Über uns Dienstleistungen Agenda Medien Publikationen Kontakt  

Weblog

Tagesarchiv für 8. Dezember 2010

Sergio Marchionnes Alfa-Debakel

Mittwoch, den 8. Dezember 2010 um 14:49

Natürlich ist unser Zuger Mitbürger Sergio Marchionne, einst Chef von Alusuisse, Lonza und SGS in Genf, ein genialer Manager, aber das Alfa-Debakel geht auf sein Konto. Er wird wohl kaum 300 000 Einheiten verkaufen, wie für dieses Jahr geplant; vielleicht werden es 120 000. Die halbe Million Alfas im Jahr 2014 sind wohl ein Traum. Ich meine, er sollte Alfa an VW verkaufen, denn Ferdinand Piech weiss, wie man mit Marken umgeht. Euro 1,5 Mia. würden der Familie Pirelli als Erlös gut gefallen.

Obamas neue Gegner

Mittwoch, den 8. Dezember 2010 um 9:05

Die Republikaner haben Oberwasser, aber Präsident Obama macht wirklich einen schwachen Eindruck. Wo ist sein Kommuniaktionschef? Wer sich unter US-Republicans einfach weisse Ostküstenbewohner vorstellt, irrt. Die vorzugsweise am Lake Superior von Michigan über Wisconsin bis hinüber nach Minnesota ansässigen Abkömmlinge der starken finnischen Minderheit sind im Begriff, obwohl Blauhemden, zu den Republikaner überzulaufen. Sie verlange mehr Ordnung im Land. Ebenso die Latinos, denen man unterstellt, sie wählten ihren „Cousin Obama“. Bereits stimmen 38 % der Latinos in den USA für die Konservativen; das Obama’sche Chaos missfällt den ordnungsliebenden Lateinamerikanern ebenso.

Bauern sind die Spitzenpolitiker

Mittwoch, den 8. Dezember 2010 um 9:05

Nicht nur in der EU, wo die Bauern jedes Jahr Dutzende von Milliarden Euro erhalten, ohne gross nachweisen zu müssen, was sie damit leisten, es sei denn die Herstellung von Butterbergen oder Milchseen, sondern auch in der Schweiz sind die sich bieder gebenden Landwirte spitzenmässige Lobbyisten, als Politiker fast unschlagbar. Am Bruttoinlandprodukt sind die Bauern in der Schweiz nur mit 1,5 % beteiligt, aber im Parlament haben sie 15 % aller Stimmen. Die Schweizer Bauwirtschaft, die 10.5 % des BIP liefert, verfügt in Bern über nur sieben parlamentarische Vertreter, weshalb verständlich wird, weshalb sich nationale Anliegen der Bauwirtschaft nur mühsam durchsetzen lassen. Der Präsident des Schweizerischen Baumeisterverbandes, Werner Messmer, ist Thurgauer, wie der Präsident des Schweiz. Bauernverbandes, Hansjörg Walter. Beide sind exzellente Rhetoriker, beide sind Dossier-sicher und, so macht es den Anschein, fast unbeschränkt belastbar. Gerade wegen ihrer grossen Erfahrung in Wirtschaft und Politik gehören sie zur Führungsreserve der Schweiz.

Fremde Richter in der Schweiz

Mittwoch, den 8. Dezember 2010 um 9:05

Keinem Land der Erde würde es einfallen, ausländische Richter über die Taten Einheimischer entscheiden zu lassen. Die Schweiz, gewohnt politische Zugeständnisse in alle Richtungen zu machen, ihre Firmen ins Ausland zu verkaufen und die eigene Kultur gering zu schätzen, will nun gemäss Bundesanwaltschaft drei Deutsche ohne Schweizer Pass zu Richtern über Schweizer machen. Es ist gut möglich, dass diese sich sogar korrekter verhalten als die vielen Schweizer Richter, denen nur das Parteibuch zur Wahl verholfen hat, aber befremdlich bleibt es.

Wie ungeschickt unsere Eliten in der Beurteilung gesellschaftlicher und politischer Befindlichkeiten geworden sind, zeigt nicht nur der Fall Libyen, wo wir Muammar Gadafi unnötigerweise zu unserem Gegner machten, sondern auch die Haltung der NZZ-Redaktion, die im Vorfeld des FIFA-Entscheides den englischen Premier David Cameron interviewte, der als Besiegter das Feld räumen musste. Sepp Blatter, FIFA-Präsident, der von der NZZ-Redaktion nur unter Vorbehalt geschätzt wird, hatte die bessere Nase als unsere Regionalpolitiker: Er setzte auf Russland und Katar, womit das Schweizer Establishment nicht viel anzufangen weiss. Merke: Ohne Sozialkompetenz gibt es keine Kompetenz der Eliten.

Berner Luxusbeamte

Mittwoch, den 8. Dezember 2010 um 9:05

Weil Berner stolz darauf sind, besonders bedächtig und sorgfältig zu arbeiten, hat ein Beamter der kantonalen Verwaltung 3 700 Überstunden angehäuft. Als es zu seiner Verabschiedung kam, erhielt er 500 000 Franken ausbezahlt. Wer meint, dies sei eine Ausnahme im armengenössigen Kanton Bern, der jährlich mit fast einer Milliarde Franken von den reichen Kantonen unterstützt wird, der irrt. Die offiziellen Zeitguthaben in der kantonalen Verwaltung betragen über 1,7 Mio. Stunden. Der Kanton muss im Budget Millionen Franken zurückstellen, um seine besonders langsamen und besonders sorgfältigen Beamten entgelten zu können.

 
     
     
Home Kontakt Sitemap Weblog Home
Home | Über uns | Dienstleistungen | Agenda | Medien | Publikationen | Kontakt | Sitemap | Weblog