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Radio SF: sülzig

29. September 2010 um 7:31

Was würde mit einem Menschen geschehen, der 40 Jahre nur Radio DRS 1 + 2 hören würde? Ich schätze, sein Hirn, seine Lebensphilosophie, sein intellektuelles Reaktionsvermögen wären genau da angesiedelt, wo man die Mehrheit der Kantons- und Grossräte erlebt. Morgens vor 8 im Auto: Zuerst Gesülze über den misslungenen Schweizer Film „Sennentuntschi“, der in Anwesenheit von alt Bundesrat Moritz Leuenberger („Wir treten auf. Wir spielen. Wir treten ab.“) uraufgeführt wurde. Wer als urbaner Städter nicht versteht, warum die Bergbevölkerung Angst vor dem Wolf hat, kann auch die in den einsamen Sennen verborgene Gewalt nicht begreifen. Dann, in DRS 2, ein „Interview“ mit dem Basler Stapi Guy Morin. Der „Interviewer“ schmust sich vertraulich, fast kollegial, an den geschmeichelten gescheiterten Theologiestudenten heran. Warum im alten Testament das Wasser aus dem Felsen strömt, weiss der Interviewer ohnehin nicht. Das Radio ist zum Weinen, wären dann nicht auch noch die vielen Versprecher, die falschen Verbindungen und andere Ärgernisse. Ernst genommen werden im Schweizer Radio nur die Verkehrsmeldungen, die stets Vorfahrt haben, auch dann, wenn sie stören.

Ein Kommentar zu “Radio SF: sülzig”

  1. Thomas Läubli

    Ich höre nur DRS 2. Alles andere interessiert mich nicht, weil zu vulgär oder zu inhaltsleer. Gemäss Umfragen sieht das die Mehrheit der Schweizer Bevölkerung auch so: DRS 2 ist das verlässlichste und glaubwürdigste Medium, neben dem alles andere ziemlich alt aussieht.

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