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Tagesarchiv für 15. September 2010

Die neue FDP-Tragödie

Mittwoch, den 15. September 2010 um 12:02

Soll die FDP nun eine eloquente Übersetzerin, die sich als Sicherheits-Expertin geoutet hat, zur Bundesrätin machen oder einen über Jahre erfolgreichen Unternehmer, Präsident eines der grossen Schweizer Industrieverbände und Politiker, der Bern aus der Hosentasche kennt? Die Auseinandersetzung zwischen Keller-Sutter und Schneider-Ammann nimmt groteske Züge an. Gemäss der von uns vorgebrachten Meinung spielt die Qualität der Bundesräte eigentlich keine Rolle mehr, da die Konzerne der A-Schweiz ohnehin das Sagen haben und die verbleibenden 90% der B-Schweizer die Faust im Sack machen können. Danach müsste Keller-Sutter Bundesrätin werden, denn sie gefällt allen und wird das Volk im Zaum halten. Johann Schneider-Ammann ist ein Schweizer Unternehmer alter Schule, der nicht schön redet, sondern immer nur gehandelt hat. Er gilt für die beiden Grossbanken und die Schweiz. Bankiervereinigung als wenig berechenbar. Eine Karriere-Übersetzerin passt besser in das Bild der Finanzkonzerne, den sie tönt gut.
Noch verrückter ist das Angebot der SVP, den Fribourger Herrenreiter Jean-François Rime zum Bundesrat zu machen. Der Holzindustrielle lässt sich gerne vor seiner Jagdbeute und kunstvollen Metall-Reiterstatuen abbilden. Er sagt schon von Anfang an: „Mit Eveline Widmer-Schlumpf will ich nicht zusammen arbeiten und mit Micheline Calmy-Rey kann man es wohl nicht.“ Wir sind offensichtlich unterwegs, die Schweiz zu einem drittklassigen Staat zu machen, denn staatsmännische Kunst ist nicht mehr gefragt.

Für wen arbeitet die SVP?

Mittwoch, den 15. September 2010 um 11:59

Die SVP-Parlamentarier in Bern haben dagegen gestimmt, den Opfern in Haiti das in der Schweiz liegende Geld der Familie Duvalier auszubezahlen. Die „Lex Duvalier“ kam mit grosser Mehrheit gegen die SVP-Parlamentarier dennoch durch, weil sich FDP-Parlamentarier wie Nationalrat Johann Schneider-Ammann dafür einsetzten. Die SVP Schweiz wird von zwei Zürcher Milliardären, Dr. Christoph Blocher und Walter Frey, geführt. Sie kontrollieren die Parteistrategie und die Finanzen. Was sie ernsthaft für unsere Bauern, das Gewerbe und die alten Schweizer tun, ist unbekannt.

Wenig begehrte Schweizer Grossbanken

Mittwoch, den 15. September 2010 um 10:59

Wer als Investment Banker arbeiten möchte, geht zuerst zu Anshu Nain von der Deutschen Bank (zwei von dreien), dann zu Goldman Sachs (44%), dann zu JP Morgan (jeder Dritte). Zur UBS möchte nur jeder sechste, zur Credit Suisse nur jeder Siebente. Ob wir damit wohl wieder Weltspitze werden?

Herbst der US-Superstars

Mittwoch, den 15. September 2010 um 10:45

Jetzt hat Barack Hussein Obama seinen Chefberater Rahm Emanuel gefeuert, der als wirklich intellektueller Superstar, unbesiegbar, eingeführt wurde. Er ist früh verblasst. Das erinnert mich an George W. Bush’s Ausenministerin (deren Name niemand mehr weiss), die Russisch konnte, Klavierspielen und auch sonst ein Tausendsassa war. Was blieb von ihr? Nichts. Oder Hillary Clinton, die laufend um die Welt reist, grossmütterlich lächelt und nichts erreicht. In unseren beiden Grossbanken UBS und CS, aber auch sonst, sieht man solche brillante Wesen, Produkte des US-Hochschulsystems, das letztlich gescheitert ist. Dazu gehört auch Barack H. Obama, der gerade sagte: „The U.S. economy has started to turn the corner.“ Sein Wort in Gottes Ohr. Da lobe ich mir die schweigsamen Chinesen und Inder, die kaum auffallen. They deliver.

England ist Dritte Welt

Mittwoch, den 15. September 2010 um 10:08

Kurt Kochs Vorgänger, der 77jährige Kardinal a.D. Walter Kasper, meint, wer in Heqthrow landet, sehe sich bereits in einem Land der Dritten Welt. So klar brachte bisher niemand den Absturz Grossbritanniens zum Ausdruck. Gegen die Neu-Atheisten will Pontifex Benedikt XVI. kämpfen, indem er den Anglikanern, die wie die Schweizer Reformierten auf verlorenem Posten stehen, die Zusammenarbeit anbietet.

LI gegen WEF

Mittwoch, den 15. September 2010 um 9:34

Während Prof. Klaus Schwab uns schmeichelt, die Schweiz sei das tollste Land der Erde, setzt dem der liberale Think Tank LI entgegen: Wir sind nur Platz 4. Kaufkraftbereinigt verdienen die Schweizer weniger als ihre Kollegen aus Singapur, aus den USA und Hongkong. Das pro Kopf-Einkommen der Schweizer sei von 1980 (1 146.– auf 915.–) gesunken. Pierre Bessard bestätigt damit: Einige leben besser bei uns, viele schlechter.

