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Tagesarchiv für 3. Dezember 2010

Muntere neue Kirchenherren

Freitag, den 3. Dezember 2010 um 16:24

In die Schweizerische Bischofskonferenz und die oberen Etagen der römisch-katholischen Kirche zieht langsam ein neuer Geist ein. Der Solothurn-Basler Bischof Felix Gmür, Sohn eines Luzerner Transportunternehmers, zeichnet sich durch einen lockeren Auftritt aus. Gleich gibt er sein Bedauern bekannt, dass Frauen innerhalb der Kirche noch mehr missbraucht würden als Buben und Männer. Bisher sprach davon noch niemand, aber Bekennermut war in der Kirche stets gefragt. Der mit 43 Jahren praktisch gleichaltrige Basler Christian Meyer, kaum zum neuen Abt des Benediktiner-Klosters Engelberg gewählt, wo noch 29 Mönche beten, will als „Menschenfreund“ auftreten. Damit steht er in den Spuren seines Nachbarn in Einsiedeln, wo Abt Martin Werlen schon lange eine Kirche vertritt, die in Treue zu Rom die Anliegen der Menschen ernst nimmt. Neues auch im Osten: Der wortgewaltige Zürcher Weihbischof Marian Eleganti legt sich einen eigenen Pressesprecher zu, um besser verstanden zu werden. Christian Breitschmid, ein Aargauer, hat sich zuletzt hervorgetan als SF-Produzent von „bi de Lüt“ und „Hopp de Bäse“. Ich kann mir vorstellen, wie populär jetzt auch Bischof Vitus Huonder aus Chur demnächst auftreten wird.

Auch wir Schweizer verteidigen Karzai

Freitag, den 3. Dezember 2010 um 9:39

Noch haben wir keine Schweizer Truppen in Afghanistan im Rahmen der NATO eingesetzt, aber die Schweiz zahlt 18-20 Mio. Franken jährlich an die westliche Streitmacht. Als „Partner für den Frieden“ (eine Mitgliedschaft, die auf Dölf Ogi zurück geht), liefern wir ausrangiertes Material nach Afghanistan und stellen theoretisch auch vier Offiziere. In Wirklichkeit sind es nur zwei Offiziere, denn Freiwillige melden sich für diesen Osteinsatz nicht (mehr). Während Bruno Lezzi, Militärfachmann und Lehrbeauftragter an der Universität Zürich, die Verschlechterung der Lage in Afghanistan beklagt, macht Generalleutnant Hans-Lothar Domröse den Schweizer Topmilitärs Mut: „Das Blatt kann sich wenden.“

Das Blatt wenden will auch alt Bundesrat Rudolf Friedrich, der ein 13seitiges Papier vorgelegt hat, wie die Schweizer Armee mit den Nachbarstaaten künftig zusammen arbeiten soll. „Die klassische Landesverteidigung ist ein Auslaufmodell“, sagt er und verlangt 5-6 Mia. CHF zur Finanzierung seiner Pläne. „Die gleichen Personen haben mit der gescheiterten Armeereform XXI mitgeholfen, die Schweizer Armee zu zerstören“, kommentiert Uni Zürich-Militärexperte Albert A. Stahel. Dölf Ogi hat die Schweizer Armee („Partner für den Frieden“) zur NATO geführt, wo die Schweizer Braut ihre neutrale Keuschheit verlor. Weil ein NATO-Beitritt ebenso wenig wie ein EU-Beitritt zur Diskussion steht, will Rudolf („Storch“) Friedrich nun einen neuen Weg beschreiten. Die Deutschen, Franzosen und Italiener können sagen: „Durch diese schmale Gasse müssen die Schweizer kommen.“

Der hohe Preis von „Red Bull“

Freitag, den 3. Dezember 2010 um 9:39

Die Exportstatistik der Schweiz wird aufgebessert durch die riesigen Lieferungen von „red bull“ ab Ostschweiz in die ganze Welt. Der weltberühmte Powerdrink hat eine Kulturrevolution ausgelöst, denn nicht nur Kinder und Jugendliche halten ständig die blaue Box in der Hand; immer häufiger sehe ich Manager, die nach diesem seelischen Motivator greifen. „red bull“ hat eine Fülle von Nachahmerprodukten ausgelöst – eines süsser, zuckerhaltiger als das andere.

„Die jetzige junge Generation lebt nicht mehr so gesund und lange wie die jetzt alternde Generation“, sagen mir viele Ärzte und anderes Gesundheitspersonal. Die modischen Süssgetränke machen fett (natürlich zusammen mit anderen schlechten Gewohnheiten) und zerstören die Zähne. Insgesamt steigt die Anfälligkeit für weitere ernsthaftere Krankheiten.

Natürlich freuen sich viele ekstatisch über die Rennerfolge von Sebastian Vettel, dem „red bull“ fahrenden Automobilweltmeister (obwohl ich diese Sportart absolut langweilig finde, wenn keine Karambolagen passieren). Wieder andere erfreuen sich an den Extremsport-Wettbewerben des gleichen Veranstalters. Das Kundenmagazin von „red bull“ ist auch auf globaler Ebene Weltklasse.

Dennoch finde ich den Preis sehr hoch, den die Gesellschaft dafür bezahlen muss. Die Rechnung wird erst in 20 Jahren voll gestellt.

 
     
     
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