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Tagesarchiv für 12. November 2010

Hinrichtung von Guy Morin, BS

Freitag, den 12. November 2010 um 16:57

Einen „Regierungspräsidenten im Blindflug“ nennt Hans-Peter Platz, alt Chefredaktor der „Basler Zeitung“, den amtierenden Basler Stapi. Guy Morin habe seit seinem Amtsantritt in Basel nichts von irgendeiner Relevanz gezeigt. Im Gegensatz zu den Baslern, schonen die Zürcher Medien Corine Mauch noch. Die Zürcher Stadtpräsidentin hat ein Profil deshalb erhalten, weil sie laufend ihre Redemanuskripte vergisst. Weitere bemerkenswerte Taten sind auch in Zürich von ihr nicht bekannt.

Extreme Parteipräsidenten

Freitag, den 12. November 2010 um 16:56

Cédric Wermuth, schon äusserlich einem wiederkehrenden Bakunin gleichend, will die Schweiz innert einer Generation zum Sozialismus führen. Er will sie gleichzeitig auch in die EU führen, die dem Sozialismus abgeschworen hat und sich vielmehr der Förderung wohlhabender europäischer Adliger sowie der Industrie widmet. Der SP-Chef beweist, dass das verwirrte (Partei-)Volk bereit ist, jedermann zu bejubeln, der auch nur den Hauch eines Führungsanspruchs verkörpert. Noch verrückter ist die Lage bei der FDP Schweiz, wo FDP-Präsident Fulvio Pelli mit Macht den Eindruck aufrecht erhalten will, er führen die Partei. Pelli, ein trick- und fintenreicher „avvocato“, verliert sich in seinen politischen Gespinsten. Auf Interviewfragen (BaZ vom 9.11.10) antwortet er gleich dreimal hintereinander:

– „Warum fragen Sie?“
– „Ihre Frage ist etwas merkwürdig.“
– „Ich verstehe nicht, warum Sie diese Frage stellen.“

Weshalb sich Journalisten derlei „Antworten“ gefallen lassen, ist mir rätselhaft. Rätselhaft bleibt auch, ob Pelli nach fünf Jahren erfolgloser Parteiführung nun in zehn Monaten, vor den Herbstwahlen 2011, die Wende schafft. Ich kenne jedenfalls niemand, der dies glaubt.

Bern Bümpliz – Terra incognita

Freitag, den 12. November 2010 um 11:32

„Die Stadt Bern ist eine der schönsten Europas. Aber ihre Vorstädte stehen den Banlieus von Paris um nichts nach. Nicht umsonst hat Edita Abdieski, Gewinnerin der Casting-Show X-Factor, im deutschen Fernsehen erklärt, sie sei in einer „Scheissgegend“ aufgewachsen. Gemeint ist Bern-Bümpliz.“
Das aktuelle Beispiel auf Bernerzeitung.ch zeigt: Es steht nicht nur um Sprachkompetenz der Schweizer Journalisten schlecht, sondern auch um deren Europakentnisse – von anderen ganz zu schweigen. Bümpliz, das ich als ehemaliger Berner gut kenne, ist in keinster Weise mit den Pariser Banlieus zu vergleichen. Der Berner Vorort ist sicher, weist ein intaktes Quartierleben auf und eine gute Durchmischung. Der Vergleich der Redaktorin hinkt gewaltig.

Philippe Welti

Der Anarcho im „Tagi“-Chef

Freitag, den 12. November 2010 um 10:57

Res Strehle, einst „WOZ“-Begründer und heute „Tagi“-Chefredaktor, hat ein neues Steckenpferd: Es heisst Bernard Rappaz und spielt mir der Walliser Justiz Katz und Maus. Zum x-ten Male im Hungerstreik, will Strehle den Walliser Anarcho, der sich um die Gesetze und den Staat foutiert, vor dem Hungertod und drohender Zwangsernährung retten. Weshalb die grosse Anteilnahme des Chefredakors, der heute sonst nur sehr selten in die Tasten greift? Ich vermute mal, in Strehle selbst schlummert auch ein Anarcho – einmal ein autonomer AJZ-Anhänger, immer ein Justiz- und Polizeigegner. Der in der Wolle gewaschene Linke, kann nicht aus seiner Haut schlüpfen.

