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Die Schweiz, ein Scherbenhaufen?

29. Oktober 2010 um 15:46

Thomas Held’s Abschiedsinterviews entbehren nicht der Bitternis. Als neuer Mitarbeiter von Christoph Blochers Tochter Rahel, die eine 20 Mio-Stiftung am Zürcher Rheinufer führen darf, sieht er eine Schweiz hinter sich, die einem Scherbenhaufen gleicht: Ein Bundesrat im Streit, schwache bürgerliche Parteien mit einer drohenden SVP, die demnächst über die 30 %-Schwelle springen will, keine klare aussenpolitische Ausrichtung. Seine „Avénir Suisse“ ist, wie wir an dieser Stelle geschrieben haben, tatsächlich eine „Passé Suisse“; die Stiftung hat wohl Geld und einen neuen Direktor, den Vorarlberger Dr. Gerhard Schwarz, aber, nach Held, „kein Zielpublikum“. Held rät seinem liberal-durchgeistigten Nachfolger: „Wir müssen die Jugend für die Zivilgesellschaft gewinnen.“ Merke: Wer immer von der Jugend spricht, gibt die Alten verloren.

3 Kommentare zu “Die Schweiz, ein Scherbenhaufen?”

  1. Prof. Gerardo W. Físcher

    Ja, die Jugend: Warum macht sich niemand bewusst, dass die noch Jungen in ein allgemeines Altersheim hineinwachsen, weil man trotz mangelnder Belastbarkeit eine Karriere wollte, welche mit der Zukunft des Volkes bezahlt wird. Wenn nur noch Alte dasind: Wem können diese noch ihr Wissen und ihre Lebensweisheit mitteilen? Die jetzt noch im handlungsfähigsten Alter dastehen – aber ohne Kinder – müssen sie das herannahende Alter nicht als düster sehen? – gwf

  2. René Sollberger

    Ich fordere in den Unternehmen eine Quotenregelung für die Ü50. Warum? Die Alten kommen immer genau dann – und nur dann – aufs Tapet, wenn es um die Anhebung des Rentenalters geht. Auch das wurde ja von Avenir Suisse propagiert. Leider spielen die Alten immer dann keine Rolle, wenn es um Stellenbesetzungen geht. Im Gegenteil: sie werden aus Kostengründen ausgemustert, verlorenes Knowhow hin oder her. Dabei sprechen wir nicht von 70- oder 80-jährigen, sondern von 50- oder 55-jährigen. Warum wird das nie thematisiert von Economiesuisse, Avenir Suisse, Passé Suisse und wie sie alle heissen? Deshalb fordere ich für die Ü50 in jeder Firma mit mehr als 50 Mitarbeitern eine Quotenregelung!

  3. Christine

    Lehrreicher Artikel.Mich hat das Thema schon immer so nebenbei interessiert. Freue mich auf die nächsten Artikel zu dem Thema!

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