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Tagesarchiv für 2. Dezember 2010

Ausverkauf im Bündnerland

Donnerstag, den 2. Dezember 2010 um 17:11

Wie schwach die Bündner reichen Familien auf der Brust sind, zeigt der Verkauf der Aktienmehrheit der renommierten Savognin Bergbahnen an den österreichischen Unternehmer Markus Schröcksnadel. Leo Jeker, Astrid Kuoni und Jörg Pool machten als Verkäufer Kasse. Der Ausverkauf findet nicht nur bei den beiden Grossbanken UBS und CS, sondern auch im Schweizer Tourismus statt; bekanntlich ist der grösste Hersteller von Bergbahnen auch ein Österreicher. Dann wird es nicht mehr lange dauern, bis wir einen Österreicher zum Direktor von Schweiz Tourismus machen, denn östlich des jungen Rheins läuft ohnehin mehr.

Markus Somm auf Basler Kurs

Donnerstag, den 2. Dezember 2010 um 12:43

BaZ-Chefredaktor Markus Somm wird die Basler für sich gewinnen; daran besteht kein Zweifel mehr. Anders ist es um die Glaubwürdigkeit von Verleger Moritz Suter bestellt. Niemand glaubt ernsthaft, der lebensfrohe Flugkünstler könne die CHF 170 Mio stemmen, die zur Erhaltung der Basler Mediengruppe notwendig sind. Wieso CHF 170 Mio?

– Bankschulden CHF 120 Mio.
– Eigenleistung M. Suter max. CHF 10 Mio.
– Offene Finanzierung ca. CHF 40 Mio.
– Total CHF 170 Mio.

Sollte Dr. Christoph Blocher, der zusammen mit dem Autoimporteur-Milliardär Walter Frey an Medien erwirbt, was auf dem Markt ist, schon dem Team Tettamanti/Wagner die Perspektive und einen zero-risk-contract vermittelt haben, wurde mit Hilfe von Blocher-Freund Moritz Suter nur eingelöst, was ohnehin in der Pipeline war. Suter gibt sich manchmal baslerisch „crazy“, ist aber nicht verrückt.

Bedeckt hält sich auch die Bank, die derlei Finanzakrobatik finanziert. Das engere Blocher-Team ist nur am reinen Medienteil interessiert, denn es geht um politischen Einfluss, sonst gar nichts. Die technischen Teile dürften so rasch wie möglich verkauft oder in eine andere Gruppe eingebracht werden. Zudem ist die Zusammenarbeit mit Peter Wanners AZ-Gruppe schon deshalb eine realistische Perspektive, weil beide den FDP-affinen Inseratebeschaffer Publicitas keineswegs schätzen.

Basler Prekariat

Donnerstag, den 2. Dezember 2010 um 12:43

Es sind 8 400 Basler Haushalte mit einem Steuereinkommen von CHF 100 000-150 000, welche mit jährlich CHF 168 Mio. die grösste absolute Steuerlast tragen. Der Mittelstand zahlt mehr als jene 150 Basler, die jährlich über eine Million Franken versteuern und dem Staat damit CHF 109 Mio. an Steuern einbringen. Jedoch hat Basel ein Prekariat, das 23 % der veranlagten natürlichen Personen umfasst. Mit den Nicht-Veranlagten ist der Prozentsatz jener Basler noch höher, die man dem Prekariat zurechnen muss, Menschen denen es schlecht geht, die überschlauen Steuerhinterzieher einmal abgerechnet. Die Zahl der Steuerbefreiten nimmt im Basel rasant zu; in den anderen Kantonen wird dies ebenso ablaufen.

Rom und Brüssel

Donnerstag, den 2. Dezember 2010 um 12:42

Als die Römer schwach geworden, zahlten sie den Germanen Tribute, um in Ruhe gelassen zu werden. In der gleichen Art verlangt der libysche Revolutionsführer (die Revolution fand vor 40 Jahren statt) Muammar Gadafi von der EU fünf Milliarden Euro, „weil sonst Europa schwarz wird“. Er würde seine Grenze für die flüchtenden Afrikaner öffnen. Die EU hat ihm bereits Euro 50 Mio angeboten. Auf Dauer wird dies eine effiziente Aussenpolitik nicht ersetzen.

Eine Schweiz ohne Alpines Museum?

Donnerstag, den 2. Dezember 2010 um 12:42

Die Alpenlobby unter Leitung von CVP-Präsident Christophe Darbellay hat es geschafft, dass die Subventionierung des Alpinen Museums in Bern auf der Tagesordnung bleibt. Das ist ein wichtiger Erfolg, aber auch ein Warnzeichen. Wie will die Winter- und Bergsportnation Schweiz Spitze bleiben, ohne einen solchen Symbolort? Im Gegenteil: Das Alpine Museum braucht noch fünfmal mehr Mittel, um attraktiver zu werden und besser zu kommunizieren. In den Bergkantonen müssen Filialen dieses Museums eingerichtet werden, damit Einheimische und Touristen mehr wissen über die eigentlichen Schätze des Landes. Das Programm des Museums muss lebendiger und vielfältiger werden, damit nicht nur Spezialisten und Schulklassen den Weg nach Bern finden. Urs Zenhäusern, der Walliser Tourismusdirektor, spricht von Investitionsdefiziten in Milliardenhöhe, welche die Entwicklung des Tourismus in der Schweiz behindern. Das Alpine Museum gehört zu jenen Zentralorten der Schweizer Wirtschaft wie Gesellschaft, die einen höheren Stellenwert erhalten müssen. Das sind wir unserer Tourismusindustrie schuldig.

 
     
     
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