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Tagesarchiv für 23. Dezember 2010

Calmy-Rey in Rom gefordert

Donnerstag, den 23. Dezember 2010 um 16:05

Nach dem heutigen Anschlag in der Schweizer Botschaft in Rom, wird unsere Aussenministerin Micheline Calmy-Rey, die kürzlich eine grosse politische Wahlschlappe in Bern hinnehmen musste, gefordert sein. Sie reist gerne in Länder, die der Schweiz nicht gerade nahe stehen und jetzt gilt es zu beobachten, wie Calmy-Rey die Krise in Rom meistert. Möglicherweise bedeutet dieser schlimme Zwischenfall den Wendepunkt der bisherigen Schweizer Diplomatie. Mit diesem Anschlag auf die Botschaft ist der Beweis gegeben, dass die Schweiz nicht mehr überall als neutral betrachtet wird. Man darf gespannt sein, ob unsere Aussenministerin dieser Situation gewachsen ist und aus ihren groben diplomatischen Fehlern der letzten Jahre etwas gelernt hat.

Fidel Stöhlker

Raser Amir B. spielt mit Gesetzeshütern

Donnerstag, den 23. Dezember 2010 um 11:44

Die Richter überlassen den Entscheid über die Ausweisung von Amir B. dem Migrationsamt. Somit kann ganz klar gesagt werden, dass Amir B. nicht ausgeschafft wird, sobald er seine Strafe abgesessen hat. Am Beispiel von Amir sieht die ganze Schweiz, wieviel Spielraum das Gesetzt in unserem Land zulässt. Es gibt schlichtweg nur eine Lösung für Menschen wie Amir: Den Führerschein würde ich diesem Mann für immer entziehen und bei der nächsten Verzeigung der Polizei, wird seine ganze Familie ausgeschafft und zwar gleich nach dem Urteil. Dann steht Amir unter grösstem Druck, und nur so kann dieser Typ zu ein wenig mehr Vernunft erzogen werden. Nur leider sind unsere Politiker nicht kämpferisch genug, um dies in die Tat umzusetzen. Und genau das wissen die Verbrecher, die in der Schweiz leben.

Fidel Stöhlker

Berlusconi aus anderer Perspektive

Donnerstag, den 23. Dezember 2010 um 11:31

Er, der 74jährige, regiert Italien nun im 17. Jahr. Silvio Berlusconi, der in erster Linie zu seinem persönlichen Vorteil entschieden hat und dessen Kumpane sagen, ohne ihn wären sie im Gefängnis oder verarmt, ist ein Regierungschef, wie ihn Europa und die Welt immer wieder gesehen und erlebt hat. An seiner Person wird deutlich, wie substanzlos unsere Demokratien geworden sind (oder es immer schon waren), denn die Demokraten sind ängstlich, orientierungslos und verführbar geworden. Die Regierenden haben dies längst erkannt und sind skrupellos geworden. Berlusconi hat Italien viel Substanz gekostet. Er war so unverschämt, uns dabei zuschauen zu lassen, damit er uns ob unserer Ohnmacht umso mehr verachten kann.

Keine Bedrohung, kein General, kein Geld

Donnerstag, den 23. Dezember 2010 um 9:26

Die Schweizer Sicherheitspolitik muss eine Katastrophe sein, denn unser Land ist nur aus globaler Optik bedroht, hat keinen (Friedens-)General mehr und kein Geld, um die Armee auszurüsten. Das Schweizer Volk muss sich jetzt auf die Sicherheit verlassen, welche die NATO und die EU-Sicherheitspolitik uns bieten. Gottseidank haben wir unsere Zivilschutzräume noch, denn im Ernstfall können wir in diese flüchten. Niemand kann ernsthaft glauben, dass diese Schweizer Warenposten-Armee uns noch verteidigen kann. Machen wir es doch wie Enver Hodscha einst in Albanien, der vor jedes Haus einen Bunker bauen liess. Mindestens die Binnenkonjunktur hätten wir damit gestützt.

Vergessener Schweizer Weltstar

Donnerstag, den 23. Dezember 2010 um 9:25

Wie Blaise Cendrars mir alle Schweizer Schriftsteller nach Frisch und Dürrenmatt aufwiegt, ist Hugues Cuenod jener Schweizer Weltstar, der bis 1995 auf allen Weltbühnen sang. Ob Glyndebourne oder Metropolitan, Cuenod, ein „Vaudois par coeur“, vertrat die klassische Gesangskunst des oberen Bürgertums. Er starb im 6. Dezember in Vevey, von fast allen vergessen.

 
     
     
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