Philippe Welti

Auf und ab bei Sommaruga-Hartmanns

Freitag, den 12. November 2010 um 10:54

Während Neu-Bundesrätin Simonetta-Sommaruga, wie es ihre Art ist, anständig-vorsichtig gestartet ist, befindet sich Schriftsteller-Ehemann Lukas Hartmann eher im Tief. Die renommierte Dorothea Dieckmann nennt ihn aufgrund seines neuen Buches „Finsteres Glück in der FAZ einen gewieften Unterhaltungsprofi mit guten Absichten“. Sie wirft auch einen Blick in seine literarische Vergangenheit, die sie mit den Worten kommentiert: „Sein Schreiben ist konventionelle Unterhaltung der gesunden Sorte, Seelenfutter mit moralischen Aufbaustoffen, garniert mit Zeit- und Milieukolorit.“ Eigentlich so habe ich mir das Beisammensein unserer neuen Vorzeigefamilie stets vorgestellt. Nehmen wir einmal an, Blaise Cendrars wäre verheiratet gewesen und seine Frau Bundesrätin. Die Welt hätte nach Bern geblickt.

Tanz auf dem Krisenvulkan

Freitag, den 12. November 2010 um 10:46

Die USA müssten längst und für die Dauer von 5 Jahren eine Inflationsrate von über 10 Prozent haben, nimmt man die Notenbank-Geldmenge zum Ausgangspunkt. In den meisten EU-Staaten ist die Lage kein Deut besser, manchmal sogar schlechter als in den USA. Die Bankgurus in der Schweiz meinen, erst in drei Jahren werde die Inflation in GB und den USA explodieren, gelinge es den Notenbanken nicht, das Geld rasch wieder zu verbrennen. Ebenso werden „double dip“ und eine ernsthafte Weltrezession ausgeschlossen. Das bedeutet, dass unser Tanz auf dem Krisenvulkan weiter gehen wird; gelegentliche Verluste sind unvermeidlich.

Alarm in der Lebensmittel-Industrie

Freitag, den 12. November 2010 um 10:35

Die zunehmend massiveren Angriffe in ausländischen Medien gegen die Leistungen der Lebensmittel-Industrie haben Folgen. Die Vereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie, wo auch Nestlé eine bedeutende Rolle spielt, will bis zu zwei Millionen Euro ausgeben, um die umstrittenen Produktionsprozesse zu verdeutlichen. Beigezogen wurde eine Werbeagentur, denn der notleidenen Werbebranche lässt sich leichter diktieren, welche Botschaften zu vermitteln sind. Der Einsatz in den Werbekanälen wird immer erst dann fregegeben, wenn der Kunde, der Zahler, mit dem Inhalt der Botschaft einverstanden ist. Viel schwieriger als mit Werbern ist der Umgang mit qualifizierten PR-Beratern. Diese komminizieren nicht nur vorgegebene Inhalte, sondern wirken auch auf den Klienten ein, sein Verhalten zu optimieren. Dafür haben die Nahrungsmittelkonzerne im allgemeinen kein Musikgehör.

Weltfinanz-Elite ohne Schweizer

Freitag, den 12. November 2010 um 8:43

Wenn sich vom 15-19. November in Frankfurt die Weltfinanzelite trifft, um vorzutragen, was sie sich vom G20-Gipfel erhofft, der drei Tage früher in Seoul stattgefunden hat, wird unter den 42 Referenten kein Sprecher einer Schweizer Institution zu finden sein: kein Bankier, kein Vertreter der Nationalbank, kein Bundesrat. Zwei Schweizer in fremden Diensten haben im Alleingang auf diesen Gipfel geschafft: Josef Ackermann, CEO der Deutschen Bank, und Beatrice Weder di Mauro, von Gerhard Schröder einst eingesetzte Fachfrau für Wirtschaftliches in Deutschland. Haben wir intellektuell nichts mehr zu bieten, das die Weltelite interessiert?

Arm durch Banken, wie weiter?

Freitag, den 12. November 2010 um 8:43

Die gut 300 00 Einwohner Islands erleben bereits, was es bedeute, durch seine eigenen Banken ruiniert zu werden. An der Stelle von Champagner wird wieder Bier getrunken, die Frauen stricken wieder dicke Socken und die berühmten Island-Pullover. Es werden mehr Innereien gegessen als Frischfleisch. Die Isländer werden eine Generation brauchen, um ihre Schulden abzubauen.

 
     
     
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