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Tagesarchiv für 10. November 2010

Berner Beamte leeren die Staatskasse

Mittwoch, den 10. November 2010 um 14:18

Es sind ausgerechnet die obersten Beamten des Kantons Bern, die einen Raubzug auf die Staatskasse angezettelt haben. Sie haben im Schnitt neun Wochen Überzeit, die sie natürlich nicht abarbeiten können. Deshalb musste der Kanton Bern eine Rückstellung von CHF 172 Mio. machen, da sicher kein einziger Beamter seinem notleidenden Kanton eine Stunde schenken wird. Wie kontrolliert eigentlich ein Berner die Überstunden seines Chefs? Nach dem bernischen Motto „Nume nüt gschprengt“ sind diese echten Kontrollen kaum machbar. Es gibt einen Trost: Die fleissigen Kantone der Schweiz senden jedes Jahr CHF 900 Mio. nach Bern, um den Beamten dort über die Runden zu helfen. Es ist ein Skandal, ein Selbstbedienungs-Skandal.

Fördert die weitblickenden Wahnsinnigen

Mittwoch, den 10. November 2010 um 14:18

Henri Dunant war ein Wahnsinniger, aber die Schweiz wäre nicht die Schweiz von heute geworden ohne sein Werk, das Internationale Rote Kreuz. Dunant starb im Armenspittel, das Establishment dankt ihm mit Denkmalen. Antoni Gaudi hat vor 128 Jahren damit begonnen, in Barcelona die „Sagrada Familia“ zu bauen, wurde für verrückt erklärt, verarmte total und wurde vom einem Tram zu Tode gefahren. Heute ist seine Kathedrale eines der wichtigsten Gebäude in Europa. Merke: Die „Normalos“ leisten eigentlich nichts, ausser die Gesellschaft, meist zum Vorteil Dritter, am Laufen zu halten. Achten wir auf die Besonderen.

Schweizer Reisebüros viel zu teuer

Mittwoch, den 10. November 2010 um 9:49

Selbst als ehemaliger Touristiker ärgere ich mich immer wieder, dass wir Schweizer von unseren Reiseveranstaltern so unsauber zur Kasse geboten werden. Wir Schweizer zahlen definitiv zu viel, was ich schon vor 20 Jahren in einem bekannten Schweizer Reisebüro erfahren habe. Buche ich z. B. einen Flug mit Air Berlin von Zürich nach Hamburg ist er mindestens 20 % teurer, als wenn ich dieselbe Strecke von Hamburg aus buche. Das Kreuzfahrtgeschäft Schweiz ist ein besonders krasser Fall. Schweizer werden hier abgezockt. Ich rate allen Kreuzfahrtfreunden, ihre Reise in Deutschland oder den USA zu buchen. Ein weiteres Beispiel: letztes Jahr flog ich 10 Tage zum Sporturlaub nach Ägypten. Der Schweizer Reiseveranstalter verlangte CHF 2000.–. Dann habe ich über ein Büro in Deutschland gebucht und habe für das identische Angebot mit Abflug Zürich CHF 1200.– bezahlt. Wenn das nicht Abzocke ist, dann weiss ich auch nicht weiter.

Fidel Stöhlker

Was Politiker vermeiden sollten

Mittwoch, den 10. November 2010 um 9:24

Dies zeigt das jüngste Beispiel des deutschen Finanzministers Wolfgang Schäuble. Er stellte seinen Sprecher Michael Offer bundesweit vor laufender Kamera bloss. (http://www.youtube.com/watch?v=7bcUzwYeXUk) Offer war nicht genügend vorbereitet und reagierte etwas hilflos aber gefasst. Schäuble verliess sichtlich genervt die Pressekonferenz. Schäuble ist bundesweit bekannt für seine überhebliche und aufbrausende Art. Doch jetzt hat er den Bogen überspannt. Offer gibt seinen Rücktritt bekannt, weil er seinem Chef nicht mehr trauen könne, wird damit zum Star im Netz und Schäuble ist der Buhmann der Nation.

