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Tagesarchiv für 13. Dezember 2010

Wieso kann Zürich nicht sparen?

Montag, den 13. Dezember 2010 um 15:20

Zürichs bürgerliche Parlamentarier haben vom städtischen Finanzchef Martin Vollenwyder, ein FDP-Mann, der immer mit den Linken sympathisierte und die sogenannte „Koalition für die Vernunft“ anführte, verlangt, er möge im Budget 2011 den Betrag von Fr. 220 Mio. einsparen. Vollenwyder sagte, man könne die internen Verrechnungen nicht streichen und dürfe auch die Lehrerlöhne nicht antasten; Zusatz: Die Beamtenlöhne natürlich auch nicht.

Das ist ein Irrtum. Gemeinden, Städte und Kantone müssen sich daran gewöhnen, auch die Tabuzonen der Budgets aufzubrechen. Es kann nicht sein, dass der Mittelstand laufend mehr belastet wird, indem FDP-Politiker zusammen mit den Linksparteien die politischen Erbhöfe sichern, die dann wieder in den Bestätigungswahlen zur Wiederwahl von Politikern führen, die dem notwendigen Wandel im Weg stehen.
Das unselige Bündnis der Zürcher FDP mit den Linken ist eine wesentliche, vielleicht sogar die entscheidende Ursache des Niedergang der Freisinnigen. Vielleicht sind einige von ihnen jetzt aufgewacht und ermöglichen eine bürgerliche Realpolitik zusammen mit der SVP. Links nervt und kostet nur Geld.

Internet, warum nich?

Montag, den 13. Dezember 2010 um 15:20

Milliarden werden jährlich in das Internet investiert, weil die Firmen hoffen, sie würden billiger agieren und besser verstanden, weil die Regierungen hoffen, sie kämen näher an den Bürger und hätten ihn besser im Griff, und weil die Menschen hoffen, sie könnten auf diesem Weg neue Freundinnen, Freunde und Gebrauchspartner aller Art finden. Welche Täuschung! Dem Internet fehlen die Inhalte, Datenbanken und Wikipedia mit eingerechnet. Die Menschen brauchen Wissen, aber mehr noch die Fähigkeit, ihr Wissen zu ordnen. Daran mangelt es mehr als an allem anderen, weil die Ordnungssysteme keineswegs „offen“, sondern streng überwacht sind. Der Kampf um die korrekte Interpretation ist die wahre Arena. Milliarden in eine neue Technologie mögen, wie das Cern in Genf, viel versprechen, aber Macht-Entscheide können nur Menschen treffen.

Was Blocher von Pelli unterscheidet

Montag, den 13. Dezember 2010 um 14:25

Können Sie sich den Tessiner Fulvio Pelli vorstellen (wer es vergessen hat, Pelli ist Präsident der FDP Schweiz), wie er am Beispiel der Schlacht von Marignano verdeutlicht, dass der Aufstieg eines Landes der Niederlage folgt, weshalb eine erneute Niederlage seiner FDP nur die notwendige Voraussetzung für deren erneuten Erfolg ist? Pelli ist „avvocato“, von daher eher ein Verteidiger und Reflektierer. Ganz anders Christoph Blocher, der Ferdinand Hodler, Albert Anker und jetzt auch Jeremias Gotthelf dazu benutzt, seine Politik zu rechtfertigen. Am 2. Januar, unter Bernern als Berchtoldstag bekannt, wird er in Wynigen vor mindestens 1000 Teilnehmern am Beispiel Gotthelfs eine Geschichtsstunde abhalten. Zwei seiner wichtigen Botschaften:

– „Im Schweisse Deines Angesichts wirst Du Dein Brot essen.“ Anker und Gotthelf sei dieses Thema wichtig gewesen. Blocher, der Milliardär, tröstet: „In unserem Land muss niemand verhungern.“

– „Siehe, die Erde ist nicht verdammt.“ Damit argumentiert der Schlossbesitzer im Bündnerland gegen die „allgemeine Trostlosigkeit“.

Blocher macht damit exzellenten Wahlkampf, dem die FDP-Advokaten rein nichts entgegen zu setzen haben. Sie müssen sich Schillers bedienen: „Leergebrannt ist die Stätte.“

Was ist ein US-Superstar?

Montag, den 13. Dezember 2010 um 13:43

Sie wurde angekündigt wie eine Frau vom Mars: Pamela Thomas-Graham, von CS-CEO Craig Dougan persönlich ausgewählt, der neue Superstar der einstigen Schweizerischen Kreditanstalt, zuständig für Personal und Kommunikation an der neuen CS-Group. Kaum etwas ist seither geschehen; erste Vorträge, mit Handtäschen, wurden als eher linkisch aufgenommen, US-Anbiederei. Aus der grossen Pamela ist die kleine Pam geworden. Die CS-Group wird von Amerikanern und einem Brasilianer regiert. Das Schweizer Geld dient als Rohstoff für US-Spekulationen, so im Investment Banking. Schweizer sind dort second class, obwohl sie erstklassige Leistungen erbringen. Wir lassen uns von den US-Superstars die Butter vom Brot nehmen und lächeln noch dazu.

 
     
     
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