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„Black out“ oder „Missverständnis“?

29. September 2010 um 7:38

Vor zehn Jahren hatte jeder bessere Politiker oder Spitzenmanager einen „black out“, wenn er sich an unliebsame Vorgänge erinnern sollte. Diese Mode verschwand wieder, weil sie auf Dauer nicht durchzuhalten war. Nun beruft sich der Vatikan auf ein „Missverständnis“ angesichts der Tatsache, dass ihm die italienische Nationalbank Geldwäsche vorwirft. Kinderschändung zu Tausenden, Geldwäsche, Priestermangel, Bischofsaffären jeder Art, aussereheliche Beziehungen und Kinder der Geistlichkeit zu Zehntausenden. Man fragt sich, ob der Vatikan noch Herr seiner Bischöfe und Struktur ist. Trotz vieler grosser Affären kenne ich keinen anderen Weltkonzern, der sich derartiges leisten könnte. Andere Weltreligionen übrigens auch nicht.

Ein Kommentar zu “„Black out“ oder „Missverständnis“?”

  1. Prof. Gerardo W. Físcher

    Der Druck einer verrohten, dem Materialismus verfallenen Gesellschaft ist eben zu groß. Vielleicht kennt ja jemand die „Hare-Krishna’s“- Sie kamen in den USA, mit einem ersten Guru in New York auf, als noch der Vietnam-Krieg lief. Im Musical „Hair“ (= „(lange) Haare“) und in dem Lied „San Francisco“ wird sich mit dem Hare Krishna Maha Mantra auf die Religionsauffassung der Hare-Krishna’s bezogen, die Kriege aus weltlichen Gründen für überflüssig halten. Ihre Lehre ist die „Bhagavad-Gita“, in welcher auf dem Schlachtfeld von Kurukschetra Krishna als göttlicher Gesandter mit Ardschuna, dem Bogenschützen auf dem Streitwagen, spricht. Er überzeugt ihn von der Unsterblichkeit der Seelen und lässt ihn verstehen, was ein Gott ist. Auch die Germanen von einst kannten den „Fibulwinter“ und den von Schuld befreienden Endkampf der unsterblichen Götter, die fallen, aber schuldfrei wiedererstehen. Das früh-mittelalterliche Christentum hat dies ein wenig umgedeutet: Gott Baldur als Luzifer, der zur Hölle fährt, das ein erlösendes Licht bringende Kind Wali als Jesus, aus dem später ein Erlöser werden soll, der vom tödlichen Pfeil getroffene Gott Baldur als der gereifte Jesus am Kreus, Maria seine Mutter.

    Die Natur des Menschen ist nicht so ungeistig, wie die heutige Zeit uns glauben lässt. Nicht nur katholische Christen, selbst die Leiter der „Guru-kula’s“, der Hare-Krishna-Schulen für Kinder, die außer den normalen Schulfächern auch die altindische Sprache Sanskrit lernten und wo die schönsten Gesänge aufgezeichnet wurden, die mir je begegnet sind, vergriffen sich nach einer Reihe von Jahren vereinzelt an ihren Schutzbefohlenen – auch sie Opfer des Materialismus, der Unbeherrschtheit. Aber geistig-religiöse Grundgedanken sind auf Dauer stärker als diese Fehlentwicklung jetziger Jahrzehnte.

    Ein wissenschaftsfeindlicher Rückfall in Aberglauben könnte erfolgen, aber er wäre nur Wiederholung von schon Gewesenem. Ich rechne vielmehr mit einem Umdenken, welches eine entwicklungsfähige Menschheit zu Höherem führt. – gwf

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