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Tagesarchiv für 24. November 2010

Blocher, Tettamanti und Wagner entzaubert

Mittwoch, den 24. November 2010 um 16:46

Nach seinem vorzeitigen Sturz als SVP-Bundesrat ist dies die zweite Entzauberung des ehrgeizigen Milliardärs und Spekulanten vom Zürisee. Dr. Christoph Blocher und sein Freund Tito Tettamanti müssen auf ihren Einfluss auf die „Basler Zeitung“ verzichten. Das grosse Basler Kapital mit Moritz Suter an der Spitze hat nach wochenlangen Protesten am Rheinknie „seine“ Zeitung wieder nach Hause geholt. Das ist eine Niederlage erster Klasse von Christoph Blocher, der erneut gescheitert ist, eine Tageszeitung seiner Couleur unter seine Kontrolle zu bringen. Auch Tito Tettamanti, 75, ist damit an seine Grenzen gestossen. Der hoch begabte Zwischenhändler hat als Kommunikator einer glaubwürdigen verlegerischen Lösung versagt. Jetzt wird sich zeigen, ob die Basler Elite wirklich in der Lage ist, eine Publikation von nationaler Bedeutung auf die Beine zu stellen. Chefredaktor Markus Somm ist ein begabter Journalist, der nur den einen Fall hat: Er ist zu sehr Blocher-gläubig.

Erwacht die „Handelszeitung“?

Mittwoch, den 24. November 2010 um 16:07

Seit Beat Balzli, erfolgreicher „Spiegel“-Reporter, die Chefredaktion der „Handelszeitung“ übernommen hat, das Schweizer Flaggschiff der deutschen Axel Springer-Gruppe, warten wir auf deren Erwachen, denn der Schweizer Markt gibt besseres Stories her, als sie in den anderen Medien geboten werden. Allmählich wird der Wandel spürbar. Erstmals lesen wir in der Schweiz, dass der CO2-Emissionshandel in vielem eine Täuschung ist, wird Kritik an den unternehmerischen Perspektiven von Nicolas G. Hayek geübt, wird erstmals bestätigt, dass Viktor Vekselberg mit Sulzer-Knowhow Russland industriell aufrüsten will und werden Fragezeichen zur Strategie des UBS-Konzerns grösser. Die beiden Meinungsseiten reissen noch nicht vom Stuhl hoch, aber die Vorstellung der jüngsten Blocher-Tochter Rahel schafft doch Klarheit darüber, dass sie wohl kaum die „Basler Zeitung“ hätte sanieren können. Obwohl in der jüngsten Ausgabe auf S. 31 versteckt, darf das Interview mit dem Präsidenten der chinesischen Kreditrating-Agentur Dagong als Sensation gelten, denn entweder hat Dagong recht mit der alternativ schlechten Bewertung (A+) der USA oder die drei US-Konkurrenten S&P, Moody’s und Fitch, die sich bei der Bewertung der „Gammelwürste“ (Dr. Konrad Hummler, Wegelin) schon grenzenlos blamiert haben. Balzli ist langsam gestartet, aber es geht vorwärts.

Ein Jahr nach der Null-Pandemie

Mittwoch, den 24. November 2010 um 14:39

Nichts hat dem Ruf des Bundesamtes für Gesundheit wohl mehr geschadet als die gewaltige Pandemie-Kampagne vor einem Jahr, der keine Pandemie folgen wollte. Bei einer Tagung des Business Continuity Institute in Bern, angeführt von VBS-Mitarbeiter Walter Jäggi, wurde deutlich, dass die WHO in Genf mit ihrer Warnung die Schweiz gar nicht in erster Linie gemeint hatte, sondern die über 20 Welt-Riesenstädte mit je über 20 Mio. Einwohnern. Dennoch war es nach Meinung der Business Continuity-Manager, darunter Albert Andrist von der Mobiliar Versicherung, Hans-Rudolf Castell, Leiter HR der Migros, und Dr. Stefan Müller, Leiter Schutz und Rettung in Zürich, eine gute Uebung. Immerhin wissen wir jetzt, dass sich 50 % der Bewohner der Schweiz nach dem Gang auf die Toilette nicht die Hände waschen. Aus Rationalisierungsgründen hat die Post auch das Reinigen der Telefonhörer eingestellt, einst eine wichtige Massnahme zur Sicherung vor Virenangriffen. Der Zürcher Nationalrat Ruedi Noser punktete als Unternehmer mit dem Hinweis, er habe seine Firma global mit Video vernetzt. Jeder seiner Mitarbeiter habe nun die Möglichkeit, von zuhause aus zu arbeiten. Folgt die ganze Schweiz Noser, so die Fachleute, würden die Netze zusammen brechen. Eine neue Pandemie ist derzeit nicht in Sicht. Millionen von Atemschutzmasken sind eingelagert. Man weiss nie. Das BAG arbeitet bis Sommer 2011 an einem neuen Pandemieplan. Ein neues Epidemiegesetz ist in Vorbereitung.

Wie die SRG die Schriftsteller fördert

Mittwoch, den 24. November 2010 um 14:39

Jeder Haushalt muss nun Radio- und TV-Gebühren bezahlen, ganz gleichgültig, ob er hört oder sieht. Der am 1. Januar 2011 beginnende neue SRG-Generaldirektor Roger de Weck weckt die schönsten Hoffnungen auf ein intelligentes Programm. Als eines der ersten Signale der neuen Programmreform wurde das Honorar für die Sendung „52 beste Bücher“ um mehr als die Hälfte gekürzt. Merke: Geist entsteht auch ohne Geld, Geld ist ein Faktor des Konsums.

Wie golden ist die Goldküste?

Mittwoch, den 24. November 2010 um 8:31

Küsnacht, Zollikon und Zumikon sind wegen ihres Reichtums legendäre Gemeinden nicht nur an der Zürcher Goldküste, sondern in der ganzen Schweiz. Wer dort wohnt, meint man, müsse wohlhabend oder sogar reich sein. Wie der Leiter des Betreibungsamtes, Georges Konic, uns wissen lässt, liegen gegen 13 % der Bevölkerung dieser Gemeinden Betreibungen vor. Das ist fast jeder Achte. Merke: Der Wohlstand wird brüchig.

Flughafen Zürich macht krank

Mittwoch, den 24. November 2010 um 8:31

Natürlich hat keine Schweizer Reedaktion bisher über die Studie von Matthias Egger von der Universität Bern berichtet, wonach Fluglärm der Gesundheit schadet. Egger kommt zum Schluss, dass Menschen, die einem Fluglärm von mehr als 60 Dezibel dauerhaft ausgesetzt sind, wie dies bei 14 000 Menschen der Fall ist, ein um 50 % höheres Risiko haben, einen Herzinfarkt zu erleiden als bei Menschen, die weniger als 45 Dezibel ausgesetzt sind.

 
     
     
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