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Tagesarchiv für 4. Januar 2011

Das Verleger-Jahr fängt gut an

Dienstag, den 4. Januar 2011 um 13:27

Die “Zürichsee-Zeitung” lese ich seit vierzig Jahren, weil man als erweiterter Goldküstenbewohner wissen sollte, was dort vorgeht. Den “Landbote” lese ich auch seit vielen Jahren gerne, weil er pfiffig geschrieben ist. Jetzt erhalte ich den gleichen Mantelteil von beiden Redaktionen, weshalb der “Landbote” bei der nächsten Abo-Erneuerung wohl daran glauben muss; so baut man Leser ab. Die Gratiszeitung “Zolliker Bote” hat zu 90 % den gleichen redaktionellen Inhalt wie die “Zürichsee-Zeitung”, weshalb ich den “Bote”, der zu Heinz Mörgelis Zeiten noch ein eigenes Profil hatte, weiter durchblättere (30-9o Sekunden), aber das Abo nicht zahle; wozu auch? Damit gehen den Schweizer Verlegern gleich zwei Abos und 8-10 Leser verloren. Es ist die Konsequenz der Konzentration, dies jedoch mit dem nicht unwichtigen, aber beschränkt zugänglichen Vorteil, dass die tamedia-Aktie steigt. Es könnte ein Kall-Jahr werden.

Die US-Regierung kämpft um ihr Ansehen

Dienstag, den 4. Januar 2011 um 13:27

Nun aktiviert die US-Regierung befreundete Professoren und Bankiers, um aufzeigen zu lassen, wozu Amerika (Nord, ohne Kanada) in Zukunft noch gut sein soll:

James MacDonald, ehemaliger Investmentbanker, hat das Buch geschrieben “A Free Nation Deep in Debt”, worin er aufzeigt, nur eine starke USA seien ein Schutz vor den risiken einer multipolaren Welt. Dies hätten wir schon einmal vor 100 Jahren gehabt, weshalb die beiden Weltkriege ausgebrochen seien. Der Kampf um Rohstoffe sei der Auslöser beider Weltkriege gewesen. Wenn jetzt China die wichtigsten Rohstoffe aufkaufe, dann……Das ist eine Warnung vor neuen Weltkriegen. Es seien die USA gewesen, die seit 60 Jahren den freien Handel garantiert hätten, sei es als Weltpolizist oder Garant einer internationalen Reservewährung. Das sei jetzt gefährdet. Warum wohl? Selbst schuld.

Michael Mandelbaum geht einen Schritt weiter. In seinem Buch “The Case for Goliath” lobt der John Hopkins-Professor die USA über alle Massen, wo man sich nie als “Empire” gesehen habe, sondern als Lieferant von Dienstleistungen für die Welt. Die USA hätten nie Länder besiegen und besetzen wollen, wo dies Japan, das Nazi-Deutschland und das kommunistische Russland getan hätten. Lieb gesagt.

Nachrichtendienst hilf!

Dienstag, den 4. Januar 2011 um 13:27

Der Bund prüft, ob der Schweizer Nachrichtendienst aab kommendem Jahr auch den Unternehmen helfen kann. Das finde ich eine ausgezeichnete Idee und möchte als Schweizer KMU, das seit 30 Jahren pünktlich seine Steuern zahlt, sofort eine Projektliste einreichen. Denn ich möchte schon lange wissen:

- Warum das VBS seit 40 Jahren immer die gleichen befreundeten Berater beschäftigt, obwohl deren Beratung das derzeitige Chaos nicht verhindern konnte?

- Warum kantonale Ausschreibungen im Ergebnis doch immer bei den gleichen Freunden landen, die dem Amt duch Pfadi, Partei oder Zouft verbunden sind?

- Warum ausländische Investoren eine Vorzugsbehandlung erhalten, während heimische Investoren Schlange stehen müssen?

- Wie Parteienfinanzierung und Parteipolitik zusammen hängen?

Genug des Spasses, warten wir, bis die neue Abteilung funktioniert.

