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Monatsarchiv für Dezember 2010

Fulvio lächelt mit Christian

Freitag, den 24. Dezember 2010 um 8:49

Für seine neuen FDP-Inserate, die er von einem „La Gauche Caviar“-Sozi entwerfen liess, hielt Fulvio Pelli den Kopf nicht hin. Wohl aber lächelt er aus einem Reka (Reisekasse-)Inserat zusammen mit SP-Kollege Christian Lévrat. Für derlei Spielereien ist Fulvio Pelli immer zu haben, aber eine beim Wähler wirksame Parteistrategie liegt bis heute nicht vor.

Sind Sie schon urban?

Freitag, den 24. Dezember 2010 um 8:49

Ostermundigen bei Bern will jetzt auch urban werden und aussehen wie Dübendorf bei Zürich oder die Fildern bei Stuttgart. Die Ostermundiger sind glücklich, wenn sie nicht mehr in den behäbigen Berner Bauernhäusern leben müssen, wo ihre Grosseltern noch lebten. Sie möchten Singles sein, ein Tram von Stadler haben und Cafés mit kleinen Tischen, eng bestuhlt. Derart entsteht ein neues Heimatgefühl; es ist Teil der globalen Heimatlosigkeit, wo das Facebook die Familie ersetzt. Arme Ostermundiger.

Eine Welt stirbt

Freitag, den 24. Dezember 2010 um 8:48

Die Trauerkarte erreicht mich vor den Feiertagen. Sie ist gestorben, die Reichsgräfin, die Sternkreuz-Ordensdame, die Altgräfin, nach 55 Jahren der gut ertragenen Ehe. Sie liegt aufgebahrt auf ihrem Schloss, begleitet vom Reichsgrafen, von Freifrauen, von Prinzessinnen und Gräfinnen. Sie war innigst geliebt. Eine ganze alte Welt ist mit ihr untergegangen.

Calmy-Rey in Rom gefordert

Donnerstag, den 23. Dezember 2010 um 16:05

Nach dem heutigen Anschlag in der Schweizer Botschaft in Rom, wird unsere Aussenministerin Micheline Calmy-Rey, die kürzlich eine grosse politische Wahlschlappe in Bern hinnehmen musste, gefordert sein. Sie reist gerne in Länder, die der Schweiz nicht gerade nahe stehen und jetzt gilt es zu beobachten, wie Calmy-Rey die Krise in Rom meistert. Möglicherweise bedeutet dieser schlimme Zwischenfall den Wendepunkt der bisherigen Schweizer Diplomatie. Mit diesem Anschlag auf die Botschaft ist der Beweis gegeben, dass die Schweiz nicht mehr überall als neutral betrachtet wird. Man darf gespannt sein, ob unsere Aussenministerin dieser Situation gewachsen ist und aus ihren groben diplomatischen Fehlern der letzten Jahre etwas gelernt hat.

Fidel Stöhlker

Raser Amir B. spielt mit Gesetzeshütern

Donnerstag, den 23. Dezember 2010 um 11:44

Die Richter überlassen den Entscheid über die Ausweisung von Amir B. dem Migrationsamt. Somit kann ganz klar gesagt werden, dass Amir B. nicht ausgeschafft wird, sobald er seine Strafe abgesessen hat. Am Beispiel von Amir sieht die ganze Schweiz, wieviel Spielraum das Gesetzt in unserem Land zulässt. Es gibt schlichtweg nur eine Lösung für Menschen wie Amir: Den Führerschein würde ich diesem Mann für immer entziehen und bei der nächsten Verzeigung der Polizei, wird seine ganze Familie ausgeschafft und zwar gleich nach dem Urteil. Dann steht Amir unter grösstem Druck, und nur so kann dieser Typ zu ein wenig mehr Vernunft erzogen werden. Nur leider sind unsere Politiker nicht kämpferisch genug, um dies in die Tat umzusetzen. Und genau das wissen die Verbrecher, die in der Schweiz leben.

Fidel Stöhlker

Berlusconi aus anderer Perspektive

Donnerstag, den 23. Dezember 2010 um 11:31

Er, der 74jährige, regiert Italien nun im 17. Jahr. Silvio Berlusconi, der in erster Linie zu seinem persönlichen Vorteil entschieden hat und dessen Kumpane sagen, ohne ihn wären sie im Gefängnis oder verarmt, ist ein Regierungschef, wie ihn Europa und die Welt immer wieder gesehen und erlebt hat. An seiner Person wird deutlich, wie substanzlos unsere Demokratien geworden sind (oder es immer schon waren), denn die Demokraten sind ängstlich, orientierungslos und verführbar geworden. Die Regierenden haben dies längst erkannt und sind skrupellos geworden. Berlusconi hat Italien viel Substanz gekostet. Er war so unverschämt, uns dabei zuschauen zu lassen, damit er uns ob unserer Ohnmacht umso mehr verachten kann.