Hat die FDP Schweiz noch eine Ideologie?

Mittwoch, den 15. September 2010 um 9:20

PP, Parteipräsident Fulvio Pelli, äussert sich kaum strategisch, andere im FDP-Vorstand auch nicht. Wer sind eigentlich die liberalen Grossgeister im Land? Robert Nef, Altmeister, Pierre Bressard, Neumeister, Alexis Keller, Thomas Maissen, Olivier Meuwly, Gerhard Schwarz, Uli Windisch. Pierre Weiss? Nur mit Fragezeichen. Genügend Intellektuelle. Wo sind die Macher?

Traumbücher aus St. Gallen

Mittwoch, den 15. September 2010 um 9:16

Gerade die Universität St.Gallen, wo viele Söhne und Töchter wohlhabender deutscher Familien studieren, legt ab und zu Publikationen vor, die den Niedergang Europas zur „Müdigkeitsgesellschaft“ (Schule Sloterdijk) bestätigen. Ein gutes Beispiel dafür ist „Manager Saläre“ (Orell Füssli) von Stephan Hostettler, der den „ökonomischen Fokus“ der Saläre bestätigt, aber „nur unter gewissen Bedingungen“. Hostettler empfiehlt die langfristige Ausrichtung der Salärgestaltung. Welcher Irrtum! Erstens haben wir keine homogene Schweizer oder europäische Gesellschaft mehr, die derlei einheitlich umsetzen kann. Zweitens ist Langfristigkeit heute für die meisten Firmen mehr ein Traum- oder traumatischer Begriff. Drittens will Hostettler nicht wahrhaben, dass die Einkommensfrage immer auch eine Frage der Macht ist. Was immer seine Studenten in St. Gallen lernen, aber mit Hostettlers Maximen werden sie nie wirklich zu jenen gehören, die „serious money“ verdienen. Sein Aufruf an die Aktionäre geht ebenso fehl. Kleinaktionäre verdienen heute weder bei HP, Microsoft oder Miracle ernsthaftes Geld, ebenso nicht bei Swisscom, Nestlé oder Novartis. Wir leben heute in einer Zeit, wo nur die Grossen Geld verdienen. Wer Kleingeld predigt, gehört zur „Müdigkeitsgesellschaft“, die an der Technischen Hochschule Karlsruhe gelehrt wird. Die mutigen St. Galler werden sich damit auseinander setzen müssen.

Genetiker, vereinigt Euch

Mittwoch, den 15. September 2010 um 9:15

Bisher hat noch niemand behauptet, der Genpool der Schweizer sei dem der umliegenden Völker über- oder unterlegen. An unseren fünf Goldküsten sind einige Menschen der Auffassung, er sei natürlich überlegen, aber wir äussern dies nicht, weil es ein Zeichen der Unterlegenheit wäre, solches zu tun. Während Muslime gerne innerhalb der Verwandtschaft heiraten, lehnen dies christlich-jüdische Gesellschaften ab, dies mit Ausnahme bestimmter Adelshäuser. Bei Cousin-Cousin-Ehen sinkt die Intelligenz um 3 IQ-Punkte, das erhöhte Krankheits-Risiko nicht gerechnet. In der Türkei werden 21% aller Ehen zwischen Verwandten geschlossen, in Afghanistan 55%, in Pakistan 61%. In Westeuropa liegt die Häufigkeit solcher Ehen unter einem Prozent. Ein generell geringes Bildungsniveau der Eltern aufzuholen, dauert 1-2 Generationen. Im 20.Jahrhundert nahm die Intelligenz pro Dekade im Schnitt um 3-5 IQ-Punkte zu, Theo Sarrazin lag hier weitgehend richtig. Gönnen wir ihm seine zusätzlichen Euro 1000.— pro Monat. Wir wissen seither:
– Dr Vorsitzende des Zentralrats der Muslime in Deutschland sagt: „Wir wollen die Religionsfreiheit nicht einer wie immer gearteten Integration unterordnen,“
– Ministerpräsident Erdogan sagte vor zwei Jahren in Köln: „Assimilation ist ein verbrechen gegen die Menschlichkeit.“

Merke: Kinder in verarmten Haushalten geht es immer schlecht. Wo in jeder Hinsicht Mangel herrscht, sinkt der IQ.

Franzen und wir?

Mittwoch, den 15. September 2010 um 9:15

Der neue Roman Jonathan Franzens, den ich mir angetan habe, ist ein Kaleidoskop der amerikanischen Gesellschaft. Es gibt keine Persönlichkeiten mehr, wie wir sie vor 40 Jahren noch hatten. Die klassische Intelligenz und Bildung ist bei den heute 30jährigen nahezu verschwunden. Diese Elite fehlt auch in höchsten Positionen. Was wir Franzen glauben, wenn wir ihm glauben, sollte uns der eigenen Elite gegenüber misstrauisch machen.

 
     
     
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