres. Die SVP soll im Herbst Wahlsiegerin werden, mindestens nach den Wünschen des Blocher’schen Freundeskreises. Der liebe “Dr. Christoph” will nicht über Europa sprechen, wohl aber über die Helden des Emmentals. Fulvio Pelli hätte am liebsten eine vorgezogene Eröffnung des Gotthard-Tunnels, aber den Gefallen wird ihm Infrastrukturministerin Doris Leuthard nicht machen (können). Wir bewegen uns auf eine Nebelwand zu. Wer vor lauter Angst stehen bleibt, ist ohnehin chancenlos.

Von der “idée suisse” zur “idée européenne”?

Donnerstag, den 6. Januar 2011 um 15:50

Roger de Weck, neuer GD SRG, hat den lächerlichen Zusatz “idée suisse” im Namen der SRG bereits abgeschafft. Es trauern Armin Walpen, sein Schulden anreichernder Vorgänger im Amt, und Oswald Sigg, von dem man nicht so recht weiss, wozu er in öffentlichen Ämtern amtet. Es ist wohl die Partei. Die Rechten, darunter viele Sozialdemokraten, fürchten nun, der Freiburger Freigeist werde aus unserer SRG, die es zur Freude der Alten und der ländlichen Bevölkerung noch gibt, eine “idée européenne” machen. Ob es der Schweiz gelingt, die fast gefallene Fahne der europäischen Einheit wieder aufzurichten. De Weck der neue De Gaulle? Wirklich, das Jahr fängt gut an.

Als ein Liechtensteiner die Schweiz besetzte

Donnerstag, den 6. Januar 2011 um 15:49

Wer die politisch friedfertige und politisch nicht ungeschickte Vaduzer Fürstenfamilie heute betrachtet, kann sich über den soliden Nachbarn der Schweiz nur freuen. Wir sollten jedoch nicht vergessen, dass am 21. Dezember 1813 Zehntausende Soldaten der fürstlichen Allianz gegen Napoléon unter Führung von Johann Josef Fürst von Liechtenstein zwischen Basel und Schaffhausen die Schweizer Grenze überschritten. Noch einen Monat zuvor hatte die Schweiz die Neutralität erklärt, was den Liechtensteiner aber nicht scherte. Die Schweiz galt, nicht zu Unrecht, als Vasallenstaat Frankreichs. Die Basler Bürger zahlten noch viele Jahre die Schulden ab, welche die Besetzung mit sich brachte.

Roger de Weck tritt an

Donnerstag, den 6. Januar 2011 um 8:53

Der Cassius Clay der Schweizer Intellektuellen, der mit leichtem Fuss und erheblicher Schlagkraft seine Gegner in Schrecken versetzt, ist bereits angetreten, um seinen SRG-Marathon zu gewinnen. Roger de Weck, 57, neuer Generaldirektor der SRG, hat sich nicht weniger vorgenommen, als die SRG mehr denn je zu einem Organ der nationalen Kohärenz zu machen. Wenn die Schweiz in vielem auseinander triftet, steht hier das intellektuelle Schwergewicht, welches sie zusammen halten möchte. Zampano!

Daniel Röthlisberger von der “Schweizer Familie” hat er ein Antrittsinterview gegeben, das aufschlussreicher nicht sein könnte. Wie ein Edelboxer Clay’scher Art, antwortet er nicht nur auf Fragen, sondern schlägt mit seinen Antworten zurück (“Dieser Satz stammt übrigens…..”, “Ich bin weder links noch bürgerlich, sondern Roger de Weck”). Letzter Satz ist eine klare Finte, die im Boxen erlaubt ist, weil sie elegant wirkt, aber nichs bewirkt. De Weck bekennt sich zu eigenen Fouls, die er schon begangen habe, lehnt sie aber grundsätzlich ab. Dieser wunderbare rhetorische Spagat wird gesteigert, wenn er sein Gegenüber “Euer Ehren” nennt und sich selber als heute noch als “neugierigen Journalisten” bezeichnet.

Mit Roger de Weck hält nach dem Regime von Armin Walpen einer der letzten Schweizer Intellektuellen eine entscheidende Medienposition besetzt. Im Frühjahr wird ihm an Geist wie Sprachgewalt ein starkes Gegenüber erwachsen, wenn Dr. Konrad Hummler zum Präsidenten der NZZ-Gruppe gewählt wird. Dann hat der Staatssender in den privaten Schweizer Medien ein kongeniales Gegenüber.

Neue EU-Abenteuer starten

Donnerstag, den 6. Januar 2011 um 8:52

Die westliche EU-Partnerschaft ist gefährdet, weil ausser Deutschland niemand dafür mehr nennenswerte Beiträge leisten kann. Die Mittelmeerpartnerschaft ging schon vor dem Start, von den Franzosen gewünscht, in die Brüche. Jetzt will Viktor Orban, der neue EU-Ratspräsident aus Ungarn, die “östliche Partnerschaft” (der EU) aufgleisen. Kroatien solle möglichst bald EU-Mitglied werden, dann der Kosovo. Bei letzterem soll es sich um einen Staat handeln, der menschliche Ersatzteile günstig bereitstellen kann. Ukraine, Georgien und die Republik Moldau will Viktor Orban auch näher an die EU heranführen. Dabei vergisst er nicht zu sagen, dass die Roma kein ungarisches, sondern ein europäisches Problem seien. Wer zahlt? Wer führt? Wer wagt es, beklemmt zu lachen?

 
     
     
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