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Tagesarchiv für 15. November 2010

Alfred N. Schindler will ins Ausland

Montag, den 15. November 2010 um 16:29

Ein wichtiger Schweizer Unternehmer, von dem man seit vierzig Jahren praktisch nie etwas hört, Alfred Schindler, hat sich zu Wort gemeldet. Er will ins Ausland ziehen, wenn die SP-Steuerinitiative angenommen wird. Alfred Schindler, das lernen wir daraus, meldet sich nur zu Wort, wenn es um seinen Geldbeutel geht. Die sehr Reichen haben Angst, aber keine Sorge, das Schweizer Volk wird die Steuerinitiative ablehnen, denn bei uns fühlt sich jeder reich, der CHF 50 000 auf dem Konto hat. Innerschweizer Milliardäre müssen deshalb keinen Amok laufen. Alfred N. Schindler ist kein Abzocker. Von seinen CHF 7 Mio. Jahreseinkommen spendet er eine Million für gute Zwecke. Wozu die Angst?

„Basler Zeitung in Blochers Hand“

Montag, den 15. November 2010 um 16:28

Es dauerte nur wenige Monate bis die erneuerte „Basler Zeitung“ ihrem eigentlichen Mentor Dr.Christoph Blocher erstmals ein Podium bot. So geschehen im Kulturteil der BaZ, wo Christoph Blocher „den abgeschotteten Sonderfall Schweiz“ zum Vorbild der EU erklärt. Unter Blocher-Freund Markus Somm als Chefredaktor der BaZ ist diese zum festen Inventar der SVP geworden, ganz wie die „Weltwoche“ auch. In Zürich wollen die Gerüchte nicht nachlassen, dass SVP-Finanzchef Walter Frey, einer der reichsten Unternehmer der Schweiz, auch die „Zürichsee Zeitungen“ kaufen wollte, die Grossfamilie Gut aber die Flucht in die Arme von Tamedia vorzog. Die SVP will die Herbstwahlen 2011 unter allen Umständen gewinnen; der mediale Einfluss muss daher gestärkt werden. Merke: Was die Basler von ihrem BaZ-Kulturteil halten, spielt gar keine Rolle. Das internationale A-Basel liest keine BaZ, die verbleibenden B-Basler Demokraten sind untereinander zerstritten.

Warnung vor Singapur

Montag, den 15. November 2010 um 16:28

Unsere grossen Schweizer Industriellen, Alfred Schindler, Peter Spuhler und Thomas Schmidheiny an der Spitze, haben deutlich gemacht, sie würden die Schweiz verlassen, wenn die Reichtumssteuern der SP zum Erfolg kämen. Das würde die SVP, der die Herren aus nationalem Stolz zuneigen, schweren Schaden zufügen. Nur, wohin? Nach Haiti werden diese Vorbildschweizer wohl nie zügeln, obwohl dort die Reichen keinerlei Steuern bezahlen; der Zustand des Landes trägt diesem Rechnung. Nach Florida? Wer wohnt schon gerne in einem Land, wo Krokodile über die Golfplätze laufen und ganze Wohlstandssiedlungen verrotten? Singapur, ja, das wird es sein. Aber aufgepasst: In der Nachbarschaft tobt der Vulkan Merapi seit Wochen. Er ist nur der Meldeläufer des Vulkans Toba, der zuletzt vor 75 000 Jahren die Erde verdunkelte, das spätere Singapur ganz besonders. Die meisten Schweizer Unternehmer wollen dennoch in der Schweiz bleiben, denn mit einem Ausbruch des Matterhorns ist nicht zu rechnen. Sollte der Tabu auf sich warten lassen, denn Alfred Schindler und Thomas Schmidheiny sind nicht mehr die Jüngsten, melden die Geologen, schon in 20 Jahren könnte Singapur unter Wasser stehen, weil die Arktis schneller als erwartet schmilzt. Der Thurgau und Hurden im Zürisee sind derlei Risiken nicht ausgesetzt.

Die „Neue Zürcher Zeitung“, Prawda der A-Schweiz, lässt dazu verlauten „Wenn die Schweiz nur noch Durchschnitt ist“, die Gemeinde Wollerau liege nur auf Platz 8 der günstigsten Standorte für Spitzenverdiener, Zug auf Platz 9 und Schwyz auf dem jämmerlichen Platz 10. Günstiger sei es für Spitzenverdiener in Bulgarien (welcher Traumort!), in Russland (Sibirien lässt grüssen), Hongkong (etwas eng), Litauen (Gott behüte), Tschechien (nur für Liebhaber lebhafter Frauen), Guernsey (wie lange noch?) und Singapur (siehe oben). Die NZZ bestätigt, es sei „eine andere Welt ganz oben“, wo man dreistellige Millionenvermögen besitze, und fügt hinzu: „In aller Regel werden die Einkommen daraus weder in der Schweiz noch im Ausland zu den offiziellen Spitzensätzen versteuert.“ Merke: Nur Dumme zahlen Steuern.

