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Tagesarchiv für 21. Dezember 2010

Warum zu Guttenberg und nicht Ueli Maurer?

Dienstag, den 21. Dezember 2010 um 15:50

Zum Mann des Jahres wurde der deutsche Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg gewählt. Warum nicht sein Schweizer Kollege, Ueli Maurer? Zu Guttenberg hat eine Armee, die er ebenso schrumpfen muss wie wir in der Schweiz. Er ist wesentlich beteiligt am Krieg in Afghanistan, den er nur verlieren kann. Die deutschen Truppen machen an verschiedenen Schauplätzen (Djibouti, Kosovo) ein schlechtes Bild. Ueli Maurer dagegen ist ehrlich, kaut seine Grashalme, gibt bedächtige Erklärungen ab und wirkt auch sonst ganz so, als handle er nur auf Druck. Er zeigt keinen Führungswillen, ganz im Gegensatz zu seinem vitalen deutschen Gegenüber, das keine bessere Bilanz aufzuweisen hat.

Ganz wichtig sind die Fotos: Die besten Fotografen Europas verfolgen zu Guttenberg auf Schritt und Tritt, der sich, ganz dynamischer Adliger nahe beim Volk, aus besten Positionen fotografieren lässt. Merkwürdig ist nur, dass die für Männerparfüms auftretenden Strellson-Models genau die gleiche Figur, den gleichen Blick und den gleichen forschen Schritt haben. Ueli Maurer verkörpert den Schweizer Bauern, die Schweizer Volksarmee. Leider muss er sie auflösen.

Der Bürgersozialismus greift um sich

Dienstag, den 21. Dezember 2010 um 8:42

Mit einer Mehrwertabschöpfung auf Grundstücke, die aufgewertet werden, sollen Gemeinden künftig jene Bürger subventionieren, die sich als Ortsansässige ausweisen; Zweitwohnungsbesitzer zählen nicht dazu. Diese Art von Bürgersozialismus, der sich bei Neuankömmlingen und offiziell erwünschten Investoren bedient, um selber verbilligt auf der faulen Haut zu liegen, ist eine Fehlentwicklung, wie sie nur von der CVP kommen kann. Gerade in CVP-Kantonen gibt es viele Burgergemeinden, oft weniger als ein Viertel der Bevölkerung, die sich, ganz wie einst der Adel, Privatvermögen und deren Erträge unter Ausschluss der Neubürger zuhalten. Diese bleiben von den Altburgern ausgeschlossen, die den Kuchen gerne unter sich aufteilen. Eine derartige Praxis will die CVP nun auf möglichst viele Gemeinden und Kantone ausdehnen. Die Schnellen sollen die Langsamen subventionieren, wobei diese sich noch auf Kosten der Aktiven bereichern dürfen. Lachhaft.

Adel oder Kernkraftwerke?

Dienstag, den 21. Dezember 2010 um 8:42

Niemand würde sich für Hubert Weinzierl und Enoch zu Guttenberg interessieren, hätte letzterer nicht einen Sohn, der in der Berliner Regierung die Bundeswehr führt. Enoch, der immer noch die Erbsünde seiner Familie begeht, auf einer alten Raubritterburg zu hausen, wo man einst gegen die aufständischen Bauern kämpfte, setzt sich seinerseits gegen die Sünde des Baus von Kernkraftwerken ein. Der Erbe der Raubritter klagt über die modernen Raubritter, die unsere Umwelt zerstören (können).

Adel, Boden und Kirche sind ein Konglomerat aus dem Mittelalter, das gut überdauert hat. Man schützt sich gegenseitig, siehe Erzbischof Haas im Fürstentum Liechtenstein. Als ihn keiner wollte, streckt Hans Adam die rettende Hand aus.

In der globalisierten Welt, wo die zu Guttenbergs nur noch per Zufall eine kleine Rolle spielen, brauchen wir Kernkraftwerke, um acht Milliarden Menschen versorgen zu kennen, Mit einer adligen Privilegienwirtschaft ist es nicht getan. Müsste ich mich entscheiden: zu Guttenbergs oder Kernkraftwerke, ichm würde letzteres wählen. Sohn Karl-Theodor muss und wird den Spagat schaffen; wieder ein Sieg des Adels, der die Kunst der Anpassung beherrscht.

 
     
     
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