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Tagesarchiv für 1. Dezember 2010

Wer umarmt besser: Forster oder Bruderer?

Mittwoch, den 1. Dezember 2010 um 16:53

Wer in Bern die Einsetzung der neuen Parlamentspräsidenten verfolgen durfte, stellte Überraschendes fest: Als Ständerätin Erika Forster, die als Präsidentin des kleinen Rats kaum aufgefallen ist, ihren Nachfolger umarmte, küsste eine Eiskönigin die Wange ihres Prinzen. Ganz anders Pascale Bruderer, die als Nationalratspräsidentin vom Volk geliebt wurde. Ihre Annäherung an Jean-René Germanier (filmreif!), den Walliser Winzer, war von einer Wärme und offensichtlichen Zuneigung, die Zeitungspapier hätte zum Schmelzen bringen können. Die FDP-Damenliga hat derzeit wenig „erotic capital“, die Zürcher Ekstatikerin Doris Fiala einmal ausgenommen.

Zürcher FDP auf Selbstmord-Kurs

Mittwoch, den 1. Dezember 2010 um 16:49

Zuerst haben die FDP-Vertreter der beiden nicht mehr so wohlhabenden Goldküstengemeinden Zollikon und Zumikon den kantonalen Finanzausgleich durchgesetzt, der alle ihre Steuerzahler ärmer macht zugunsten der SP-Standorte Zürich und Winterthur. Jetzt haben die Zürcher FDP-Kantonsräte auch gegen eine Halbierung der Vermögenssteuer gestimmt. Merke: Die FDP des Kantons Zürich ist auf Selbstmord-Kurs, denn die Gewerbevertreter, der Hauseigentümerverband und die kantonale SVP wissen besser, was die Stunde geschlagen hat.

Merkwürdige Berghilfe

Mittwoch, den 1. Dezember 2010 um 16:48

Die Zürcher Gemeinde Hettlingen überweist seit 30 Jahren Geld an die Bündner Gemeinde St. Peter-Pagig. In den letzten zwei Jahre erhielt St. Peter jährlich CHF 15 000.– aus Hettlingen, das auch nicht auf Rosen gebettet ist. Aus dem Bündnerland kam weder Gruss noch Dank für das Zürcher Steuergeld. Jetzt hat der Hettlinger Gemeindepräsident die Spende eingestellt, die Partnergemeinde erhält nichts mehr. Merke: Die Bündner Bergler sollten lernen, auch einmal Danke zu sagen.

Die Zukunft der Schweiz ist global

Mittwoch, den 1. Dezember 2010 um 9:10

Die verblüffende Stärke der Schweizer Wirtschaft ist die Konsequenz der Globalisierung. Jetzt, wo die Reichen der Welt keine Angst mehr haben müssen, übermässig besteuert zu werden, kann die Schweiz sich noch weiter öffnen: Hedge Fund-Manager in Genf und Zürich, Rückversicherungen in Zürich, Trader in Genf, Luzern und Zug, Magnaten am Léman und Immobilienunternehmer an der Zürcher Goldküste. Was ist ein Schweizer Unternehmen?

– Heute haben viele globale Grosskonzerne ein „legal home“ in der Schweiz. Die „company headquarters“ können in der Schweiz, aber auch in Paris und Düsseldorf sein. Der Finanzhauptsitz sollte in einer Steueroase sein und die notwendigen Talente holt man sich am Sitz einer Universität, zum Beispiel bei der EPFL in Lausanne oder Zürich. Die weithin unbekannte Firma Ineos hat soeben ihren Umzug aus England in die Schweiz abgeschlossen; sie will damit innerhalb von vier Jahren Euro 450 Mio. sparen, welche ein Sitz in London mehr gekostet hätte. Alleine US-Firmen geben jährlich bis zu USD 25 Mia. aus, um mit „Zügleten“ (relocation) reich zu werden. Weil viele davon in die Schweiz kommen, steigt unser Wohlstand.

Medikamente, immer ein Risiko

Mittwoch, den 1. Dezember 2010 um 9:10

Wer jetzt in Roche-Aktien investiert, soll sich bis zu zehn Jahre Zeit lassen, um dann grosse Gewinne zu erwarten. Diese Empfehlung machte kein anderer als Dr. Severin Schwan, der CEO von Roche, dieser Tage in Zürich. Deshalb sei die Senkung der Produktionskosten zentral, und er lobte den holländischen DSM-Konzern, dem Roche die Vitamin-Sparte verkauft hatte, als es bei Roche zur Krise gekommen war. DSM habe ein gutes Beispiel gegeben, ,wie man die Löhne gesenkt habe. Nicht besser geht es den Patienten. Nach Schwan können zwei Drittel aller Krankheiten bisher nicht behandelt werden. Vom verbleibenden Drittel hätten 50 % keine Chance, auf das Medikament anzusprechen. Schwan: „Personalisierte Medikamente sind die Zukunft.“ Gastgeber waren Clariden Structured Products und die „Finanz und Wirtschaft“, angeführt von Geschäftsführer Martin Coninx.

Wie die BaZ die Pressefreiheit feiern lässt

Mittwoch, den 1. Dezember 2010 um 9:09

Tatsächlich, in der Ausgabe Nr. 275 auf Seite 25 lässt die „Basler Zeitung“ ganz aktuell die Pressefreiheit feiern. Das ist exzellenter Journalismus, wie ihn das Team Wagner-Tettamanti, das offensichtlich schon wieder kein Team mehr ist, versprochen hat. Dort steht: „Wir schätzen die Freiheit: Die Pressefreiheit…“ Verfasser ist nicht Chefredaktor Markus Somm, der offensichtlich in tiefes Sinnen versunken ist ob der Krise, die täglich schlimmer wird, sondern „la leoparda“, die Leopardenfrau, Rosetta Leopardo, die tollkühn beschreibt, wie sie auf der Terrasse des „Drei Könige“ einem „Wiener Herrn, einem Wiener Zigarrenraucher“ begegnet, um mit ihm über Gummis zu sprechen. Derlei Journalismus gehört zu den marktwirtschaftlichen Höhepunkten einer sich ihrer Verantwortung dem Leser gegenüber bewussten Redaktion. Welcher Mist! Welche Basler Tragödie!

 
     
     
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