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Tagesarchiv für 15. Oktober 2010

Nachdenken über die UBS

Freitag, den 15. Oktober 2010 um 16:15

Es sieht so aus, als sei der UBS-Konzern vor dem unmittelbar bevorstehenden Totalabsturz gerettet. Jedoch, als „normaler“ Privatkunde mit einem Vermögen unter USD 15 Mio. erhält man kaum eine Rendite; Konzern-CEO Oswald J. Grübel spricht persönlich nur mit solchen Kunden, die mindestens mit USD 50 Mio. investiert sind. Dem Aktionär der Bank sollen auf Jahre hinaus keine Dividenden ausgeschüttet werden. Das Handels- und Investmentbanking-Geschäft ist eher mittelprächtig. Die Nachfolge des 67jährigen CEO’s Grübel scheint ungeklärt. Es gibt zu viele „scheint“ in der Umgebung der Bank. Das sind die schlechten Nachrichten. „Yet tob e tested“, schreibt auch die angesehene „FTI“ über den Schweizer Finanz-Koloss.

Es stellt sich die Grundfrage, ob im beschleunigten Kapitalismus der globalen Grösstbanken und Finanzkonzerne eine angeschlagene Bank, wie es die UBS weiterhin ist, überhaupt eine Chance hat. Oder warten andere ausländische Finanzkonzerne ganz einfach darauf, dass der UBS-Konzern in eine Situation kommt, wo die Schweiz, ganz nach der Art der Swissair, die Übernahme anbietet? Das könnte bei einer nächsten Krise der Fall sein, denn die hoch bezahlten UBS-Manager verwalten an Bilanzrisiken immer noch das dreifache BIP der Schweiz. Noch eine Fehlsteuerung dieser sich hinter den beschwörenden Worten ihres VR-Präsidenten Kaspar Villiger duckenden Mannschaft und das Schweizer Volk muss wieder den Spaten in die Hand nehmen, um selber Gemüse zu ziehen. Vermeidet Grübel dies, gehört er in den Olymp der europäischen Bankiers. Unter den heutigen Umständen sieht dies ein wenig nach einem „gamble“ aus. Sein Konkurrent Brad Dougan, CEO der CS Group, Wochenaufenthalter in der Schweiz, verdient das gleiche Urteil. Damit hat die Schweiz ein doppeltes Grossrisiko und braucht gleich zwei Sieger, um nicht als Verlierer dazustehen.

Schwer verständliches Nordkorea

Freitag, den 15. Oktober 2010 um 12:44

Immerhin wird die Familie Kim Nordkorea bald in der dritten Generation regieren. Die kurze runde Nase mit tief ausgeprägten Flügeln ist ebenso ein Kennzeichen dieser Herrscherfamilie wie es die fast kinnlange Nase bei den Habsburgern war. Obwohl alle, auch der heute 27jährige Jüngste, eher rundlich wirken, ganz wie es Mao Tse Tung auch gewesen ist, scheinen die Gene der Familie Kim doch ganz intakt zu sein. Manche könnten Kim Jong-un, den Enkel, sogar ganz hübsch finden, würden wir unsere westlich antrainierten Vorurteile ablegen; immerhin lebte er als Schüler einmal im Kanton Bern, wo auch nicht alle wie der späte Moritz Leuenberger aussehen. Der Hyper-Stechschritt der nordkoreanischen Armee, das nervöse Trippeln der Kampftruppen und die im Land herrschende Armut lassen sich schlecht auf einen Nenner bringen. Das Land der Morgenröte bleibt schwer verständlich. Ob es wirklich den Weg der DDR geht, die bis zuletzt an ihren Sieg glaubte?

Parlamentarier werden überflüssig

Freitag, den 15. Oktober 2010 um 12:44

Wie die Zürcher FDP den Versuch macht, nur solche National- und Ständeräte auf die vordersten Listenplätze zu setzen, die über grosszügige Finanzmittel verfügen und sich verpflichten, keine eigenen politischen Initiativen zu unternehmen, hat die Basler linksgrüne Regierung in direkten Verhandlungen mit den Wirtschaftsverbänden ein Paket geschnürt, das einen Abbau der maximalen Unternehmensgewinnsteuer innert 5-7 Jahren von 22 % auf 18 % vorsieht. Unsere Beobachtung, linksgrüne Stadtregierungen, wie in Zürich, Bern, Basel und Genf, seien den Konzernen als Verhandlungspartner viel lieber, weil sie Hand bieten zu besseren Steuerkonditionen, wird damit bestätigt. Die Zürcher unter Führung von Stadtpräsidentin Corinne Mauch haben nicht mit der Wimper gezuckt, als die Grossbanken sie wissen liessen, sie würden die kommenden 3-4 Jahre keinerlei Steuern zahlen. Die Schweiz, sich die letzte Basisdemokratie der Welt nennend, ist im Begriff Parlamentarier und Parteien, weil überflüssig, weitgehend abzuschaffen Diese Revolution muss still verlaufen, weil sie sonst gestört werden könnte.

Wie zieht man den Hals aus der Schlinge?

