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Tagesarchiv für 20. September 2010

Die EU hat vier Prozent Ausländer

Montag, den 20. September 2010 um 11:27

Die Schweiz hat 22% Ausländer, die EU nur 4%. Deutschland hat 5,7% Ausländer, Frankreich 3,8%, Italien 4,6%. Ich finde, wir Schweizer verhalten uns angesichts dieser Zahlen noch sehr vernünftig. Österreich, das einen Haider hjervorbrachte, hat nur 6,6% Ausländer. Wer macht etwas falsch? Wir sind wohlhab end, die anderen klagen.

Wenig begehrte Schweizer Grossbanken

Montag, den 20. September 2010 um 10:45

Wer als Investment Banker arbeiten möchte, geht zuerst zu Anshu Nain von der Deutschen Bank (zwei von dreien), dann zu Goldman Sachs (44%), dann zu JP Morgan (jeder Dritte). Zur UBS möchte nur jeder sechste, zur Credit Suisse nur jeder Siebente. Ob wir damit wohl wieder Weltspitze werden?

England ist Dritte Welt

Montag, den 20. September 2010 um 10:43

Kurt Kochs Vorgänger, der 77jährige Kardinal a.D. Walter Kasper, meint, wer in Heqthrow landet, sehe sich bereits in einem Land der Dritten Welt. So klar brachte bisher niemand den Absturz Grossbritanniens zum Ausdruck. Gegen die Neu-Atheisten will Pontifex Benedikt XVI. kämpfen, indem er den Anglikanern, die wie die Schweizer Reformierten auf verlorenem Posten stehen, die Zusammenarbeit anbietet.

Medienführerschein – mehr als Papier?

Montag, den 20. September 2010 um 10:43

Wenn in der Primarschule künftig ein Medienführerschein mit Noten vergeben wird, müssen auch die künftigen Vorgesetzten dieser medienklugen Schüler über solche Kompetenzen verfügen. Nicht nur das, auch die Politiker werden gefordert sein, dem mediensicheren Nachwuchs etwas zu bieten. Geht die Schweiz in eine neue Medienwirklichkeit? Es war immer das Ideal aufgeklärter Bürger, mittels der Medien zur Kompetenz zu gelangen. Will die Schweiz dies nun, gegen die Trends in aller Welt, nochmals bestärken? Innerhalb einer Generation würde ein neues Bürgertum heranwachsen, das ein Inserat, einen Spot, ein Sponsoring-Programm von gesicherten Inhalten und Kommentaren unterscheiden könnte. Der Ständerat, als er diesem zustimmte, wagte einen grossen Traum. Der Verband Schweizer Medien (ex Verlegerverband) hat sich dazu noch nicht geäussert; er kann es wohl nicht glauben.

Deiss und Ban schwächen die UNO

Montag, den 20. September 2010 um 7:30

Natürlich bin ich froh und stolz, dass Joseph Deiss für ein Jahr zum UNO-Präsidenten gewählt wurde. Er sagt selbst von diesem Amt, er sei Vermittler der Interessen der UNO-Mitglieder. Ban Ki-moon der global unbekannt gebliebene Generalsekretär der UNO hat auch kaum etwas geleistet, das der Weltöffentlichkeit aufgefallen wäre. Zwei schwache Männer an der Spitze der UNO? Das ist ganz im Interesse der USA, die damit ihre eigene Politik nicht gefährdet sieht. Die UNO hat riesige Aufgaben; derzeit ist unbekannt, welche sie erfolgreich abschliessen will.

Adolf Muschg, erschütternd

Montag, den 20. September 2010 um 7:30

Was bleibt von einem Menschen, dessen letzte Romane keine grossen Erfolge gewesen sind, der sein Leben noch einmal auf 450 Seiten zusammen fassen will und wieder gegen die Wand derer rennt, die solches nicht mehr wichtig finden? Adolf Muschg’s „Sax“, den ich nun mühsam durchgeblättert habe, macht das Scheitern der 68er deutlich, aber auch das Scheitern des Autors. Was tut ein solcher Mann, der fast als Schweizer Nationalschriftsteller gilt, mindestens sich aber so sieht? Wird der Charakter aus der Schrift nicht deutlich, rasiert er sich modisch den Kopf. Muschg trägt Kopfglatze, ganz wie die jungen Scheinradikalen, die nichts mehr auf dem Kopf, selten aber etwas im Kopf haben.

Goldene Jahre für US-Militärindustrie

Montag, den 20. September 2010 um 7:30

Ganze 13 Jahre hintereinander sind die Militärausgaben der USA angestiegen; im Budget für das kommende Jahr sind dafür USD 567 Mia. vorgesehen. Dieser wichtige amerikanische Industriezweig ist bedroht, weil das Land sich in der Folge derart verschuldet hat, dass ein Zusammenbruch des USD nicht mehr unwahrscheinlich ist. Wer die amerikanischen High Schools und Universities wie die Forschungsausgaben lobt, muss immer hinzufügen: Vieles davon ist militärische Entwicklung. Die Ergebnisse dieses Programms sind extrem unbefriedigend: Ein verlorener Krieg im Irak, ein weiterer verlorener Krieg in Afghanistan. Ein von den „war lovers“ gewünschter neuer Krieg gegen den Iran. Deutschland und Grossbritannien haben angekündigt, dass sie diesen Unfug nur noch beschränkt mitmachen. Beide Staaten kürzen ihre Militärbudgets weiter; Deutschland baut ein Drittel seiner Soldaten ab. Hier kann nur Ueli Maurer mit seiner „besten Armee der Welt“ helfen. Ich sehe, wie er seine, Radler-und Maultiertruppen in die Berge Afghanistans sendet, um dort eine neue Schweiz aufzubauen. Erinnern wir uns an Rilke im „Cornett“, auch eine militärische Tragödie: „Das Schöne, das wir erleben, ist nur der Anfang des Schrecklichen, den wir gerade noch ertragen.“

 
     
     
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