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Tagesarchiv für 11. Oktober 2010

Den Klimawandel zu bekämpfen, ist sinnlos

Montag, den 11. Oktober 2010 um 14:18

„Alleine kann Europa den Klimawandel auch mit grössten Anstrengungen nicht verhindern“, sagt Franz Perrez, der Chef der Schweizer Delegation bei den Klimaverhandlungen. Dieser Satz kann fortgesetzt werden: „Die Anstrengungen der Schweiz, den Klimawandel zu bekämpfen, sind sinnlos.“ Einer der zehn grössten Schweizer Industriellen sagte mir einmal im kleinen Kreis: „Die Schiffe auf den Weltmeeren lassen an einem Tag mehr Dreck heraus als die Schweiz in einem Jahr.“ Tatsache ist: „Die reichen Industriestaaten des Westens, die USA allen voran, haben die Verpestung der Welt vorangetrieben, weil sie ihre Konsumenten zufrieden stellen und einigen wenigen zu Milliardenvermögen verhelfen wollten.“ Niemand kann Russland, China, Indien, Brasilien und die Entwicklungsländer daran hindern, den gleichen Weg zu gehen. Die berechtigte Sorge, es käme dort dann zu einer Revolution der Bevölkerung, ist zu ernsthaft. Zudem hat sich unser Planet Erde alleine in den letzten 300 Mio. Jahren (eine geologisch kurze Zeit) derart oft verändert, dass eine neue Klimaänderung eigentlich ganz normal ist. Wir sollten uns dem mit allen Mitteln anpassen, nicht aber zu verhindern suchen. Das ist chancenlos. Wir beschäftigen teure Diplomaten mit unsinnigen Verhandlungen. Die bisher völlig erfolglosen „Grünen Parteien“, eine politische Fata Morgana, tun so, als könnten sie in der Schweiz die Welt retten. Nur ein „Stop Klimapolitik“ bringt uns auf den Boden der Tatsachen zurück.

Medienqualität – mehr Worte als Taten

Montag, den 11. Oktober 2010 um 14:18

Der „Tagesanzeiger“ schreibt von CHF 550 Milliarden, welche die „Zurich“ in den USA zahlen müsse. Es sind 550 Millionen, aber in den Schweizer Schulen hat man bis vor 15 Jahren die Zahl „Milliarde“ gar nicht gelehrt. Deshalb waren etwa bis zum Jahr 2000 alle Schweizer Milliardäre im allgemeinen Sprachgebrauch nur Millionäre, was den Milliardären natürlich gefiel. Die „Neue Luzerner“ schreibt am gleichen Tag vom Staat „Basilien“, der ein Bösewicht sei. Da ich das Land nicht kenne, habe ich nicht weiter gelesen. Aus der „MZ“ ist wieder die „AZ“ geworden. Niemand will sagen, dass der fein gestaltete Zeitungskopf einfach nicht zum alten „corpus“ passt. Verlegern widerspricht man heute, vor allem als Journalist, nicht leichtfertig, da man bald zu den Entlassenen gehören könnte.

Bankgeheimnis ist nicht unethisch

Montag, den 11. Oktober 2010 um 14:18

Deutlicher könnte es keiner sagen: Peter Koslowski schreibt in seinem neuen Buch „Ethik der Banken – Folgerungen aus der Finanzkrise“ (Fink Verlag, München) über das Schweizer Bankgeheimnis: „Das Schweizer Bankgeheimnis ist eine Form der fiskalischen Neutralität der Schweiz gegenüber den Finanzbehörden des Auslands. Seine Reform oder Beibehaltung ist daher eine Entscheidung der schweizerischen Souveränität.“

Nun wissen wir es, der Bundesrat und alle politischen Strukturen sind nicht mehr souverän, was diesen Fall betrifft. Wir haben eine unserer Kerndienstleistungen unter ausländischem Druck und aufgrund eigener Gier (UBS-Konzern) aufgeben müssen. Das Fort Schweiz ist nicht mehr, was es einmal war, geschlissen von Ospel, Wuffli, Kurer und Konsorten. Diese wollen jetzt ein Comeback; wieso eigentlich?

Tettamantis Verleger-Bonus

Montag, den 11. Oktober 2010 um 14:18

Als Dr. Tito Tettamanti Eigentümer der „Bilanz“ war, musste diese regelmässig seine Artikel publizieren und seine Bücher positiv kommentieren. Das ist nicht mehr der Fall, seit die „Bilanz“ der Axel Springer (Schweiz) AG gehört. Nun hat die „Basler Zeitung“ im Rahmen ihres redaktionellen Optimierungsprogramms jene Aufgabe übernommen, welche früher die „Bilanz“ hatte. Ihr Verleger darf dort auf S. 2 kommentieren, wie er die Zukunft der Schweiz sieht. Den EU-Beitrittsbefürwortern wirft er Phantasielosigkeit vor, eigene Modelle für den Kleinstaat hat er nicht. Tettamanti braucht keine Dividenden mehr, aber einen Verleger-Bonus in Form von Artikeln zieht er gerne ein.

