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Tagesarchiv für 6. Oktober 2010

ZKB betitelt SVP-Mitglied als Extremisten

Mittwoch, den 6. Oktober 2010 um 16:12

Der Luzerner SVP-Mann René Kuhn (43) wird von der Zürcher Kantonalbank als eine Art Extremist eingestuft. Das ist extrem dicke Post von einer Kantonalbank. Der Antifeminist Kuhn ist sicherlich ein polarisierender Mensch und streitbar, doch ihn gleich als Extremisten einzustufen, halte ich für einen grossen Kommunikationsfehler der Bank. Ich würde sehr gerne von der Bankführung wissen, ob sie Alice Schwarzer, mit ihren eher extremen feministischen Ansichten, auch als Kundin abgelehnt hätten. Oder gilt hier der Promi-Bonus?

Fidel Stöhlker

Bush und Blair legten alle herein

Mittwoch, den 6. Oktober 2010 um 15:56

Die neuen Dokumente des National Security Archive in Washington belegen es: George W. Bush und Tony Blair legten im Westen alle herein: Der Irak-Krieg war gewollt und provoziert, der Irak war ein unschuldiges Opfer der US- Kriegshandlungen. Donald Rumsfeld verlangte: „Wir müssen den Irak machen; es gibt nicht genug Bombenziele in Afghanistan.“ Die westlichen Politiker und Kommentatoren wurden durch „spin doctors“ in die Irre geführt. Der 2. Irak-Krieg wurde zwei Wochen nach 9/11 ausgelöst. Jetzt fehlt nur noch der überfällige Beweis, dass Ahmedi Nejad recht hatte, als er vor der UNO sagte, das Attentat auf das World Trade Center in NYC sei mit dem Wissen der US-Regierung erfolgt. Die moralische Verwahrlosung der westlichen „Führungsmacht“ ist offensichtlich. Martin Naville, der Direktor der Swiss-American Chamber of Commerce kann noch so lange für die USA und deren guten Ruf kämpfen; dieses Mandat ist chancenlos.

Ueli Maurer, der Taliban

Mittwoch, den 6. Oktober 2010 um 15:55

VBS-Chef Ueli Maurer liegt mit seiner Äusserung auf „TeleZüri“, ein Volk, das seine Heimat verteidige, sei nicht zu schlagen (womit er die Afghanen meinte), nicht falsch. Das Schweizer Volk stellte im 15. Jahrhundert die besten Soldaten Europas. Winkelried, eine Legende, starb für Frau, Kinder und sein Volk. Im 2. Weltkrieg stand mein Schwiegervater am Simplon und verteidigte seine Heimat an der Grenze. Die Taliban in Afghanistan sind nicht mit der Al Kaida zu verwechseln. Es sind Menschen, die nicht von den NATO-Truppen umgebracht werden wollen, das sagen auch deutsche Politiker. Als VBS-Chef hat Ueli Maurer „die Orientierung verloren“, wie SP und FDP jetzt sagen. Als Mensch und Schweizer Politiker hat er die Wahrheit gesagt. Aus dem gleichen Grund kann gerade er, ein Spitzenmann der SVP, sein Departement nicht auf Vordermann bringen. Die Schweizer Volksarmee ist nicht mehr brauch- wie finanzierbar. Gewünscht wird eine Schweizer Blitzeinheit, die in die NATO integrierbar ist. Genau dies widerspricht aber dem Denken des VBS-Chefs und der 500jährigen Geschichte der Schweiz. Er kann die Auflösung der Nationalstaaten, wie sie von den USA und der NATO wie den grossen Konzernen betrieben wird, nicht gut heissen. Zusammen mit seiner SVP verteidigt Ueli Maurer eine Schweiz, deren Apokalypse schon im Gang ist.

