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Tagesarchiv für 2. November 2010

Wie risikofähig ist die UBS?

Dienstag, den 2. November 2010 um 15:50

Oswald J. Grübel, CEO des UBS-Konzerns, will wieder mehr Risiken eingehen. Ausser ihm und seinen bonisüchtigen Investment Bankers glaubt niemand, dass dies eine gute Sache ist, weil dann der Schweizer Steuerzahler wieder die Risiken für die Bank tragen muss. Wie risikofähig ist der UBS-Konzern überhaupt noch? In Deutschland ziehen die Kunden weiterhin Geld von der Bank ab; in der Schweiz wird sich der Trend nicht in dem Masse gekehrt haben, wie die UBS dies erhofft hat. Ob die Bank in den USA, wo sie über 4000 Kunden „verraten“ hat, in nennenswertem Masse neue Kunden gewinnt, darf bezweifelt werden. Bleibt Asien, vielleicht Lateinamerika und Afrika, wo die alte Bankgesellschaft einmal gross im Geschäft war. Die UBS ist heute eine eher mittelgrosse Bank, nimmt man den globalen Massstab. Kleine können nicht hoch springen, heisst eine alte Redensart. Springen sie dennoch über das ihnen gesetzte Mass hinaus, ist das Risiko von Verletzungen sehr gross. Ob für die UBS eine Milliarde mehr oder weniger immer noch „im Bereich der Tagesschwankungen“ liegt, wie Altbanker Lukas Mühlemann es einmal auszudrücken pflegte, ist ungewiss. Eines ist sicher: Erhöht die UBS ihre Risiken nicht, ist der auf fünf Jahre angelegte Optionsplan für die „happy few“ der Bank nicht viel wert. Das ist es, was zählt.

EU-Beitritt kostet Radko Mladic den Kopf

Dienstag, den 2. November 2010 um 15:50

Kronzeugin Carla del Ponte sagte es im „Sonntag“: „Serbien beginnt das Verfahren, welches zum EU-Beitritt führen soll.“ Das sei ein starkes Motiv für die Serben, die zwei noch flüchtigen Angeklagten Ratko Mladic und Goran Hadzic zu verhaften. Wir erinnern uns: Slobodan Milosevic, der dann in der Haager Zelle starb, wurde gegen eine hohen Millionenbetrag an das Haager Tribunal ausgeliefert. „Süss ist es, für das Vaterland zu sterben“, hiess es noch vor 80 Jahren. Heute geht es um Cash.

BaZ lob „Ausdruck einer reifen Demokratie“

Dienstag, den 2. November 2010 um 15:50

Dr. Tito Tettamanti und Dr. Christoph Blocher können beide mit ihrem Chefredaktoren-Zögling Markus Somm zufrieden sein. Er schreibt er in der „Basler Zeitung“, die darob bald ein Weltblatt sein wird: „Die Tea Party ist Ausdruck einer reifen Demokratie.“ Somm lästert gegen den Harvard-Absolventen Barack Obama, der das Volk nicht verstehe. Zu offensichtlich ist der Vergleich der „Tea Party“-Leute mit denen der Schweizerischen Volkspartei. Beide lehnen sich gegen Eliten auf, die das Volk in die Irre führen, meint BaZ-Chefredaktor Somm. Die Basler wissen jetzt, woher der Wind weht.

Unglaublich, NZZ attackiert Tamedia-Verleger frontal

Dienstag, den 2. November 2010 um 14:41

Was bis gestern als Verstoss gegen die guten Sitten gegolten hat, ist heute eingetroffen: NZZ-Redaktor Rainer Stadler, zuständig für Medien, attackiert Pietro Supino, den Präsidenten der Tamedia-Gruppe, frontal. Stadler beschuldigt Supino in einem seitenfüllenden Artikel in der NZZ, eine Studie seines Freundes Prof. Kurt Imhof verteidigend, der Schönfärberei. Seine Kernaussage: Redaktionelle Qualität sei mit konsequentem Stellenabbau nicht aufrecht zu erhalten. Die PR-Branche gewinne auf zwei Wegen mehr Einfluss auf die Redaktionen: Durch die Belieferung mit Informationsmaterial und die Abwerbung erfahrener Journalisten. Tamedia wird jetzt um eine wohl überlegte Stellungnahme nicht herumkommen; es gilt das Gesicht des VR-Präsidenten zu wahren. Wer in der NZZ-Redaktion den Angriff gegen das benachbarte Verlegerhaus gebilligt hat, ist eine andere Frage.

Kreative Geistliche im Abseits

Dienstag, den 2. November 2010 um 11:14

Die Kirchenbänke der beiden christlichen Staatskirchen werden leerer und leerer; übrig bleiben alte Christen von meist über 65 Jahren, manchmal von den Hierarchen auch Gewohnheitschristen genannt.
Ohne überzeugende Geistliche, die sich an der Front des Glaubens bewähren müssen, haben die Kirchen keine Zukunft. Drei Beispiele machen aber deutlich, wie überdurchschnittlich aktive Pfarrer und Prediger von den Kirchenbehörden ins Abseits gestellt werden:

1. In der reichen Berner Gemeinde Köniz predigt der reformierte 60jährige Pfarrer André Urwyler, der das Evangelium „eindeutig“ über die Behörden stellt. Der kreative Geist ist in der Gemeinde höchst beliebt, aber der Kirchgemeinderat will ihn los werden, weil er sich als vorgesetzte Dienststelle sieht, die den Pfarrer kontrolliert. Urwyler ist gebildet und höchst sensibel; sein schlimmster Fehler: Er denkt selbständig.