Freitag, den 15. Oktober 2010 um 9:46

Zwei aktuelle Vorgänge machen die Technik deutlich, wie man den Versuch macht, den Hals aus der drohenden Schlinge zu ziehen:

– Fall 1: UBS-Konzern

Oswald J. Grübel und seinem Team den Wunsch abzusprechen, den UBS-Konzern wieder zu einer erfolgreichen globalen Bank zu machen, die nach der Messlatte von Josef Ackermann von der Deutschen Bank einen ROI von 25 % erzielen muss, wäre falsch. Grübel macht seit über einem Jahr den Versuch, den Hals der Bankführung aus der drohenden Schlinge eines Prozesses zu ziehen. Dazu hat er einen VR-Präsidenten, Kaspar Villiger, der die Schweizer Front zu halten hat; international ist Villiger für den Ruf der Bank nahezu bedeutungslos. Grübel muss den Dreisatz lösen, wie man mit billigem Geld der Nationalbank den Schweizer „Marktpartnern“, den UBS-Kunden, möglichst wenig bietet, gleichzeitig deren Vertrauen zurück gewinnt, um, drittens, mit deren Geld global noch mehr Geld zu verdienen. Die Schweizer Wirtschaftsöffentlichkeit bleibt mir Recht misstrauisch, denn weder die Vergangenheit wird ernsthaft gebüsst noch ist erkennbar, wie viel mehr der UBS-Konzern, dessen Aktienmehrheit sich in ausländischen Händen befindet, bereit ist, für die Interessen der Schweiz zu leisten.

– Fall 2: Moritz Leuenbergers Tunnel

Jetzt lässt sich Bundesrat Moritz Leuenberger für einen Tunnel feiern, den sein Vorgänger Dölf Ogi durchgesetzt hat. Der neue Gotthard-Tunnel, ein Projekt des späten 20. Jahrhunderts, ist ein gewaltiges Werk, wie der Lötschberg-Basistunnel auch, der aus der Schweiz mehr denn je den „City State Switzerland“ machen wird, weil der Tessin damit enger an die „Greater Zurich Area“ angebunden wird. Moritz Leuenberger, dessen ökologische Visionen auch in diesem Fall zusammen gebrochen sind, weil eine Verlagerung des Güterverkehrs – nach Fertigstellung des Tunnels in sieben Jahren – nur in kaum nennenswertem Umfang erfolgen wird, glitzert wie das rote Schlusslicht eines Zuges, der längst abgefahren ist.

Melinda macht keine Geschenke

Freitag, den 15. Oktober 2010 um 7:33

Der Schweizer Literaturszene ist es höchst peinlich, dass ihr ziseliertes Tun, ihre befindliche Schreibe und Zahnarzt-Literatur, nicht den Beifall internationaler Jurys findet. Melinda („Who?“) Nadj Abonji, Trägerin des Deutschen Buchpreises, macht keine Geschenke. Sie sagt:

– „Nein, die Schweiz ist nicht toleranter geworden.“ Wie viel Schmerz und Wut mag sich hinter einer solchen Aussage verstecken?

– „Ich war nie Teil des Schweizer Literaturbetriebs.“ Dieser, in seinem Linksstrudel, seiner Hausfrauen- und seiner Verzagtheitskultur befinlich, wird nun von Charles Linsmayer, den der „Bund“ fast verhungern liess, in der „SonntagsZeitung“ verteidigt.

In Wirklichkeit sind die Secondos längst da, nur tut die offizielle Schweiz so, als könne man sie jederzeit wieder ausweisen. Wie wenig die Integration der fleissigen Ausländer in die Schweizer Gesellschaft geklappt hat, machen die italienischen und spanischen AHV-Rentner deutlich, die in den Schweizer Altersheimen eigene Abteilungen fordern. Mit Schweizern zusammen leben? Bitte nicht.

Erste Zeichen des Wahnsinns

Freitag, den 15. Oktober 2010 um 7:33

Weil die Übernachtungszahlen ausländischer Touristen in der Schweiz seit zehn Jahren stagnieren, verfallen die lokalen Touritikchefs bereits in leichte Wahnsinnsanfälle, stehen sie doch unter dem Druck von Hotellerie und Gastronomie. Der Versuch, am Zürcher Limmatufer einen Portalkran hamburgischer Ausmasse zu bauen, konnte nur knapp verhindert werden. Das 5,8 Mio. CHF teure Pisshäuschen chinesischen Zuschnitts fiel der Vernunft des Zürcher Volks zum Opfer. Nun wird in dieser Woche am meist vereinsamten Oberalppass zwischen Uri und dem Bündnerland ein zehn Meter hoher Leuchtturm aufgerichtet, wie er sonst im Rotterdamer Hafenmuseum zu besichtigen ist. Dem soll ein ausgemusterter Rheinfrachter folgen, dessen Kauf und Transport mit CHF 2,5 Mio. (ohne Innenausbau) veranschlagt wird.

Einmal davon ausgehend, dass Touristen in den Alpen weder Leuchttürme noch Rheinfrachter suchen, die man auch als gröberen Sperrmüll bezeichnen könnte, ist die Disneylandisierung unserer Berge katastrophal. Weil Tourismusdirektor Benno Nager von Andermatt Gotthard Tourismus bisher nicht in der Lage war, seine Region aus eigener Kraft mit eigenen Ideen zu portieren, richtet er nun alpines Multikulti an. Haben wir keine Kulturschützer, ,die derlei Unfug stoppen?

 
     
     
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