Über uns Dienstleistungen Agenda Medien Publikationen Kontakt  


UBS-Chefökonom belehrt die USA

29. Dezember 2010 um 8:26

Wenn UBS-Chefökonom Andreas Höfert spricht, ist dies eine Stimme mit „autoritas“, steht dahinter doch die grösste, wenn auch nicht die bestgeführte Schweizer Bank. Höfert widmet sich dem „Trilemma des amerikanischen Traums“ und kommt zum Schluss: „Die Amerikaner könnten endlich zur Kenntnis nehmen, dass Sparsamkeit die einzige Möglichkeit ist, langfristig nachhaltiges Wachstum und den ersehnten Handelsbilanzüberschuss zu erreichen.“ Da die reichsten zehn Prozent der US-Amerikaner für ein Drittel des Konsums verantwortlich sind, darunter viele UBS-Mitarbeiter in den USA, darf nicht damit gerechnet werden, dass die Höfert’sche Empfehlung auf offene Ohren trifft. Die Obama’schen Steuerentscheide, wie sein Geld-Wasserwerfer FED auch, machen deutlich, dass Höfert in Washington nicht über jenen Einfluss verfügt, den zu vermuten man geneigt wäre.
Es ist ohnehin stets überraschend, wie unsere Käseblätter aus dem Thurgau oder der Innerschweiz sich stets bemühen, die Welt zu belehren. Dahinter steht die Haltung, an unserem Wesen könne die Welt genesen. Welcher Irrtum! Wir sind ein Sonderfall, der in 150 Jahren geschaffen wurde, aber auch ein Auslaufmodell, weil wir an einer Vision festhalten, die längst zur Halluzination geworden ist. Merke für 2011: Die Schweiz ist ein Standort für die Superreichen der Welt und deren Firmen geworden; die „alte Schweiz“ wird subventioniert und geistig der SVP ausgeliefert.

Einen Kommentar schreiben:

 
     
     
Home Kontakt Sitemap Weblog Home
Home | Über uns | Dienstleistungen | Agenda | Medien | Publikationen | Kontakt | Sitemap | Weblog