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Tagesarchiv für 9. Dezember 2010

Linker Elite-Club oder Spitzen-Schwatzbude?

Donnerstag, den 9. Dezember 2010 um 16:46

Der „Club Hélvétique“ will vorderhand keine weiteren Mitglieder aufnehmen, weil die Professoren Georg Kreis und Kurt Imhof Angst haben, sie könnten in ihren rauchigen Hinterzimmern keine zielführenden Diskussionen mehr führen. Was heisst hier zielführend? Man will die Schweizer Demokratie globalen Zuschnitts erhalten und damit dem Schweizer Volk, das seine volkstümliche Basisdemokratie verteidigt, einen Maulkorb anlegen. Die Professoren brauchen ihre internationalen Kollegen, um Karriere zu machen, der Bauer im Toggenburg braucht dies auf keinen Fall, sondern will Ruhe haben auf seinem hoch subventionierten Acker. „Die Verluderung der Demokratie“, wie sie auch von der alt Bundeskanzlerin Annemarie Huber-Hotz beklagt wird, ist eine Sorge dieser hoch bezahlten Günstlingerklasse, die sich fast ausschliesslich aus Steuermitteln finanziert. Wer diesen selbsternannten hors sol-Demokraten nicht freiwillig folgen will, wird automatisch zum Antidemokraten erklärt. Ein merkwürdiges Spiel.

Frustrierende Amerikaner

Donnerstag, den 9. Dezember 2010 um 16:45

Erst sagt der republikanische Botschafter in Bern, wir seien eine „frustrierende Alpendemokratie“. Ich betrachte dies als eine Auszeichnung, denn diese US-Jammerlappen, die seit 40 Jahren jeden Krieg verlieren, verdienen auf keinen Fall unseren Respekt. Dann versichert uns der neue demokratische US-Boschafter in Bern, Donald Beyer (könnte fast ein Schweizer sein, sieht auch aus wie ein Alemanne), er sei überhaupt nicht frustriert, empfehle uns aber dringen, diesen Julian Assange nicht über alle Massen zu schützen. Tun wir es doch, könnte auch er frustriert sein. Vielleicht sind es die Amerikaner, die auf viele frustrierend wirken. Weltmacht, das geht vorbei, wie die Engländer gerade meisterlich zeigen.

Die Buhlknaben-Gesellschaft

Donnerstag, den 9. Dezember 2010 um 8:06

Von Nero bis Kaiser Hadrian war die römische Regierung ein einziger Absturz: Buhlknaben für die Kaiser, zuletzt als Götter verherrlicht, waren die Idole einer dekadenten Gesellschaft. Kein Wunder, dass die edlen Damen gleiches trieben und vorzugsweise unter sich blieben. Wer meint, Berlin, Paris und Zürich seien auf dem gleichen Level angekommen, liegt vielleicht nicht falsch. Nicht der Untergang Roms sollte uns beschäftigen, das bleibt den US-Amerikanern vorbehalten, deren Volk mit grösster Geschwindigkeit verarmt. Die Schweiz sollte sich eher am Venedig der Dogen messen, deren Reich erst beendet war, als Napoléon I. kurzen Prozess machte. Wie den alten Römern, fehlen uns die Produzenten.

Sind die Engländer „big“ oder „great“

Donnerstag, den 9. Dezember 2010 um 8:06

Meine Englischkenntnisse sind nicht über alle Zweifel erhaben, weshalb ich dennoch die Frage wage, weshalb der englische Premier, der sich immer noch der britische nennt, stets von einer „big society“ spricht, die er anstrebt, ein Ausdruck, den ich als „grosse Gesellschaft“ übersetze, aber nicht eine „great society“, die ich als „grossartige Gesellschaft“ transkribiere. Wohl kaum möchte ein weniger reicher Eidgenosse in dieser „big society“ Cameron’schen Zuschnitts leben, ist es doch seine konservative Vision, jeder Bürger möge sich selber organisieren, weil der Staat ausser Steuern, die er von ihm verlange, nichts mehr bieten könne. Auch setzt Cameron auf Freiwilligenarbeit, die ich stets verabscheut habe. Warum soll ich für meine unausstehliche Nachbarin freiwillig arbeiten oder für einen Dummkopf, der wegen zu schnellen Fahrens auf einem Töff nun querschnittsgelähmt ist? Wenn Cameron sagt „Die Zeit des mächtigen Staates ist abgelaufen“, meint er wohl, dass nach 300 Jahren die Zeit Great Britains abgelaufen ist. Recht hat er.

Von Indien lernen

Donnerstag, den 9. Dezember 2010 um 8:06

Die indische Regierung jammert über eine Inflationsrate von gut 6 %, die viele im Halbkontinent belastet; das Volk wird damit ärmer. Jedoch, gleichzeitig will die indische Regierung, deren Wirtschaft weit über derjenigen der europäischen wächst, die Staatsschulden bis 2014-15 auf 43 % des BIP senken. Dann sollten auch die Zinsen wieder sinken.

 
     
     
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