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Tagesarchiv für 17. September 2010

Der Palast und die Wohltätigkeit

Freitag, den 17. September 2010 um 10:10

Die Winterthurer Gesellschaft ist widersprüchlich, weil der alte Freisinn sich aufgelöst hat und sich auf die Hängen zurück gezogen hat, welche das Stadtzentrum umgeben. Im Zentrum lebt nur noch alt Bundesrat Rudolf Friedrich, gewissermassen als Monument des alten Winterthurs. Aus den Sozialdemokraten, die früher in den Sulzer-Werkstätten arbeiteten, sind wohlhabende Lehrer und Beamte geworden. Ihr Wählerstamm wurde abgelöst von Serben, Kroaten, Albanern und Kosovaren, die nicht an die Urnen gehen dürfen, aber die besten Schweizer Kick-Boxer produzieren. Der Stadtrat ist stolz auf einen Velo-Kürzestweg von 180 Metern, der fast eine Million Franken kostete, der teuerste der Welt. Im städtischen Casino-Theater, von Theater-Linken und scheinliberalen Unternehmern gegründet, lässt sich nun der Thurgauer Unternehmer-Erbe Daniel Model feiern. Er baut in der Nachbarschaft für CHF 10 Mio. einen eigenen Palast für sein Reich „Avalon“, das sich auszeichnet, weil dort keine Sozialleistungen geboten werden sollen. Die Winterthurer Millionärs-Erben versammeln sich auf Models Einladung im Casino-Theater, um einen kleinen sechsstelligen Betrag für Kinder zu spenden. Das reicht gerade, um die Küche des Model’schen Palastes zu finanzieren. 3000 Model-Mitarbeiter müssen dafür arbeiten, um derlei Spinnerei zu finanzieren. Doris Leuthard und Simon Ammann, die eine Kunstfliegerin der Politik, der andere der eisigen Lüfte, haben ihre Mitwirkung zugesagt. Die provinzielle Schweiz ist im Begriff, sich lächerlich zu machen.

Wollen die Grossbanken Schneider-Ammanns Kopf?

Freitag, den 17. September 2010 um 10:02

Sicher trifft es zu, dass vor allem die beiden Grossbanken UBS und CS schon lange hinter den Kulissen gegen Johannes Schneider-Ammann blank gezogen haben. Der massvolle Berner Industrielle hat sich stets gegen die masslosen Boni ausgedrückt. Jetzt haben die Grossbanken Angst, einen potentiellen Masshalter im Bundesrat zu haben, der nicht wie Hans-Ruedi Merz, der gescheiterte FDP-Bundesrat, zuerst Banken- und dann Volksvertreter ist. Welche Rolle dabei die FDP-National- und Ständeräte im Kanton Zürich spielen, wollen diese nicht enthüllen. Klar ist die Aussage aus dieser Richtung: „Schneider-Ammann wird sicher zuerst von den Vertretern anderer Parteien gewählt.“ Karin Keller-Sutter ist zuerst einmal eine Übersetzerin, dann eine Sicherheitspolitikern (was immer dies real bedeutet), und sonst? Wird Schneider-Ammann nicht in den Bundesrat gewählt, bedeutet dies einen weiteren Sieg der Banken-Schweiz gegen die B-Schweiz der 90% der anderen Schweizer. Dies zu verfolgen, belebt.

Wien top, Zürich flop

Freitag, den 17. September 2010 um 7:33

Während der aus Zürich vertriebene ehemalige Schauspielhaus-Direktor Matthias Hartmann am Wiener Burgtheater das Publikum zuhauf anzieht, hat seine aus Basel stammende Zürcher Nachfolgerin Barbara Frey grössere Mühe, das Volk zu begeistern. Hartmann scheut Innovation und Skandale nicht, wird von der Kritiker-Gilde auch nicht verwöhnt, aber er sorgt für Gesprächsstoff. In Zürich dagegen ist es totenstill rund um das Schauspielhaus. Was dort gespielt wird, interessiert kaum. Frey hat sich noch ein Jahr Geduld auserbeten; derlei Wünsche sind wenig zeitgemäss. Offensichtlich rückt nach der Marthaler- und Hartmann-Krise nun eine Frey-Krise näher. Unsere liebenswerte Zürcher Stadtpräsidentin Corine Mauch hält offensichtlich ihre schützende Hand über der sanften Baslerin, denn einen aktiven Kulturchef hat die Limmatmetropole derzeit auch nicht.

„Seefeldisierung“ ist Klasse

Freitag, den 17. September 2010 um 7:26

Wenn es nach einigen Menschen ginge, würden alte Stadtquartiere, wie das Zürcher Seefeld, bald wie die Innenstadt von Havanna aussehen, mindestens in deren nicht renovierten Teilen. Der Vorgang der Modernisierung wird von diesen Menschen abschätzig „Seefeldisierung“ genannt. In Wirklichkeit handelt es sich zumeist um leicht heruntergekommene Altbauwohnungen, deren oft ältere Besitzer sich eine Renovation nicht mehr leisten können oder wollen. Manchmal sind es auch die Erben solcher Häuser, die nicht für eine angemessene Instandhaltung sorgen. Diese zu verkaufen und dann zeitgemäss herzurichten, ist vernünftig. Billigen Wohnraum gibt es ausserhalb von Zürich zuhauf, aber sicher kein Recht darauf, dort zu wohnen, wo man es sich nicht leisten kann.

Der kunstsinnige Fürst in Zürich

Freitag, den 17. September 2010 um 7:23

Charlene Wittstock soll in Monaco als neue Fürstin die Nachfolgerin von Grace Kelly werden. Bei einem Gespräch mit Bettina Portmann, der Unterhaltungschefin der „Schweizer Illustrierten“, sagte sie: „Mein Verlobter versteht viel von Kunst. Dieses Jahr war Monaco Gastgeber einer Damien Hirst-Ausstellung.“ Fürst Albert II. hatte in diesem Fall wohl nicht die beste Nase, denn die Preise der Werke des Kunstabzockers (Haifisch im Glas) sind um über 90% eingebrochen.

 
     
     
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