In solch kritischen Situationen sollte ein hochrangiger Politiker Haltung bewahren und die Situation mit Charme und konkreten Anweisungen retten. Er hätte damit gezeigt, dass er nicht nur Politiker, sondern auch Mensch ist. Es sollte nicht sein, dass ein Politiker dieser Grösse durch die Medien zur Entschuldigung gezwungen wird. Hier wird wieder einmal klar, wieviel Macht die Medien besitzen und wie sich Politiker dieser Macht fast ausnahmslos fügen.

Fidel Stöhlker

Schweiz ist schönstes Multikulti-Land

Mittwoch, den 10. November 2010 um 8:23

Die Deutschen mögen dem Multikultismus abschwören; wir Schweizer haben keinen Grund dazu. Die Schweiz des frühen 21. Jahrhunderts wird immer bunter. Der CEO unserer zweitgrössten, aber erfolgreichsten Grossbank, der CS Group, lebt als Wochenaufenthalter am Zürisee; früher undenkbar. Ein russischer Milliardär aus Zug mit Industriebesitz in Winterthur zwingt die Justizbehörden in die Knie, dies mit freundlicher Unterstützung von Vladimir Putin himself. Ein der reichsten Ägypter verspricht ein Urner Bergtal zu sanieren, hat aber das dazu gehörige Land gratis erhalten und darf mit Ausnahmeregeln des Bundes seine Immobilien auch an Ausländer verkaufen. Ein russischer Milliardär, der in Luzern ein Hotelschloss besitzt, wird mit einer Razzia seines eigenen Landes unter Kontrolle genommen. Aryzta, Nestlé und die beiden Grossbanken gelten jetzt nicht mehr als schweizerisch kontrollierte Firmen, sondern als Auslandfirmen mit Sitz in der Schweiz. Aryzta-Backwaren will seine GV in Toronto durchführen; als Kleinaktionär spare ich mir die Reise. Merke: Der Bundesrat sollte demnächst einem Auslandrat unterstellt werden, damit er noch versteht, was in „seinem“ Land geschieht.

Networking ist nicht Networking

Mittwoch, den 10. November 2010 um 8:16

Weil allerseits die Kunst des Networkings zu den besten gezählt wird, mag hier angefügt werden, dass Networking auch eine zweite Seite hat, nämlich diejenige des einen Gegner Umspinnens, sodass er, unbeweglich geworden, zur Beute wird. Derlei Networking ist bedeutend wichtiger als jenes der vielen Parties, wo man bei Häppchen beieinander steht, um sich Gefälligkeiten zu erweisen.

Die Profis der Nächstenliebe sind unterwegs

Mittwoch, den 10. November 2010 um 8:16

Zähle ich Caritas und alle lokalen Frauen- wie Männergesangsvereine hinzu, die „Glückskette“ und die endlose Zahl aller Vereine, die jetzt um Geld betteln, müssen in unserem Land Hunderttausende als Profis der Nächstenliebe unterwegs sein. Jeder bessere Unternehmer und Spitzenmanager, von Stefan Schmidheiny bis Peter Wuffli, hat mindestens eine, besser aber mehrere Stiftungen aufgelegt. In der Folge kann ich mich täglich entscheiden, ob ich ein Dorf in Kamerun, eine Wasserstelle in Westindien oder eine Favela in Sao Paulo ganz individuell und spesenfrei unterstützen möchte. Ich gebe zu, ich bin überfordert. Eine Messlatte habe ich für den Entscheid: Sind es Profis, die selber damit grosse Saläre verdienen, ruft der Papierkorb. Nächstenliebe ist nur Nächstenliebe, wenn sie gratis erfolgt.

Zu den Profis zähle ich die gestürzte deutsche Theologin Margot Kässmann, die ob ihres feuchtfröhlichen Lebenswandels nun in den USA unterrichten muss. Soeben erreicht mich ihr Angebot (mit grossem Kässman-Foto auf der Titelseite), ihren Türchen-Kalender zu kaufen (Euro 8,90), worauf sie mir im Advent Martin Luther erklärt. Danke, ich kann auf dieses Marketing verzichten.

 
     
     
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