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Tagesarchiv für 30. September 2010

Die Skandalkirche schnappt nach Luft

Donnerstag, den 30. September 2010 um 10:06

Die zu Ende gegangene Deutsche Bischofskonferenz musste sich, ganz gegen ihren Willen, mit den sexuellen Leidenschaften ihrer Angehörigen beschäftigen. Desgleichen in Belgien, wo ein Kardinal der zwischenmenschlichen Fleischeslust unterlegen war. In der Schweiz geht es derweilen relativ harmlos zu, obwohl zwei neue Bischöfe und ein Weihbischof ernannt werden müssen. In Basel, Fribourg und Chur sollen die Weichen in die Zukunft der römisch-katholischen Kirche der Schweiz gestellt werden. Sehr schlechte Nachrichten kommen vom Hauptsitz in Rom. Nach dem Enimont- und Banco Ambrosiano-Skandal ist die Vatikanbank von der italienischen Regierung als „Nicht EU-Bank und nicht auf einer weissen Liste befindlich“ klassifiziert worden. Der dort abgelaufene merkwürdige Schmuggel von gut Euro 20 Mio. wurde vom Vatikan als „prozessualer Irrtum“ qualifiziert, wobei qualifizierte Beobachter eher der Auffassung sind, die Vatikanbank wollte testen, wie weit die Kontrollen des italienischen Staates gehen. Papst Benedikt XVI. steht an der Spitze einer Weltkirche, die von Skandalen schlimmer besetzt ist als ein Schiffsrumpf von Rost und Muscheln. Säuberung ist nicht in Sicht.

Ratlose Fluglärmgegner

Donnerstag, den 30. September 2010 um 10:06

Jetzt, da das ganze Pulver verschossen ist, wollen die Fluglärmgegner im Grossraum Zürich wieder dazu übergehen, mehr Leserbriefe zu schreiben. Die Redaktionen von „TagesAnzeiger“, „NZZ“ und „Landzeitung“ werden sich bedanken. Tatsache ist, dass Moritz Leuenberger, Zürcher Regierungsrat und die Flughafen AG in gemeinsamer Anstrengung die Gegner am Boden gehalten haben. Die Kleinstdemonstrationen machen nicht einmal mehr der Feuerwehr Eindruck. Kloten ist fest in deutscher Hand, die Schweizer dürfen die Shops betreiben.

Der Islam zieht ein

Donnerstag, den 30. September 2010 um 8:27

In Bad Ragaz darf jetzt das erste „Kopftuchmädchen“ (Th. Sarrazin) den Unterricht besuchen. Monika Jakobs, die Dekanin der Theologischen Fakultät der Uni Luzern (ein blonder Jeans-Typ), will einen Islam-Lehrstuhl einrichten. Die einst ultramontanen Innerschweizer machen keinen Mucks. Aus dem fernen Chur hat auch der Rom treue Bischof Vitus Huonder kein Zeichen des Widerstands gegeben. Inschallah.

Unerklärliche Unruhen

Donnerstag, den 30. September 2010 um 8:25

Wenn die einfachen Griechen auf die Strasse gehen, weil sie nicht Opfer der Prasserei ihrer Beamten und reichen Minderheiten werden wollen, sollte man dafür Verständnis haben. Wenn die Italiener auf die Strasse gehen, um nicht Opfer der Sparprogramme ihres Staatspräsidenten-Komikers zu werden, sollte man auch da nicht den Daumen senken, weil einst im Capitol. Wenn die Franzosen auf die Strassen gehen, weil sie nicht länger arbeiten wollen, als andere Europäer es schon tun, müsste man die welsche „largesse“ schon vorsichtiger beurteilen. In der Schweiz sind die Welschen auch lieber arbeitslos als die Deutschschweizer, wie die offiziellen Zahlen bestätigen. Wenn bunt gemischte deutsche Massen in Stuttgart gegen ein Zukunftsprojekt demonstrieren, ist es ein Zeichen für die mangelnde Einsicht der badisch-schwäbischen Regierung, dass sich Aufstände in Deutschland sehr rasch entzünden können. Vorläufig ist es in Europas Norden ruhig, während der Süden zu brennen beginnt. Daher ist es wichtig, die Volksarmeen rasch abzuschaffen, damit nicht jeder Schützenkönig seine Familie oder die Nachbarn über den Haufen schiesst. Auch für die Schweiz wird das Jahr 2011 heiss: Steigende Kosten für die Haushalte allerorten bei fast stagnierenden Einkommen, dazu weitere Entlassungswellen, eine Zunahme der Einwanderung und anstehende Wahlen in vielen Kantonen wie national im Herbst. Europa ist gefordert.

 
     
     
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