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Tagesarchiv für 4. Oktober 2010

Hildegard Fässler zerstört Keller-Sutter

Montag, den 4. Oktober 2010 um 12:51

Viele beleidigte Parteifrauen sind mir in den letzten Tagen begegnet. Eine sagte sogar „Mein Leben ist zerstört.“ Ausgelöst durch die Nichtwahl von Karin Keller-Sutter in den Bundesrat, haben solche Kommentare jetzt Saison. Dies ist alles ein Irrtum, sagt die St. Galler SP-Nationalrätin Hildegard Fässler:

– „Sie kam bei meiner Beurteilung nicht gut weg.“
– „Sie ist kein „Blocher im Jupe“, weil sie gar nicht so stark ist.“

Diese späte Hinrichtung der smarten St. Galler Kandidatin fällt auf. Gegen den stabilen Johann Schneider-Ammann hatte Karin Keller-Sutter nie eine Chance. Alles andere war ein Frauen- und Medienhype.

Der Genfer Katho-Flop

Montag, den 4. Oktober 2010 um 10:10

Überall rücken clevere Frauen vor, wie Anja Wyden Guelpa, 37, eine ist, die Kanzlerin des Kantons Genf. Sie vergass, dass die Genfer Regierung an der Beerdigung ihres Bischofs, Mgr. Genoud aus Fribourg, teilnehmen sollte. Die Westschweiz zeigte sich irritiert. In Wirklichkeit war es Nichtwissen einer Generation, die ihre eigene Vergangenheit nicht mehr kennt. Dafür haben wir zwischen Genf und Lausanne “Luxe. calme et volupté”, wie Charles Baudelaire sie beschrieb. Die schönsten Hotels und Villen für auserwählte Gäste. Bischöfe sind heute eine “quantité négligable”. Die 37jährige Walliserin hat dies begriffen.

Corbusier killt UBS

Montag, den 4. Oktober 2010 um 10:00

Wollen Grossbankiers, wie Oswald Grübel, intelligent sein, endet dies meist im Desaster. Diese Menschen sind Händler, wie sie einst Jesus Christus aus dem Tempel warf, aber mehr nicht. Ihre Mitarbeiter sind „action men“, meist jeglicher ernsthafter Bildung entbehrend. Genau dies führte zum jüngsten UBS-Desaster, wo niemand, auch Oswald Grübel nicht, der sich gerne beim KKL in Luzern und auf dem Filmfestival Locarno sehen lässt, wusste, dass Le Corbusier zwar ein berühmter Architekt, aber ein umstrittener Nazifreundlicher Denker war. Offiziell sind jetzt einige hunderttausend Franken vergeudet; in Wirklichkeit ist die ganze Kampagne diskreditiert, die Hunderte von Millionen Franken kostet, denn überall ist jetzt Le Corbusier-Nazi-UBS. Technisch gesprochen ist die Corporate Communications-Massnahme ein Erfolg, auf dem Gebiet der Public Affairs aber eine Pleite. Das ist es, was zählt.

Prognostiker im Tief

Montag, den 4. Oktober 2010 um 7:36

„Im allgemeinen zu optimistisch“ schätzt Prof. Dr. Klaus Zimmermann vom DIW Berlin die Voraussagen seiner Branche ein. Eingeladen vom KOF der ETH Zürich, gelang es Zimmermann nicht, der Prognostik ein seriöseres Image zu geben, zumal ohnehin längst die Frage gestellt wird, ob im Vergleich zu Mathematik und Physik die Ökonomie eine seriöse Wissenschaft sei. Zimmermann ging so weit, den Prognostikern „viel spielerischen Charakter“ zuzuschreiben. Unsere langjährige Kritik an den überoptimistischen KOF-Daten wird damit nur bestätigt. Weil die Realität immer nur eine Schätzung sein kann, müssen die Prognostiker den Makel einer halbstaatlichen Propagandainstitution tragen. Sie müssen in der Schweiz dem Bundesstaat, den Kantonen und vielen anderen Grund zum Optimismus geben, denn alleine damit füllen sich die Auftragsbücher dauerhaft. „Pessimismus verkauft sich schlecht“, sagte schon Prof. Schips, der Vorgänger von Prof. Sturm, der dessen undankbare Aufgabe beim KOF übernommen hat.

 
     
     
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