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Tagesarchiv für 26. Oktober 2010

Schweiz mit 34 % Ausländern

Dienstag, den 26. Oktober 2010 um 16:19

Der Vierteldeutsche Roger Köppel, im Hauptberuf Verleger der „Weltwoche“, langweilt uns mindestens nicht. Seine Rechenmaschine ergab, dass in der Schweiz zu 34 % Ausländer leben, die seit 25 Jahren eingebürgerten Migranten mitgerechnet. Erstmals weiss ich nun, dass auch ich ein Migrant bin. Nach der Köppel’schen Zeitrechnung werde ich nun in einem Jahr Schweizer. Angesichts der Trägheit und Unfähigkeit (Ospel, Wuffli etc.) vieler Schweizer, die zudem ihr Erbe (Winterthur, Bern!) an Ausländer verscherbeln, sollte die Schweiz darum beten, noch mehr fleissige Ausländer zu haben. Roger Köppels SVP-Blatt wird die Verleumdung der Migranten weiter betreiben; sein Freund und Förderer Christoph Blocher ist auch erst in der fünften Generation Schweizer. Zuvor waren die Blochers „Schwobe“.

Romantsch oder Wallisertitsch?

Dienstag, den 26. Oktober 2010 um 16:18

Noch 18000 Menschen sprechen Romantsch, dagegen 67000 Wallisertitsch. Romantsch wurde vor sechzig Jahren als vierte Landessprache aufgrund politischen Drucks anerkannt. Wallisertitsch ist ebenso eine selbständige Sprache in der Schweiz, die aus dem Altmittelhochdeutschen stammt. Das Romantsche wird vom Bund mit gut CHF 4 Mio. p.a. gefördert. Nützen tut dies wenig, denn die global tätigen Bündner Industriellen und deren Manager betrachten Romantsch nur noch als Folklore. Geschrieben wird es nur noch in Gedichten. Die Neubündner Buchhändlerin Elisabeth Maranta sagt: „Stirbt ein Patient, schreibt er nur noch Gedichte.“

Urbane Schweiz belächelt die FDP

Dienstag, den 26. Oktober 2010 um 16:18

Peer Teuwsen, der von Baden aus für die deutsche „Zeit“ die Szene Schweiz ausleuchtet, findet „die FDP agiert gegen das Wohl des Landes“. Seine meist urbanen Leser werden ihm darin kaum widersprechen. Rachel Vogt schreibt gleichzeitig in der „WOZ“ von einer FDP in einem „Niedergang ohne Humor, ohne Ideen und ohne Grosszügigkeit“. Die vom freisinnigen NZZ-Verlag in Schlieren gedruckte linke WOZ, immer etwas an Inseraten schwach, mindert die hohen Druckkosten des linken Edelblattes durch ganzseitige Eigeninserate. Der Tagi hält sich noch zurück. Die Wahlkampf-Uhr beginnt erst zu ticken.

Sind nur SVP-Wähler Schweizer?

Dienstag, den 26. Oktober 2010 um 9:44

Wer der Regel folgt, dass politische Aggressivität auf mangelnder Theorie beruht, wird leicht beurteilen können, was der neue Slogan der SVP Schweiz bedeutet, der lautet „Schweizer wählen SVP“. Damit sind Christlich-Konservative und -Soziale, Freisinnige, Liberale, Sozialdemokraten und Grüne zu Un-Schweizern gestempelt. Die SVP hat keine Theorie ihrer politischen Funktion, aber sie hat eine sehr erfolgreiche Praxis, die ihr über 28 % der Stimmen eingebracht hat. Jetzt will Chefstrategie Dr. Christoph Blocher zusammen mit seinem Freund „Walti“ Frey, der in der zweiten Generation von Autoimporten lebt, alle echten Schweizer zwingen, SVP zu wählen. Bisher hat die SVP-Politik weder den Bauern noch dem Gewerbe genutzt, sondern allein den Nutzniessern einer mehr neo-liberalen Marktwirtschaft, die dem Volk das Geld aus den Taschen zieht. „Schweizer wählen SVP“ – ja, gerne. Aber nur solche Schweizer, die Blocher/Frey reicher und sich selber ärmer machen wollen.

Feine operative Unterschiede

Dienstag, den 26. Oktober 2010 um 7:51

Die Schweizer Polizei bewegt sich auf den Strassen unseres Landes wie Fische im Wasser. Wenn französische Polizisten ihre befestigten Stationen verlassen, gehen sie hinaus auf die Strasse wie auf feindliches Gebiet. Sie wissen, dass sie auf Gegner treffen. Schiessen dürfen die Franzosen nur auf 10-15 Meter und nur in Selbstverteidigung. Unsere Schweizer Polizei darf auf 25-30 Meter schiessen, wenn sie einen Täter stoppen will. Deshalb ist der Ruf der Polizei ein wertvolles Gut. Ginge dieser verloren, hätten wir bald französische Verhältnisse.

Optionen sind Selbstbedienungs-Programme

Dienstag, den 26. Oktober 2010 um 7:51

Wie Optionen als Selbstbedienungs- und Bereicherungsprogramme für das oberste Management dienen, haben die beiden Rechts- und Wirtschaftswissenschaftler Lucian Bebchuk und Jesse Fried im Buch „Markt und Macht“ von Norbert Häring beschrieben (Schäffer-Poeschel, Stuttgart). Der grösste Optionskünstler der Schweiz ist UBS-Chef Oswald J. Grübel, der die berüchtigten Craig Dougan-Optionen bei der CS-Group ausgelöst hat und nun beim UBS-Konzern ein vergleichbares Programm aufgelegt hat. Es kann keine Rede davon sein, dass die Gier beendet ist.

Lars of Arabia

Dienstag, den 26. Oktober 2010 um 6:59

Daran musste er sich erst gewöhnen: Nach einem Sieg wird ein Lamm nach islamischem Ritus geschlachtet, zubereitet und mit den Händen im Hotel verspeist. Die Rede ist von Lars Gansäuer, dem grössten Walliser Fussball-Export seit Sepp Blatter und die fussballerische Version von Laurence of Arabia. Als ihn vor zwei Jahren in der Walliser Bergwelt der Ruf aus der Wüste erreichte, die U20 der Vereinigten Arabischen Emirate als Assistenztrainer im technisch-taktischen Bereich zu coachen, zögerte er keine Sekunde. Die Vereinbarung läuft bis nach den Olympischen Spielen 2012 in London. Der Protestant pendelt zwischen dem katholischen Wallis und den islamischen Emiraten – und fühlt sich inzwischen in der arabischen Kendura so zu Hause wohl wie im Trainingsanzug. Mehr…

Philippe Welti

 
     
     
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