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Tagesarchiv für 23. November 2010

„Basler Zeitung“ bestreikt sich selbst

Dienstag, den 23. November 2010 um 15:03

Das derzeit wichtigste Basler Ereignis ist der Kleinkrieg eines Teils der Basler Bevölkerung gegen ihre eigene Regionalzeitung, die „Basler Zeitung“. In der Zeitung selber findet diese Anti-Blocher-BaZ-Bewegung nicht statt, sodass man sagen kann: Die „Basler Zeitung“ bestreikt sich selbst. Genau dies ist das Problem einer dominierenden Tageszeitung. Wenn Verleger und Chefredaktor, in diesem Fall Markus Somm, beschliessen, ein Ereignis findet nicht statt, werden die Leser nichts davon erfahren. Gross ist die Gefahr für das Trio Tettamanti-Wagner-Blocher nicht. Die Redaktion wird sicher bald kuschen, denn wo gibt es neue Jobs im Journalismus? Die Aufregung der Bewegten wird an Kraft verlieren. Wem die neue BaZ nicht gefällt, soll die „Financial Times“ lesen, wo ohnehin Wichtigeres zu finden ist. Täglich.

Soll die Kirche beten und handeln

Dienstag, den 23. November 2010 um 15:02

Wer Walliser Bischof Norbert Brunner, auch Präsident der Schweizerischen Bischofskonferenz, hat in seinem Bistum die Gläubigen aufgerufen vermehrt zu beten, um dem Priestermangel Herr zu werden. Im Jahr 2025 würden im Jahr 2025 nur noch 12 Pfarrer zur Verfügung stehen, wenn es so weitergehe. Natürlich habe man auch ausländische Pfarrer, aber Einheimische zählen mehr. Soll die Kirche beten oder handeln? Beten ist immer zweckmässig, aber Handeln ist jetzt wichtiger. Die Schweizer Kapuziner haben mit ihren Inseraten gezeigt, wo man beginnen muss. Einen viel konsequenteren Weg geht allerdings Abt Martin Werlen vom Kloster Einsiedeln, der zusammen mit dem Glauben auch den Geist des Fortschritts hoch hält. Das alleinige Beten, der von Bischof Norbert Brunner befürchtete „Geist der Resignation“, werden die katholische Kirche nicht aus der Krise führen. Besser wäre es, die Kraft des Glaubens auch durch Taten spürbar werden zu lassen.

Aus Michael R. wird Moritz L. II

Dienstag, den 23. November 2010 um 15:02

Der einst grösste Schweizer Verleger, der die wichtigsten operativen Geschäfte längst in die Hände deutscher Mitarbeiter legen musste, um den Verlag zu sichern, hält Internet-Informationen für Schrott. Er steht damit im Gegensatz zu Rupert Murdoch wie Döpfner/Springer, welche die e-Medien erfolgreich anbieten. Michael Ringier macht bei seinen Reden Witzchen wie einst Moritz Leuenberger, woraus der Frust hervorgeht, den ein Verleger erleidet, der einst als „brillanter Journalist“ eingeführt wurde, um dann als Verkäufer von Klinkerkram zu enden. Ringier sucht Journalisten, die „Einzigartiges“ schreiben, vergisst aber, dass er viele von diesen verheizen liess.

Wir leben im Pumpkapitalismus

Dienstag, den 23. November 2010 um 11:13

Lord Dahrendorfs Wort vom „Pumpkapitalismus“, wo alles auf Schulden aufgebaut ist, ist Wirklichkeit geworden. Einst waren Kapitalisten Menschen, meist Männer, die Geld aus ihren Mitarbeitern pressten, um Investitionen und ihren eigenen privaten Konsum zu fördern. Der heutige Kapitalismus beruht auf einer grenzenlosen Schuldenwirtschaft, in welcher die Zahl der Not leidenden Menschen immer grösser wird. Seit gut 20 Jahren wurde mit dieser Schuldenwirtschaft ein falsches Wohlstandsniveau vorgespielt, das nun Zug um Zug einbricht, sich der Realität wieder anpasst. Die grosse Frage ist nur, wie viel Armut eine Gesellschaft hinnimmt, ehe sie zum Kampf für ihr Wohlstandsniveau auf die Strasse geht. Wir sind noch lange nicht am Ende der Geschichte angelangt.

Kein ägyptisches Wunder

Dienstag, den 23. November 2010 um 11:13

Der VR von Samih Sairis in seiner Altdorfer Holding ist mit Prominenten, wie Carolina Müller-Möhl, gut besetzt, aber der Verkauf von Häusern und Wohnungen in Andermatt zieht nicht richtig. Im Grundbuch von Andermatt ist noch kein Verkauf eingetragen. Nicht zu viele Russen will der clevere Aegypter, aber die Deutschen und Schweizer wollen auch nicht kommen. Das Verkaufsbüro neben der Zürcher Bahnhofstrasse ist meist leer. Wie werden eigentlich die seit zwei Jahren laufenden Architekturausgaben finanziert und budgetiert? Als realistischer Mensch sagt man sich, dass man andernorts in den Alpen in besserer Lage mehr Wohnraum für sein Geld erhält. Und die Konjunktur wird wohl kaum breit anziehen. Warten wir noch 12 Monate ab.

Ruedi Lais baut die Glatt-Stadt

Dienstag, den 23. November 2010 um 11:13

Das boomende Zürich treibt die gut verdienenden Singles in die sieben Gemeinden des Glatt-Tals. Dort baut SP-Kantonsrat Ruedi Lais seine Glatt-Stadt auf; mit der Glatttal-Bahn hat er einen ersten grossen Erfolg erzielt. Bald werden es 100 000 Einwohner sein, die heute in Bassersdorf, Kloten, Dübendorf, Dietlikon, Rümlang, Opfikon-Glattbrugg und Wallisellen leben.Lais, ein Systemingenieur, möchte „Zürich eine Schwesterstadt zur Seite stellen“, ganz wie es Winterthur auch ist. Sein Vorhaben macht Sinn, denn Gemeindefusionen sind angesagt. Heute hat die Schweiz 2 584 Gemeinden; vor 30 Jahren waren es noch 3000, bald werden es Hunderte weniger sein. Tatsächlich muss der Kanton Zürich über seine Strukturen nachdenken. Die Gemeinden auf dem Mutschellen wachsen wieder; auch im Zürcher wie im Aargauer Limmattal wachsen die Städte zusammen. Rund um den Zürisee ist kaum noch zu erkennen, wo die Grenzen zwischen den einst stolzen Seegemeinden verlaufen. An dessen Südende strahlt das stolze Rapperswil-Jona, gegenüber die Goldgräber- und Steueroptimierer-Gemeinden rund um Wollerau und Feusisberg. Die Glatt-Stadt hat alle Voraussetzungen, eine eigene Effizienz zu entwickeln.

 
     
     
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