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Die Skandalkirche schnappt nach Luft

30. September 2010 um 10:06

Die zu Ende gegangene Deutsche Bischofskonferenz musste sich, ganz gegen ihren Willen, mit den sexuellen Leidenschaften ihrer Angehörigen beschäftigen. Desgleichen in Belgien, wo ein Kardinal der zwischenmenschlichen Fleischeslust unterlegen war. In der Schweiz geht es derweilen relativ harmlos zu, obwohl zwei neue Bischöfe und ein Weihbischof ernannt werden müssen. In Basel, Fribourg und Chur sollen die Weichen in die Zukunft der römisch-katholischen Kirche der Schweiz gestellt werden. Sehr schlechte Nachrichten kommen vom Hauptsitz in Rom. Nach dem Enimont- und Banco Ambrosiano-Skandal ist die Vatikanbank von der italienischen Regierung als „Nicht EU-Bank und nicht auf einer weissen Liste befindlich“ klassifiziert worden. Der dort abgelaufene merkwürdige Schmuggel von gut Euro 20 Mio. wurde vom Vatikan als „prozessualer Irrtum“ qualifiziert, wobei qualifizierte Beobachter eher der Auffassung sind, die Vatikanbank wollte testen, wie weit die Kontrollen des italienischen Staates gehen. Papst Benedikt XVI. steht an der Spitze einer Weltkirche, die von Skandalen schlimmer besetzt ist als ein Schiffsrumpf von Rost und Muscheln. Säuberung ist nicht in Sicht.

Ein Kommentar zu “Die Skandalkirche schnappt nach Luft”

  1. Prof. Gerardo W. Físcher

    In der Tat sehen jene 20 Mio. (Euro?) nach einem Test aus, denn was sind schon 20 Millionen für die Staatsfinanzen des Vatikans? Dabei fällt mir ein, was zwei Filme über das Oster-Geschehen aus kirchlicher Sicht 1952 und 1992 zeigten: Im ersten erscheint Judas Ischariot als der habgierige Jünger, der Jesus für 30 Silberlinge an die Römer verrät und sich später, als ihn gespenstische Furien dazu treiben, an einem Baum erhängt. In der neuen Fassung wird der Geldbeutel mit den Silberlingen nur beiläufig gezeigt, das Ende des Judas Ischariot wird weggeschwiegen. Geschah dies auf Weisung jüdischer Geldgeber eines verschuldeten Vatikans? Da muss es wohl um sehr viel größere Summen gegangen sein. Wie frei ist die Kirche in ihren Entscheidungen? – gwf

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