Goetheanum im Tief

Dienstag, den 4. Januar 2011 um 13:26

Das geisteswissenschaftlich und kulturell für die Schweiz wenig beachtete, aber wertvolle Goeheanum in Dornach erlebt derzeit ein finanzielles Tief. Das Zentralgebäude der Rudolf Steiner-Schüler, Sitz der Weltgesellschaft, der Hochschule und Ort, wo Rudolf Steiner gelebt und gewirkt hat, verfügt über ein Jahresbudget von rd. CHF 22 Mio, womit 189 Voll- und 20 Teilzeitstellen finanziert werden. Aufgrund von Währungsverlusten und “ausserordentlichen Kosten” ist jetzt ein Sparprogramm eingeleitet worden, dem die Sektion für Bildende Künste zum Opfer fiel. Oliver Conradt von der Naturwissenschaftlichen Sektion kommentiert: “Auch Dunkelheit ist Licht”. Diesen Satz können sich viele Schweizer Unternehmer für das beginnende Jahr zu Gemüte führen.

Good morning, USA

Dienstag, den 4. Januar 2011 um 13:26

Die Jahresanfangsbilanz der USA sieht gut aus: Das oberste eine Prozent der Amerikaner verfügt über gut 30 % des Volkseinkommens, die “obersten 15 000″ acht Prozent, etwa 40 Mio. Dollar pro Jahr und Kopf. Die Regierung Obama hat entschieden, nichts daran zu ändern. Die Bonanza kann weitergehen.
Wie schon John F. Kennedy, der vor seiner Wahl zum Präsidenten ein Buch über die Helden der USA unter seinem Namen schreiben liess, hat auch Barack Obama ein solches Werk vorgelegt. “Of thee I sing” hat nur 31 Seiten, weil Obama die viel schlechteren Ghostwriter als John F. Kennedy hat. Dem lieh Theodore Sorenson den Geist und die Feder; er starb erst vor wenigen Monaten. Bei Obama war “Sitting Bull” kein Held im Kampf gegen die weissen Siedler, sondern ein Heiler. Soviel zur Qualität.

Der neue Moritz Leuenberger stellt sich vor

Dienstag, den 4. Januar 2011 um 9:39

Im Kern ist alt Bundesrat Moritz Leuenberger der gleiche geblieben: Als Poseur lässt er sich abbilden. Seinen früheren Politiker-Kollegen ruft er nach: “Jeder Politiker ist ein Narziss.” Gleich erweitert er diese Gattung auch auf Dr. Beat Richner und Bertrand Piccard, dies aber nur, um sein eigenes Verhalten verständlicher und kleiner zu machen. Sich selber spricht er zu, altruistische, der Gemeinschaft dienende, Motive gehabt zu haben, nicht jedoch egoistische Motive, die er bei seinem Erzfeind Dr. Christoph Blocher vermutet, indem er sie ihm unterstellt. Es sei populistisch, wenn sich der Volkstribun und sein Publikum gegenseitig hochschaukeln würden. Leuenberger, derals Zürcher Justizminister den Fall Pascale Brumann mit verantworten musste, sagt heute: “Die Bürger verlangen vom Staat grösstmögliche Sicherheit. Aber der Staat, der zugleich die Freiheit der Bürger garantieren will, kann keine absolute Sicherheit organisieren.” Schliesslich spricht er sich eine Pauschalentschuldigung zu: “Wir sind alle Kinder des Zeitgeistes.” Wir alle seien indirekt Mitverursacher der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko. Offensichtlich sind wir alle schuldig, sagt uns der grosse Poseur, dessen selbstverliebt-narzistische Schalmeien die Kulturseiten unserer Medien billig füllen.

Muss man Moslems alles verzeihen?

