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Tagesarchiv für 8. November 2010

SwissLife holt Geld von Rentnern

Montag, den 8. November 2010 um 13:35

Über 40 Jahre war ich Kunde der Schweizerischen Rentenanstalt, die sich im Rahmen der Globalisierung seit einigen Jahren SwissLife nennt. Die alte Rentenanstalt war stolz darauf, nie die Renten gekürzt zu haben; die neue SwissLife tut dies jetzt, d.h. minus elf Prozent für die Bezüger einer Leibrente.

Natürlich werden nur die frei verhandelbaren Überschüsse gekürzt, aber wie die Mitarbeiter auf den Dreizehnten warten, tun dies die Rentner auf die Überschussleistungen. Die SwissLife ist in den letzten Jahren einen abenteuerlichen Kurs gefahren. Der Kauf der deutschen AWD-Gruppe ist zu einem deutlich überhöhten Preis erfolgt. Carsten Maschmeyer, heute grösster Einzelaktionär von SwissLife, wohl einer der besten Verkäufer Europas, wird auf Dividende drängen. 25 000 Rentner bezahlen die Rechnung mit Konsumverzicht.

Die Vögeli-Tragödie

Montag, den 8. November 2010 um 13:35

Er ebnete Viktor Wekselberg den Weg zur Übernahme von Oerlikon wie Sulzer. Wekselberg kam mit gut CHF 3 Mio. günstig davon, was für ihn ein Taschengeld ist. Hans Vögeli, einst sehr militärisch auftretender CEO der Zürcher Kantonalbank, wollte in diesem Zusammenhang einen kleinen Insider-Schnitt machen, weshalb er, nun gerichtlich bestätigt, nach der Kündigung durch die Bank, auf Millionen verzichten muss, die er sich an Pensionskassen-Geldern erhoffte. Er lebt seither im romantischen US-Bundesstaat Nevada. Wie klein die Welt geworden ist, sieht man an derart „Züglete“. Vor 40 Jahren genügte es, einen gescheiterten Bankier nach Genf zu delegieren, weil Genf von Basel und Zürich noch weit entfernt war. Später zog man es vor, solche Fälle nach Asien zu senden, wo Bangkok, Hongkong und Singapur Anonymität boten. Viele gingen auch in die USA, weil diese die Strafverfolgung amerikanischer Bürger stets verhinderte. Hans Vögeli, der stets ehrgeiziger war als der Durchschnitt nd darob mancherlei Tragödie auslöste, lebt nun in einem US-Bundesstaat, welcher der Schweiz mindestens sehr ähnlich ist.

Neue „Berner Zeitung“ federleicht

Montag, den 8. November 2010 um 13:34

Ein Genuss ist es, die neu gestaltete „Berner Zeitung“ aus dem Haus Tamedia in die Hand zu nehmen. Wunderbar leicht, federleicht, und elegant gestaltet fliegt dem Leser der Text entgegen. Die Seitengestaltung mit vielen Farbfotos ist sehr angenehm. Eigentlich wollte ich die „BZ“ abbestellen, weil wir ohnehin den „Bund“ lesen, aber jetzt gibt es eine Probezeit, ob auch der Inhalt Bestand hat.

Konjunktur für Jammerbranchen

Montag, den 8. November 2010 um 9:23

Die lauteste und politisch erfolgreichste Jammerbranche sind die Schweizer Landwirte. Der Schweizer Konsument zahlt jedes Jahr Milliarden zu viel an Landwirte, die als staatliche Halbpensionäre stets nach Geld rufen, sei es nach dem Wasser, nach dem Hagel oder nach der Hitze. Es folgen die Schweizer Wirte und Hoteliers, die grundsätzlich immer schwarz sehen, um ihre Vorzugs-Mehrwertsteuer nicht zu gefährden. Zur drittwichtigsten Jammerbranche hat sich der Schweizer Tourismus entwickelt. Obwohl es dem Schweizer Tourismus seit fünf Jahren gut bis sehr gut geht, wird stets der teure Schweizerfranken an die Wand gemalt für Rückgänge anstelle eigenen Marktversagens. Da ich laufend in Schweizer Vier- und Fünfstern-Hotels übernachte, kann ich ein Lied davon singen, wie schwach der Service auch vieler Spitzenhäuser ist. Der Begriff der Kundenpflege ist ein Gerücht, denn kaum hat man die Rechnung bezahlt, ist der nächste Gast der wichtigste Gast, der im Mittelpunkt steht. Jammern gehört einfach zum Geschäft.

Wie gefährlich sind Briefbomben?

Montag, den 8. November 2010 um 9:23

Der von mir hoch geschätzte Terror-Experte (grossartig, diese neuen Berufe!) Prof. Dr. Albert A. Stahel von der Uni Zürich sagt: „Briefbomben sind die einfachste Art, Angst und Schrecken zu verbreiten.“ Ich kann seine Auffassung nicht teilen, denn eine einfache Behauptung in der Rede eines Politikers ist noch viel mehr geeignet, Angst und Schrecken zu verbreiten. Ein Beispiel: Ist die israelische Regierung das gefährlichste Terrorregime im Mittleren Osten oder der Iran? Behauptungen sind viel gefährlicher als Briefbomben, isn’t it?

 
     
     
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