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Tagesarchiv für 23. September 2010

Nützliche Beobachtungen zur BR-Wahl

Donnerstag, den 23. September 2010 um 8:55

An Kleinigkeiten wird die Wahrheit deutlich:

– Wie versteinert sass Jacqueline Fehr an ihrem Pult, als sie ihre Abwahl im Kreis der Kandidaten zur Kenntnis nehmen musste. Karin Keller-Sutter wurde gleich gar nicht mehr gezeigt, als sie ausschied.

– Toni Brunner gab J.F. Rime nur extrem kurz die Hand, als dieser gegen Simonetta Sommaruga ausschied. Er hätte ihn mindestens umarmen sollen, denn Rime rettete an diesem Tag die Ehre der SVP.

– Martin Baltisser, Generalsekretär SVP, und Caspar Baader, Fraktionschef der gleichen Partei, wirkten sehr souverän und zeigten, dass die SVP auch ohne Zürcher Potential hat.

– Urs Schwaller, Fraktionschef SVP, trat in Bestverfassung auf und macht deshalb Hoffnung auf eine sichere Zusammenarbeit der Fraktionen.

– Pascale Bruderer leitete die Wahl ausgezeichnet und gab dem Amt Würde.

– Der Bundesplatz war während der ganzen Wahl von den Anhängern der Kandidaten eher schwach besetzt. Die SF-Kamera hatte Mühe, Masse vorzutäuschen.

Die FDP ist nur Co-Sieger?

Donnerstag, den 23. September 2010 um 8:50

Mit der Wahl von Johann Schneider in den Bundesrat gibt sich die FDP als Siegerin. Ihm wünscht sie „viel Kraft und Durchsetzungsvermögen“ in seinem neuen Amt. Der vorzeitig ausgeschiedenen FDP-Kandidatin Karin Keller-Sutter wird zur „beeindruckenden Kandidatur“ gratuliert mit „der Freude an ihrem zukünftigen Engagement“. Ist die FDP nun Sieger oder nur Co-Sieger von Johann Schneider? Die vorzeitige Abwahl von Karin Keller-Sutter, die gegen Schneider und Rime ausschied, ist letztlich auf Regiefehler der FDP zurück zu führen. Rime wäre zu schlagen gewesen, aber genau dies misslang.

Es misslang ebenso, wie die falsche Tonalität in der Erklärung der FDP-Fraktionschefin zum Auftakt der Ersatzwahlen im Saal für erhebliche Unruhe sorgte. Gabi Huber spielte die „Kampfansage der Grünen“ viel zu hoch und trug damit eher zum guten Abschneiden der Kandidatin Brigit Wyss dieser Fata Morgana-Partei bei. Es fehlt den Spitzen der FDP an Eleganz wie an Souveränität, um sicher zu wirken. Johann Schneider aus eigener Kraft gewonnen und nicht weil die FDP in glanzvoller Verfassung ist. Die zentralen Fragen, wie die FDP im kommenden Jahr die Wahlen gewinnen will, bleiben damit unbeantwortet. Ein Schneider macht noch keinen Frühling.

Wieviel Erde braucht der Mensch?

Donnerstag, den 23. September 2010 um 7:48

In einer der grossen russischen Erzählungen wurde die Frage schon einmal gestellt, als der Bauer den ganzen Tag kräftig ausschritt und zuletzt rannte, um viel Land zu erwerben. Er starb, als er am Ziel ankam. Der in Zürich geplante kantonale Justizpalast sah für seine Mitarbeiter pro Kopf 20 qm Bürofläche vor, was komfortabel ist. Zürcher Banken gestehen ihren Mitarbeitern offiziell 14 qm zu, aber in den IT-Abteilungen sind es nur noch 7,5 qm pro Kopf. Bildschirm steht an Bildschirm. Die Massentierhaltung des Menschen ist längst im Gange, nicht nur bei den Textilarbeitern in Bangladesh. Der Zürcher Komfort-Palast wurde im Parlament abgelehnt.