Keine Bedrohung, kein General, kein Geld

Donnerstag, den 23. Dezember 2010 um 9:26

Die Schweizer Sicherheitspolitik muss eine Katastrophe sein, denn unser Land ist nur aus globaler Optik bedroht, hat keinen (Friedens-)General mehr und kein Geld, um die Armee auszurüsten. Das Schweizer Volk muss sich jetzt auf die Sicherheit verlassen, welche die NATO und die EU-Sicherheitspolitik uns bieten. Gottseidank haben wir unsere Zivilschutzräume noch, denn im Ernstfall können wir in diese flüchten. Niemand kann ernsthaft glauben, dass diese Schweizer Warenposten-Armee uns noch verteidigen kann. Machen wir es doch wie Enver Hodscha einst in Albanien, der vor jedes Haus einen Bunker bauen liess. Mindestens die Binnenkonjunktur hätten wir damit gestützt.

Vergessener Schweizer Weltstar

Donnerstag, den 23. Dezember 2010 um 9:25

Wie Blaise Cendrars mir alle Schweizer Schriftsteller nach Frisch und Dürrenmatt aufwiegt, ist Hugues Cuenod jener Schweizer Weltstar, der bis 1995 auf allen Weltbühnen sang. Ob Glyndebourne oder Metropolitan, Cuenod, ein „Vaudois par coeur“, vertrat die klassische Gesangskunst des oberen Bürgertums. Er starb im 6. Dezember in Vevey, von fast allen vergessen.

Der soziale Abstieg beschleunigt sich

Mittwoch, den 22. Dezember 2010 um 10:24

Wie die FDP-Mittelstandsfamilie, zieht sie aus Zürich nach Dübendorf oder in vergleichbare Orte in der Agglomeration, den sozialen Abstieg damit kompensiert, dass sie SVP wählt, wie der ehemalige SP-Werber nach dem Umzug nach Zollikon für die FDP zu werben beginnt, geben sich die westlich-marktwirtschaftlichen Staaten Mühe, den sozialen Abstieg abzubremsen. Im Schnitt werden ein Drittel des BIP für Sozialtransfers ausgegeben, Tendenz zunehmend. Die Teuerung schlägt gerade bei den Ärmsten der Gesellschaft zu. Wer dann im Rolls Royce sitzt, wie Camilla mit Charles, muss sich plötzlich wie in Soweto fühlen, wenn die Steine gegen die Karosserie fliegen, begleitet vom Ruf „Hängt sie!“ Das beeindruckt.

Warum zu Guttenberg und nicht Ueli Maurer?

Dienstag, den 21. Dezember 2010 um 15:50

Zum Mann des Jahres wurde der deutsche Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg gewählt. Warum nicht sein Schweizer Kollege, Ueli Maurer? Zu Guttenberg hat eine Armee, die er ebenso schrumpfen muss wie wir in der Schweiz. Er ist wesentlich beteiligt am Krieg in Afghanistan, den er nur verlieren kann. Die deutschen Truppen machen an verschiedenen Schauplätzen (Djibouti, Kosovo) ein schlechtes Bild. Ueli Maurer dagegen ist ehrlich, kaut seine Grashalme, gibt bedächtige Erklärungen ab und wirkt auch sonst ganz so, als handle er nur auf Druck. Er zeigt keinen Führungswillen, ganz im Gegensatz zu seinem vitalen deutschen Gegenüber, das keine bessere Bilanz aufzuweisen hat.

Ganz wichtig sind die Fotos: Die besten Fotografen Europas verfolgen zu Guttenberg auf Schritt und Tritt, der sich, ganz dynamischer Adliger nahe beim Volk, aus besten Positionen fotografieren lässt. Merkwürdig ist nur, dass die für Männerparfüms auftretenden Strellson-Models genau die gleiche Figur, den gleichen Blick und den gleichen forschen Schritt haben. Ueli Maurer verkörpert den Schweizer Bauern, die Schweizer Volksarmee. Leider muss er sie auflösen.

 
     
     
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