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Kosovo meets Afghanistan

31. Dezember 2010 um 9:29

Was der Westen, die Schweiz mit Micheline Calmy-Rey ganz an der Spitze, an Milliarden in den 1,8 Mio-Einwohnerstaat Kosovo gepumpt hat, ohne dort Stabilität, Wachstum und Sicherheit zu erreichen, macht sprachlos. Offensichtlich geht es mehr um die seltenen Erze, die dort, ungestört von den Serben, aus dem Boden geholt werden, um dann in die USA und nach Israel geflogen zu werden. Wer im Kosovo nicht ans Ziel kommt, wird auch in Afghanistan scheitern. Dort haben die Russen seit 1979, als sie einmarschierten, Industriebetriebe und Bahnen gebaut, mehr als 600 Schulen, dazu ein Flugverkehrsnetz, Gas- und Brennstoffleitungen, sogar 300 zerstörte Moscheen in Stand gesetzt. Die Boden-, Schul- und Baureform scheiterte, als die Amerikaner auf Betreiben eines texanischen Senators (siehe diesen Blog) Stinger-Raketen einsetzten und Taliban aufbauten, um den russisch geprägten Fortschritt zu verhindern. Jetzt sind auch die westlichen NATO (ISAF-)Streitkräfte nach Milliardenverlusten in Afghanistan gescheitert, obwohl die Russen bereits wieder helfen, die Afghanen zu „befrieden“.

Die Afghanen sind eine Stammesgesellschaft, keine Single-Kultur wie die Zürcher und New Yorker. Sie denken zuerst an die Familie, dann den Stamm, zuletzt an die afghanische Gesellschaft. Wer ein ziviles Familienmitglied tötet, was im Krieg stets unvermeidlich ist, fordert ihre Blutrache heraus. Die Afghanen haben 7-8mal mehr Kinder als westliche Familien. Wir verlieren dort die einzigen Söhne, so G. Heinsohn (Uni Bremen), dort wachsen neue Generationen des Widerstands heran. Die Afghanen sind ein stolzes, unabhängiges und kampflustiges Volk. Sie sterben eher, als sich Guido Westerwelle, dem deutschen Aussenminister, oder Hillary Clinton zu unterwerfen. Eigentlich verstehe ich die Afghanen sehr gut.

Ein Kommentar zu “Kosovo meets Afghanistan”

  1. Prof. Gerardo W. Físcher

    Obwohl die Afghanen erst zuletzt – nach Familie, Sippe, Stamm – ein Volk sind, sind sie doch bereit, ihre nationale Eigenständigkeit zu verteidigen. Die Islamische Republik Iran ist weise, sich dort nicht einzumischen, obwohl doch Iraner und Afghanen zur gleichen Sprachfamilie gehören und das Reich Alexanders des Großen (von Makedonien) über Afghanistan hinaus bis an den Indus reichte.

    Kosowo ist ein Nichts – nicht so sehr wegen einer geringen Einwohnerzahl von vielleicht 1,8 Millionen. Die Bevölkerung ist dort kein Volk, es sind mehrheitlich Skipetaren (=Albaner), in deutlicher Minderheit Serben. Geschichtlich gilt das Gebiet als serbisch. Statt dort irgendwelche Erze zu rauben, sollte der Westen das Gebiet Albanien zuschieben, d.h. eine Entwicklung in diese Richtung unterstützen; Serbien wird auch diesen Schlag noch verkraften, sein Neubeginn kommt erst noch. – gwf

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