Mit Loughlin die Grünen schlagen

Donnerstag, den 23. September 2010 um 7:18

Der Boom grüner Politik, welcher heute gut zehn Prozent der Schweizer Bevölkerung erreicht, ist ein Irrtum. Aber wie beweisen? Rufen wir Robert B. Loughlin, den Physik-Nobelpreisträger aus dem Jahr 1998 zu Hilfe, der sagt, was die Regierungen gegen CO2 täten, sei beachtlich, aber völlig ineffektiv. Die Erde reguliere sich seit Millionen Jahren selber; unser menschlicher Einfluss sei sehr gering. Auch vor dem Anstieg des Wassers müssten wir nicht besorgt sein. Seit der Industriellen Revolution vor gut 150 Jahren sei etwa 200 Meter hoch Regenwasser auf die Erde gefallen, so hoch wie höchsten Walliser Staudämme, aber nichts sei geschehen. Mit dem Regen, der seit 11 000 Jahren gefallen sei, könne man viermal die Erdmeere füllen; mit dem Regen seit der Zeit der Saurier vor 70 Mio. Jahren hätte man die Ozane 20 000ml auffüllen können. Nur in geologischen Zeitalters könne der Mensch der Erde Schaden antun, so Loughlin. Wir dürften unsere SUVS und Grosscomputer ruhig weiter benutzen. Wer es nicht glaubt: Vor sechs Mio. Jahren lag das Mittelmeer trocken, vor 90 Mio. Jahren hatten Alligatoren in der Arktis, Vor 300 Mio. Jahren war der Norden Europas eine Wüste und Kohle bildete sich in der Antarktis. Bei allen diesen Vorfällen waren keine Menschen involviert.
Weder FDP noch SVP oder CVP machen genügend Basisarbeit, um den überflüssigen Grünen Parteien den Boden unter den Füssen wegzuziehen. Es wäre an der Zeit.

Eine attraktive Alternative zur OSEC

Donnerstag, den 23. September 2010 um 7:17

Während über die staatlich finanzierte OSEC allerlei Geschichten über deren Effizienz im Umlauf sind, ist mit Unterstützung vieler Kantone, Gemeinden und anderer Behörden der deutsche Bundesverband Mittelständische Wirtschaft in der Schweiz aktiv geworden. Geführt vom Landesbeauftragten Schweiz, Oskar G. Loewe, werden in der Schweiz ansässige Unternehmer deutscher Herkunft betreut und Schweizer Unternehmen die Türen nach Deutschland und in andere Länder geöffnet. Der international vernetzte Unternehmerverband ist auch in der Schweizer Verbandsszene gerne gesehen. In Brüssel hat der BVMW einen europäischen Verband der Mittelstandsverbände ins Leben gerufen, die dann auch in der EU direkten Zugang haben.

Die Stuttgarter Gottardo-Krise

Donnerstag, den 23. September 2010 um 7:17

Im benachbarten Stuttgart steht die Regierung machtlos vor dem Volk. Dieses protestiert seit Wochen gegen den geplanten Grossbahnhof, ein Schlüsselprojekt für den deutschen Nord-Süd-Verkehr. Dies wäre vergleichbar mit einem Protest der Schweizer Bevölkerung gegen den Baubeginn des jetzt vor der Fertigstellung stehenden neuen Tunnels durch den Gottardo. Was die Schweizer Regierung, angeführt von alt Bundesrat Dölf Ogi, der auch den NEAT-Basistunnel am Lötschberg durchsetzte, besser als die Stuttgarter Schwaben geleistet hat, war die Kommunikation. In Baden-Württemberg, wie andernorts, steht das deutsche Volk gegen seine Regierung auf. Jeder Protestierer im Schwabenland steht für eine Hundertschaft ähnlich Denkender, denen die Regierung eine angemessene Erklärung bisher verweigert hat. Als Schweizer dürfen wir stolz sein, dies besser gemacht zu haben. Umso bestürzender ist die Tatsache, dass „Stuttgart“ uns bei den Süd- und Ostanflügen über den Tisch gezogen hat. Dem lag aber die Weigerung unseres EU-Fans im Bundesrat, Moritz Leuenberger, zugrunde, sich einer echten Diskussion mit Stuttgart und Berlin zu stellen.

 
     
     
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