Dienstag, den 4. Januar 2011 um 9:36

Bekanntlich machen es einem manche Juden schon schwer, sie und ihren Glauben zu verstehen. Gerade die orthodoxen Juden schotten sich ab, sodass es mir noch nie gelungen ist, mit einem ihrer Vertreter in ein gutes Gespräch zu kommen. Diese Selbstisolation ist dem gegenseitigen Verständnis wenig förderlich, zumal in den Medien sehr häufig von Goldmans und Madoffs die Rede ist, welche die wundersame Kunst der Geldvermehrung exzellent beherrschen, was natürlich Neid auslöst. Das wird mich nicht hindern, die nächste chassidische Musikfestival in Zürich zu besuchen, sind doch die Lieder der einstigen Ostjuden von grosser Attraktivität.

Nun machen es mir armem Christ auch die Moslems schwer. Was einige ihrer Vertreter von sich geben, missfällt meinen Ohren. Natürlich, ich muss nur vor mich und leicht aufwärts blicken, kann ich den Koran jederzeit lesen, aber die Christenjagden der Mohammedaner vom Atlantik bis Indonesien sind für unsereins schwer verträglich. Wenn nun in Zermatt ein offensicht sehr wohlhabender Moslem ein viele Millionen Franken teures und entsprechend attraktives Chalet nur deshalb nicht kaufen will, weil “in der weiteren Umgebung ein einfaches Kreuz sichtbar ist” (Luzius Theler berichtet darüber in den NZZ vom 31. Dezember 2010), dann habe ich wieder Verständnis für unsere Landsleute, die auf keinen Fall ein Minarett in ihrem Blickwinkel haben möchten.

Merke: Es sind stets die Radikalen, die Ärger machen. Gott/Allah möge sie erleuchten.

“Big Mick” aus Zug holt Luft

Dienstag, den 4. Januar 2011 um 9:36

Wie kein Schweizer Unternehmer sein Land kritisieren würde, tut dies “Big Mick” aus Zug. Der CEO des Xstrata-Konzerns, dessen Aktien sich laufend besser entwickeln, ist in London CEO der britischen United Jewish Israel Appeal. Er fordert seine Mitjuden auf, Premierminister Binjamin Netanyahu auf seine unethische und unmoralische Politik aufmerksam zu machen. In “Big Micks” Augen entwickelt sich Israel zum Apartheid-Staat. Als Südafrikaner muss er es wissen. Als bestbezahlter CEO Englands, ist er fast unantastbar.

Avenir Suisse wohin?

Dienstag, den 4. Januar 2011 um 9:36

Dr. Gerhard Schwarz, der altmeisterliche Ordnungspolitiker der niedergehenden NZZ, dem dort die Chefredaktion verweigert blieb, ist angetreten, die von Dr. Thomas Held meisterlich aufgebaute Avenir Suisse, ein liberaler Think Tank unter dem Einfluss der FDP, einem gescheiterten, von Lukas Mühlemann geförderten Weissbuch folgend, neu zu fokussieren. Schwarz lobt die Kreativität seines einst sozialistischen Vorgängers, will aber “fokussierter an einem Thema bleiben.” Deshalb löst sich um ihn die alte Führungsspitze der Avenir Suisse sichtbar auf. Thomas Held dient künftig Christoph Blocher, K. Gentinetta will neue “Sternstunden” beim Schweizer Radio erleben; der Rest sondiert. Schwarz definiert sich als Reformer für das grosse Kapital, wie es von Walter Kielholz und Rolf Soiron vertreten wird. Der Schweizer Mittelstand interessiert ihn auch, aber nur insofern “wieweit die von uns initiierten liberalen Reformen den Mittelsand belasten”. Geht es um UBS-Konzern oder CS Group, ist er vorsichtiger. Als er, zwei Tage vor deren Rettung durch den Schweizer Steuerzahler, deren Sicherheit bestätigte, wollte er nur “kein Öl ins Feuer giessen”. Soviel zur unabhängigen Berichterstattung à la NZZ. Jetzt, auf dem sicheren Polster einer privaten Stiftung, verlangt Schwarz wieder “die Bereitschaft des Journalisten, gegen den Strom zu schwimmen.” Das war nie seine Sache. Chefredaktor Christian Dorer von der “az” ermahnt er: “Wir leben nicht in einer paradiesischen Welt.” Er schon.

 
     
     
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