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Alte Schweizer Gesellschaft brilliert

22. September 2010 um 7:14

Gleich bei drei Anlässen konnte man die einflussreiche alte Schweizer Gesellschaft bewundern, wie sie sich, ihrer selbst bewusst, ihrer sozialen und kulturellen Verantwortung stellte:
– STAB, die Stiftung für Abendländische Ethik und Kultur, überreichte durch ihren Präsidenten, den liberalen Vordenker Robert Nef, der Schweizer Berghilfe den Jahrespreis von Fr. 50 000.–. Die 1943 gegründete Berghilfe ist ein hervorragender Akt schweizerischer Solidarität, wo jedes Jahr von 60 000 Spendern rund Fr. 25 Mio. für Projekte in den Schweizer Bergen vergeben werden. Beim Festakt, wo die Bergbevölkerung von der „Strichmusig Neff“sehr kunstfertig vertreten wurde, entstand jedoch das Bild einer Schweizer Bergbevölkerung (beschaulich, urchig, knorrig, im Kern ergeben, demütig und manchmal trotzig), das der heutigen Vitalität der Kantone Wallis, Schwyz und Uri wenig entspricht. Die Bergbevölkerung „als Genreserve der Schweiz“ ist wohl eher Realität, sind die Söhne und Töchter der Berge doch längst in die Talschaften hinabgestiegen, um Wirtschaft, Kultur und Politik der ganzen Schweiz anzutreiben.
– Einiges jünger war das Publikum aus der ganzen Schweiz, das dem Ruf des St. Galler Bankiers Dr. Konrad Hummler in die ev. Kirche Speicher/AR folgte. Dort liess der bekannte Mäzen (Bach Stiftung) eine weitere Kantate des Leipziger Meisters aufführen. Unter Leitung des begnadeten Musikers Rudolf Lutz wurde BWV 138 „Warum betrübst Du Dich, mein Herz?“ in den Kirchenraum aus dem Jahr 1732 projiziert, der nur wenige Wochen älter ist als die Bach’sche Kantate selber. Bach musste seinerzeit ebenso hart arbeiten wie sein heutiger Schweizer Mäzen, der ob seines Genies wie Fleisses in kürzester Zeit zu einem der zehn wichtigsten Schweizer Bankiers aufgestiegen ist.
– Wenige Tage zuvor trafen sich konservativ-katholische Kreise der Oberliga zur Eröffnung von „Radio Maria“ in Adliswil. Dieser international erfolgreiche katholische Privatsender, der zuletzt in Polen grosses Aufsehen erregt hat, tritt nun auch in der Schweiz für ein römisch-katholisches Christentum ein, das den strengen Vorgaben des Vatikans Folge leistet. Bischof Vitus Huonder aus Chur sprach die Grussworte, die liberale Zürcher Geistlichkeit zeigte sich überrascht.

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