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Wir können uns diese SBB nicht mehr leisten

30. Dezember 2010 um 8:31

Einst, vor 40 Jahren, war die Schweiz stolz auf ihre Bundesbahnen, fast mehr noch als auf die Swissair. Während letztere wegen Überheblichkeit zugrunde ging, scheint es den SBB besser zu gehen, was kaum die halbe Wahrheit ist. Aus Personenverkehr, Güterverkehr und Nebendienstleistungen erzielen die nationalen Bahnen jährliche Erträge von ca 7 Mia. Franken. Denen stehen staatliche Zuschüsse von 14 Mia. Franken per Steuern und zweckgebundene Abgaben gegenüber. Je mehr GA’s die überalternde Schweizer Bevölkerung kauft, umso schlechter sieht es mit der SBB-Kasse aus, denn der Bahnverkehr wird zu billig angeboten. Sollen die SBB noch einen Teil jenes Glanzes behalten, der sie als Erinnerung umgibt, brauchen sie in den kommenden 20 Jahren 40 Mia. Franken für Investitionen und 30 Mia. Franken für den Unterhalt. Wir dürfen davon ausgehen, dass diese Zahlen sich noch erhöhen werden, weshalb eine Inflationsrate von über 5 % nicht nur grössere Teile der Bevölkerung hart treffen würde, sondern die Kosten für den Staat und dessen staatsnahe Betriebe nicht mehr finanzierbar machen würden. Dann wäre die Schweiz Griechenland, wo die Bahn- und andere Staatsangestellte bei niedrigsten Leistungen sehr hoch bezahlt wurden. Eigentlich sind wir auf der gleichen Spur.

2 Kommentare zu “Wir können uns diese SBB nicht mehr leisten”

  1. Reto Suter

    Die SBB gehören längst privatisiert. Aber dagegen laufen die Bähnler Sturm und verweisen auf Länder, in denen es deswegen einen Leistungsabbau gab. Japan, dessen privatisierte Bahnen die besten der Welt sind, vergessen bzw. übersehen sie dabei. Na ja, die Mentalität von Staatsangestellten ändert sich nie. Darum setze ich die Revolution im Privatverkehr, die schon begonnen hat. Bald ist Autofahren umweltfreundlicher als im Zug zu sitzen, und das wird die SBB auf den Kopf stellen. Fährt einem das Elektroauto dann noch autonom in der Gegend rum, wird der ÖV auf Fernreiseverkehr zusammschrumpfen.

  2. David G.

    Die SBB ist die grösste Immobilienbesitzerin der Schweiz, bewertet ihre Bahnhöfe, Grundstücke und Anlageobjekte aber sehr tief (7,1 Mrd. CHF). Eine teilweise Veräusserung der nicht zum Kerngeschäft gehörenden Liegenschaften könnte einen Beitrag zur Deckung des kommenden Investitionsbedarfes leisten. Es ist wahrscheinlich, dass der Weg über die Staatsfinanzen bevorzugt wird.

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