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Tagesarchiv für 6. Dezember 2010

Bankenempfehlungen mit fortlaufender Verspätung

Montag, den 6. Dezember 2010 um 16:30

Als die Banken vor gut zehn Jahren Tech-Titel empfahlen, musste man diese besser sofort verkaufen. Gleichzeitig sagten die Banken, man dürfe auf keinen Fall Gold kaufen, die Nationalbank verkaufte auf Druck der Kantone sogar einen grossen Teil ihrer Goldbestände, die heute fünfmal mehr wert wären. Seit einem Jahr empfehlen die Banken wieder den Ankauf von Gold, nachdem das Edelmetall bereits wieder recht teuer geworden ist. Eigentlich müsste man schon seit einem Jahr wieder Blue Chips kaufen, aber richtig begeistern wollen uns die Banken dafür nicht. Merke: Bankempfehlungen haben einen Verspätungs-Rhythmus, der nicht selten arm machen kann.

Moderne Menschenopfer oder der halbe Tod

Montag, den 6. Dezember 2010 um 16:30

Wenn ich Dr. Albert Stähli zuhöre, dem Gründer der GSBA in Horgen, die heute als Lorange Institute einem norwegischen Professor und Unternehmer gehört, wie er über die Menschenopfer der Azteken berichtet, meine ich in der Gegenwart zu sein. Die aztekischen Priester opferten Ausländer in Massen auf ihren Tempeln, damit es dem Land gut gehe, das Wetter vorteilhaft bleibe und man die damals häufigen Kriege gewinne. Da Menschenopfer zum wirtschaftlichen Wohlergehen in der Schweiz heute nicht mehr möglich sind, hat das Schweizer Volk in seiner Weisheit – angeführt von der Blocher’schen SVP – beschlossen, mindestens die fragwürdigsten Elemente ausländischer Eindringlinge künftig des Landes zu verweisen. Das ist für viele der halbe Tod. Ihre Ausweisung, eine gewissermassen magische Handlung, soll uns Ruhe, Erfolg und Wohlstand bringen.

„Wetten, dass…?“ das ZDF jetzt handelt

Montag, den 6. Dezember 2010 um 10:08

Der tragische Unfall vom vergangenen Samstag, bei dem sich der junge Schauspielstudent Samuel Koch bei „Wetten, dass…?“ schwerste Verletzungen zugezogen hat, wird die Produzenten öffentlich-rechtlicher Sender zum Handeln zwingen. Der Stunt war sehr gefährlich, was die Zuschauer erfolgreicher TV-Shows jedoch erwarten. Die schwachen Einschaltquoten der Sendung, die seit 29 Jahren läuft, zwingen die TV-Macher zu spektakuläreren Auftritten als bisher. Das Problem: Thomas Gottschalk hat es nicht geschafft, die jüngere Generation für seine Sendung zu begeistern. Selbst Michelle Hunziker, die immer süss in die Kamera lächelt, hat das Interesse der neuen TV-Konsum-Generation nicht wecken können. Schönheit ohne Inhalt kommt eben auch bei den jungen nicht zwingend an. Was das ZDF besser machen müsste:

„Wetten, dass…?“ wird am Samstagabend gezeigt. Ein kapitaler Fehler. Jüngere Generationen sitzen am Samstagabend nicht vor dem TV, sondern sind mit Freunden unterwegs. Würde das ZDF die Sendung auf einen Wochentag verlegen, würden die Zuschauerzahlen, auch mit weniger spektakulären Stunts als dem von Samuel Koch, in die Höhe schiessen. Während der Woche ist auch die junge Generation, die viel TV konsumiert, zu Hause und da es kaum grosse Alternativen gibt, würden sie dem ZDF ihre Aufmerksamkeit schenken. Ändert das ZDF am Sendeplatz nichts, wird die nächste Ausstrahlung von „Wetten, dass….?“ hohe Einschaltquoten verzeichnen können aber danach wird alles wieder sein wie vorher: permanenter Zuschauerschwund.

Fidel Stöhlker

Zolliker FDP als Anti-Bürger-Club

Montag, den 6. Dezember 2010 um 9:32

Die Zolliker FDP, einst eine Stütze nationaler Bürgerlichkeit, agiert im Gemeinderat konsequent gegen die Interessen ihrer Steuerzahler. FDP-Gemeindepräsidentin Kull setzt den kantonalen Steuerausgleich mit ihrer Stimme durch, womit die Zolliker mehr an die SP-geführten Städte bezahlen müssen. FDP-Finanzvorstand Martin Byland sagt: „Ich kann immer mit Mehreinnahmen leben“ und akzeptiert damit einen erneuten Anstieg der Gemeindesteuern. Die FDP hat ihre Wähler vergessen.

Luzerner Grenznutzen

Montag, den 6. Dezember 2010 um 9:32

Der parteilose Finanzdirektor des Kantons Luzern, Marcel Schwerzmann, wirbt bei Firmen in der Zentralschweiz mit rekordtiefen Unternehmenssteuern. Dass er sich damit bei den Geberkantonen des Neuen Finanzausgleichs (NFA) keine Freunde macht, überrascht nicht. Sein Verständnis ist es, dass Luzern dank den Steuersenkungen seine Konkurrenzfähigkeit steigere, so mehr Geld einnehme und damit die Bezüge aus dem Finanzausgleich vermindere. Das ist köstlich, und wir lesen es mit den Worten zwischen den Zeilen noch einmal: Luzern steigert dank den von den NFA-Geberkantonen finanzierten Steuersenkungen seine Konkurrenzfähigkeit, nimmt so mehr Geld ein, vermindert damit die Bezüge aus dem Finanzausgleich und nivelliert auf diese Weise die Steuerbelastung. Oder kurz: Luzern nutzt den Steuerwettbewerb und den NFA, um den Steuerwettbewerb zu vernichten.

Oliver Bertschinger

 
     
     
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