Stilles Verschwinden

Montag, den 11. Oktober 2010 um 14:18

Aus einem merkwürdigen Grund gibt es in den grossen Redaktionen keine Nachrufe mehr: die jungen Redaktoren haben keine Beziehung mehr zu den starken Männern und Frauen früherer Jahre. Sie wissen nicht mehr, auf welchen Schultern sie stehen. Drei Beispiele, wer in diesem Jahr in aller Stille aus der Wirtschaftsszene verschwunden ist:

– Carl W. Hirschmann, der das Erbe seines Vaters nur unter schwierigsten Umständen antreten konnte und die Jet Aviation dann auch verkaufte. Die kurze epische Familiengeschichte hätte man verfilmen müssen, denn auch die jüngste Generation lebt zwischen Gefängnis und Goldküste.

– Carlo Kettmeier, der vitale Südtiroler, der viele Jahre bei Jelmoli eine grosse Rolle spielte, um sich dann ganz nach Venedig zurück zu ziehen.

– Jean-François Kurz, der Privatbankier aus Nyon/VD. Ein leidenschaftlicher Fussballer, der diesem Sport in vielen Funktionen diente, kurze Zeit auch die Nationalliga prägend. Gemeindepräsident, Genussmensch, Schweizer Bürger von internationalem Zuschnitt.

Nachrufe sind ein wichtiger Aspekt, um in der Gesellschaft Kontinuität aufzuzeigen. Wir leben in einer Zeit der Diskontinuität, wo das gnädige Vergessen jeden rasch ereilt.

Dekadenz der Zürcher FDP: jetzt Ämterkauf

Montag, den 11. Oktober 2010 um 7:29

Die Freisinnigen haben dem Schweizer Volk 150 Jahre den Eindruck vermittelt, es würden „die Besten und die Wägsten“ gewählt, um das Volk in Bern zu vertreten. Unter Leitung eines ehrgeizigen Jungjuristen, der von den Banken gefördert wird, Kantonalpartei-Präsident Dr. Beat Walti, wurde soeben den Ämterkauf zum Leitprinzip der kommenden Wahlen in den National- und Ständerat erhoben. Wer auf die vier ersten – sicheren – Wahlplätze kommen will, muss der Partei CHF 40 000.—in die Kasse zahlen. IT-Unternehmer Ruedi Noser und Autoverkäufer Markus Hutter, die beide die Zürcher FDP im Nationalrat vertreten, waren sofort einverstanden, denn für sie sind die „peanuts“. Die ebenfalls ziemlich sicheren Listenplätze 5 und 6 kosten CHF 25 000.—Dann wird es eng, obwohl immer noch pro Platz CHF 10 000 auf den Tisch zu blättern sind, denn die FDP ist eine Verliererpartei, was sogar die Redaktion der „NZZ“ anerkennt. Ämterkauf ist ein Europa immer ein ernstes Zeichen für die völlige Dekadenz einer Institution. Dr. Beat Walti, dem politische Erfolge bisher nicht zugeordnet werden können, hat seine Kandidaten zudem schriftlich verpflichtet, sich nur zu politischen Botschaften zu äussern, die von der Partei vorgegeben sind. Einzig FDP-Nationalrat Filippo Leutenegger, ein ehemaliger Linker und TV-Star, mosert: „Wir kaufen die Katze im Sack, weil offen ist, wie gut der Wahlkampf der Partei wird“, will aber zahlen, weil er sonst keinen Listenplatz mehr erhält. Auf dieser Basis hat die FDP Zürich keine demokratische Legitimation mehr.

VR-Präsidenten als Imagehüter

Montag, den 11. Oktober 2010 um 7:27

Die realen Entscheidungen beim UBS-Konzern trifft Oswald J. Grübel mit seinem Kernteam. VR-Präsident Kaspar Villiger darf in Bern die heissen Kohlen aus dem Feuer hohlen oder durchsetzen, dass die Le Corbusier-Kampagne des Lieblingsgrafikers von Oswald Grübel abgesetzt wird. Das gleiche Schicksal, sogar eine Spur schlimmer, trifft den Unterwalliser Andreas Koopman, der sich für die Alstom Schweiz entschuldigen muss, um das Gesicht zu wahren. Die Entscheide über die bevorstehenden mindestens 750 Entlassungen in der Schweiz werden bei dem skandalumwitterten Konzern in Paris getroffen.Einen VR-Präsidenten braucht man in der Schweiz nur aus juristischen Gründen, weshalb Andreas Koopmann den hübschen Nebenverdienst nicht ausgeschlagen hat.

 
     
     
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