2. Gleiches gilt für den Basellandschäftler Prof. Dr. Imbach, einen hoch gebildeten Theologen, dessen Predigten die Zuhörer vor Begeisterung fast aus den Bänken reissen. Er ist in der Bibel ebenso zuhause wie in seiner Küche, die der Fachautor von Kochbüchern als Labor benutzt. Imbach, Autor auch von historisch-religiösen Büchern, wird gerade wegen seiner Kenntnisse, seiner brillanten Rhetorik, die jeden Bischof neidisch machen kann, von der Hierarchie geschnitten. Sie sieht nicht, was er für die Glaubensverkündigung wert ist.

3. Von der Kirchenpflege unter Zwang verabschiedet wurde in Zollikerberg nahe Zürich der in der Gemeinde sehr beliebte Diakon Josef Sowinski, ein Pole mit exzellenten Deutschkenntnissen, vielseitig gebildet, ein fleissiger Organisator von Anlässen, ausgestattet mit einem prächtigem Bariton. Sowinski passte der überalterten Kirchgemeinde nicht, weil sie die ruhige Gangart eines Goldküsten-Altseelsorgers vorzog.

Diese drei Beispiele machen deutlich, wie eine Kirche untergeht, weil die Menschen mangels glaubwürdigem Angebot nicht mehr kommen. Die frommen und kreativen Geister werden vertrieben zugunsten eines verzagten und beamtenhaft versorgten Klerikertums, das sich und die Kirche längst aufgegeben hat.

Keine Kirche ohne Geld

Dienstag, den 2. November 2010 um 9:24

Die 225 000 Menschen zählende Diözese Sion, die für alle Walliser Katholiken zuständig ist, hat ein Jahresbudget von CHF 2,26 Mio. Das ist weniger als das Budget der Zürcher Kirchengemeinde Zollikon, Zollikerberg, Zumikon, der nahezu CHF 3 Mio. zur Verfügung steht. Natürlich kann eine Diözese, die kein Geld, keine begnadeten Prediger und keinen im Auftritt starken Bischof (derzeit Norbert Brunner, Präsident der Schweizerischen Bischofskonferenz) hat, den Geist des Herrn kaum ausstrahlen. Die anderen „Konkurrenz“-Medien sind sehr viel stärker.

Das von Abt Martin Werlen glanzvoll erneuerte Kloster Einsiedeln, wo Klosterkirche, Nebengebäude einschl. Klosterschule und Musikhaus, wie auch Pferdegestüt, einen sehr gepflegten Eindruck machen, ist ein Beweis dafür, dass die notwendigen Mittel beschafft werden können, wenn die Glaubwürdigkeit vorhanden ist. Abt Martin, getragen von seiner Bruderschaft, reist von Anlass zu Anlass und predigt potentiellen Geldgebern die Regel des Heiligen Benedikt. Nur so kann er Früchte ernten.

Die Stadtzürcher Reformierte Kirche ist reich. Die Banken haben jahrelang grosse Beträge in die Kasse der reformierten Kirchgemeinde St. Peter im Zürcher Stadtkreis 1 eingezahlt. Umstritten war stets nur der Verteilungsschlüssel an die anderen, ärmeren Kirchgemeinden.

Die römisch-katholische Kirche war in ihrer Glanzzeit immer auch eine reiche Kirche, die von Fürstäbten getragen war (St. Gallen, Bamberg, Salzburg, nur um wenige Beispiele zu nennen). Jetzt kommt der Islam mit Macht und viel Ölgeld nach Europa, auch in die Schweiz. Geld ohne Geist ist wenig wert, wie UBS-Topmanager und andere bewiesen haben. Geld mit Geist ist jedoch eine wichtige Waffe.

Kennen Sie den „Club of Winterthur“?

Dienstag, den 2. November 2010 um 9:24

Aus dem „Club of Rome“, dem in der Stadt Zürich die Finanzierung verweigert wurde und der deshalb von Winterthur aus die Welt retten will, ist offensichtlich der „Club of Winterthur“ geworden. Man will sich vorzugsweise mit lokalen Problem beschäftigen, sagt Geschäftsführer Gordon Henrik Wolgam, der es vorzieht, selber in Zürich wohnhaft zu bleiben. Dort weht der Zeitgeist kräftiger.

Getarnt im Volk unterwegs

Dienstag, den 2. November 2010 um 9:24

Wer sich an den „Soldat Schwejk“ erinnert, sieht am Wirtshaustisch noch den Mann mit Schlapphut sitzen, der, mit seinem Namen angesprochen, sagt: „Ich heisse Mibrowski.“ Auch Schweizer Geheimdienstler, die man bis heute in den kleineren Kantonen ohnehin sehr genau kennt, sollen künftig im Inland unter falschem Namen auftreten können. „Salü Max.“ „Irrtum, Ich bin der Peter.“ Unsere Geheimdienstler sollen auch die Reste des Finanzplatzes schützen. Da werden sich die bankeigenen Sicherheitsleute freuen.

 
     
     
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