Trenitalia braucht den Gottardo

Montag, den 15. November 2010 um 16:28

Bekanntlich haben die Italiener bisher wenig getan, dass unsere komfortablen Bahntunnels am Lötschberg und im Gotthard die entsprechend guten Anschlüsse in Italien zur Verfügung haben. Das hindert Trenitalia nicht, jetzt massiv in Deutschland zukaufen zu wollen. Die DB und die ÖB haben am Brenner einen deutlichen Vorsprung mit täglich bis zu fünf Nord-Süd-Verbindungen heraus gefahren. Steigt Trenitalia in den deutschen Personen- und Cargoverkehr ein, werden unsere Schweizer Alpentunnels bald ausgelastet und die Anschlüsse im Süden hergestellt sein. Während wir im grenzüberschreitenden europäischen Strassenverkehr eher ein Hindernis sind, werden unsere Flughäfen Zürich, Basel und Genf, das ist mindestens die Absicht, zügig ausgebaut. Der Druck auf unsere Schienenleistung wird rasch zunehmen.

3. April und 23 Oktober 2011: Schicksalstage

Montag, den 15. November 2010 um 8:46

Das Schicksal der einst revolutionären Freisinnigen Partei entscheidet sich im kommenden Jahr. Im Kanton Zürich, einst der Kompetenzkanton des Freisinns, finden die kantonalen Wahlen im April, die nationalen Wahlen im Oktober statt. Den Zürcher Freisinn zieht es deshalb an den südlichen Stadtrand in den Papiersaal, um abseits des Zentrums den Wahlkampfauftakt festlich zu begehen, allerdings nicht weit entfernt vom Albisgütli, wo die SVP seit Jahren eine Bastion aufgebaut hat.

Um Missverständnisse zu vermeiden, machen die Zürcher Freisinnigen in der Einladung deutlich, dass sie mit 17,7 % der Stimmen national auf Platz 3 liegen, die SP (19,5 %) und die SVP (29 %) gilt es einzuholen. Filippo Leutenegger, seit Jahren als Chefmoderator der Partei dienend, wird die richtige Stimmung in den Saal bringen. Ein „special guest“ ist angekündigt, kann aber noch nicht benannt werden.

Dieser könnte Fulvio Pelli, Parteipräsident, heissen. Der smarte Tessiner, dessen Sieger-Dauerpose ausgeprägter ist als die Zahl effektiver Erfolge, arbeitet immer noch an der Wahlkampfstrategie 2011. Er hatte schon einmal eine, gab sie aber in die erste Überarbeitung, weil die Konkurrenzparteien das FDP-Konzept aus dem Tritt brachten. Pelli, gefragt, würde sagen: „Das sind flexible Anpassungen, die an der Struktur nichts ändern.“ Sei’s drum, das Rennen um den Sieg hat begonnen. 91 % der Leser des „Freisinns“ finden ihre Partei „ohnehin gut“.

Der deutsche Verkehrsminister zieht Bilanz….

Montag, den 15. November 2010 um 8:46

…allerdings ohne die Schweiz und die Verkehrsprobleme rund um den Flughafen Zürich zu erwähnen, ohne einen Hinweis darauf, dass die Schweiz via Gottardo und Lötschberg die Zufahrten in den Süden gesichert hat. Für Peter Ramsauer sind die Probleme im Süden Deutschlands völlig unbedeutend. Wir haben dafür gesorgt, dass sie nicht bedeutender sind.

Der vierte amerikanische Krieg

Montag, den 15. November 2010 um 8:46

David Broder von der „Washington Post“ sagte es ganz offen: „Ein Krieg im Iran würde unserer Wirtschaft Auftrieb geben.“ Die amerikanischen Konservativen, verbündet mit „Oel, Waffen und Wall Street“ schliessen einen Krieg im Iran nicht aus. John McCain und Lindsay Graham, die beiden alten Kriegsgurgeln, blasen auf Angriff. Es wäre der vierte amerikanische Krieg in vierzig Jahren. Drei gingen bereits verloren: Vietnam, Irak und Afghanistan. Welchen Grund für einen Überfall auf den Iran, der von der israelischen Rechten schon seit langem befürwortet wird, liesse sich heuer finden? Gilt es den Westen zu retten, wie in Vietnam, gilt es Babies zu retten, die in Brutkästen angegriffen werden, wie im ersten Irak-Krieg, gilt es die Welt vor dem Einsatz von Massenvernichtungswaffen zu retten, wie im zweiten Irak-Krieg oder müssen erneut die Frauen vom Tschador befreit werden, wie im Afghanistankrieg? Ich bin sicher, Washington wird einen guten Grund finden.

 
     
     
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