Wir sollten die Anthroposophen retten

Mittwoch, den 6. Oktober 2010 um 12:42

Der Österreicher Dr. Rudolf Steiner war eines jener Genies, das in die Schweiz kam, um von hier aus die Welt zu retten. In Dornach bei Basel steht das von ihm inspirierte Goetheanum, wo sich jährlich Zehntausende aus aller Welt treffen, um den Gedanken den Anthroposophie weiter zutragen: viele Aerzte, Lehrer, Wissenschaftler, Musiker, gebildete Menschen. An der diesjährigen Michaeli-Tagung zur Erinnerung an den Erzengel Michael, der im Johannes-Evangelium die Schlange des Bösen besiegte, wurde dort „…in apokalyptischer Zeit“, ein Stück vom Geist der Anthroposophen wie von der Eurythmie getragen, aufgeführt, dessen Besuch nur empfohlen werden kann. Der Kampf zwischen den Prinzipien des Guten wie den Bösen hat nach Ansicht der Dornacher bereits einen Höhepunkte erreicht. Die Apokalypse stehe nicht bevor, sondern sei bereits im Gange, ist die Botschaft des Stücks. Die Region Basel mit dem Goetheanum als Zentrum ist weltweit der wichtigste Standort der Anthroposophie. Gegründet mit Unterstütung des europäischen Adels, getragen von dem gebildeten Bürgertum, ist dieser gewaltige ideelle Anstoss, der die christlichen Religionen zu vollenden sucht, derzeit vor die Frage gestellt, wie der Anschluss an die konsumistisch-kapitalistische Gegenwart zu schaffen ist. Eine europäische Aufgabe, die derzeit im Grossraum Basel gelöst werden muss.

Von den Roma lernen

Mittwoch, den 6. Oktober 2010 um 7:25

Ich sehe gar keinen Grund, die Roma aus Westeuropa zu verjagen. Sie pflegen seit Jahrhunderten eine Kultur der Armut, im Sinne von ex Bankier Peter A. Wuffli liesse sich auch sagen, der Bescheidenheit, die wir als Vorbild gelten lassen könnten. In den USA, nicht nur in Indien, leben bereits Millionen Weisser unter roma-nahen Umständen. In Westeuropa haben wir noch einen Wohlstandsbuckel im Mittelstand, der wohl bald abgebaut sein wird. Die nomadischen Roma zeigen uns, was auf uns zukommen wird. Vielleicht mögen wir sie deshalb nicht.

Zwei kleine Einblicke

Mittwoch, den 6. Oktober 2010 um 7:24

Ahmedi Nejad war so unverschämt, vor der UNO zu behaupten, Mitarbeiter der US-Regierung hätten die Terroranschläge vom 11. September 2001 selbst inszeniert oder zugelassen. Die Vertreter der westlichen Welt waren empört. Barack Obama reagierte: „Es war anstössig, es war hasserfüllt.“ Er sagte nicht, es sei nicht so gewesen. Wer die Geschichte der Sprengung der „Maine“ im Hafen von Havanna kennt („The war lovers“), den Ablauf des Angriffs auf Pearl Harbour, den man wohl provoziert nennen darf, den Zwischenfall im Golf von Tongking, ebenfalls provoziert durch die US-Marine, der darf sich über solche Spekulationen um 9/11 keineswegs wundern.

Fernando Henrique Cardoso, der Vorgänger den glücklichen Lula in Brasilien, sagt über seinen Nachfolger im Amt: „Ich löste die Reformen in Brasilien aus. Lula surfte die Welle des Erfolgs.“ Als Gewerkschafter und Staatspräsident schaffte Lula, was Lech Walesa verwahrt blieb, der Aufstieg in höchste Ehren.

Der Ostgote

Mittwoch, den 6. Oktober 2010 um 7:23

Sonntagfrüh, 09.00 Uhr. Aus dem „Matin Dimanche“ strahlt mich ein entschlossener Pierin Vincenz an, CEO der Raiffeisen-Gruppe in St. Gallen. Ernst Mühlemann fällt mir ein, FDP-Nationalrat, der verstorbene König des Bodensees, der mir bei einem Ausflug erzählte: „Die Bündner sind keine Alemannen. Es sind Nachfahren der Ostgoten.“ Vincenz, blauäugig, muskulös wirkend, kurz geschorene Haare, sieht ganz aus wie einer jener Ritter, die, vom Osten kommend, einst Rom eroberten. Jetzt führt er die drittgrösste Bankengruppe der Schweiz.

 
     
     
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