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Tagesarchiv für 13. September 2010

Galladé 2 gegen „Weltwoche“

Montag, den 13. September 2010 um 9:46

Was haben wir nur für Jungpolitiker? Als seine erste Amtshandlung bezeichnet es der neue 35jährige Winterthurer SP-Stadtrat Nicolas Galladé, in seinem Sozialdepartement das Abonnement der „Weltwoche“ abbestellt zu haben. Ist das die Schweiz der Zukunft? Man kann über Roger Köppel verschiedener Auffassung sein. Tatsache ist, dass er in jeder „Weltwoche“-Ausgabe 1-2 Artikel publiziert, die unbedingt lesenswert sind, für Politiker sogar Pflichtlektüre. Lieber wüsste ich, was Galladé 2 liest, um besser einschätzen zu können, wer in der Wachstumszone Winterthur, die künftig auch von der Implenia entwickelt werden wird, das Kommando führt. Wir müssen mehr lesen, gerade auch unsere Gegner, und nicht Abonnemente abbestellen, weil wir zu dünnhäutig sind.

Zweifel am World Economic Forum/WEF

Montag, den 13. September 2010 um 8:22

Wer Grosses wagt, wie Prof. Dr. Klaus Schwab, der Gründer des WEF in Davos, muss für Innovation offen bleiben. Die „Davoser Mutter aller WEF-Konferenzen“ hat soeben eine Analyse vorgelegt, welche dem Gastland Schweiz schmeichelt: Die Schweiz ist, noch vor Schweden und Singapur, am besten auf die Globalisierung vorbereitet. Wir bräuchten allerdings mehr Studenten. Dem widersprichen Prof. Dr. George Sheldon, Universität Basel, und Prof. Dr. Patricia Wolf, Universität Luzern, die unter dem Beifall der Fachleute sagen, das WEF vergleiche Äpfel mit Birnen und verwechsle Qualität mit Quantität, mindestens im Hinblick auf die Studenten. Der Saaser Spitzenhotelier Beat Anthamatten (mit 5-Stern-Hotel Ferienart in Saas Fee) hatte Ende August die ersten 80 Teilnehmer zu einem „intelligenteren WEF“ drei Tage zu Gast. „Saas Freak 2010“, das von den Teilnehmern umjubelt wurde, soll ein „Saas Freak 2011“ folgen. Das Match Saas Fee: Davos ist eröffnet.

Die Staaten sind pleite, die Banker feiern

Montag, den 13. September 2010 um 8:20

Wie elegant die globalen Bankiers ihre Risiken und Schulden auf die einst reichen Staaten der westlichen Welt abgeladen haben, erstaunt nur einfache Gemüter. Eine Basler Politikerin sagte mir: „Als ich jung war, nahm ich an, die Zürcher Bahnhofstrasse regiere das Land. Heute weiss ich, dass es stimmt.“ In der Folge werden die Nationalstaaten wieder ein wenig mehr auseinander brechen, denn niemand braucht England, aber manche London. Berlin ist ein teures Prestigespielzeug für die Regierung, aber Frankfurt mit der Deutschen Bank lebt auf einem anderen Kontinent. In der Schweiz taumeln die von den Steuerzahlungen der Banken abhängigen Kantone und Städte in den kommenden drei Jahren ins finanzielle Abseits, während die bankenunabhängigen Kantone stabilere Bilanzen aufweisen werden. Wir leben in einer Zeit der Umwertung der Werte. The fight for cash is on.

Bundesamt fürEnergie: sprachlos

Montag, den 13. September 2010 um 8:20

Weit über eine Milliarde Franken dürften die Schweizer Steuerzahler schon dafür aufgewendet haben, in der Schweiz ein Endlager für atomare Abfallprodukte zu finden. Wie sprachlos das Bundesamt für Energie in dieser Angelegenheit geblieben ist, beweisen die jüngsten Präsentationen:
– Auf die Frage, was mit den Risiken sei, antwortet Nagra-Geschäftsleiter Markus Fritschi: „Bei den radioaktiven Abfällen handelt es sich eben nicht um kompostierbare Abfälle, sondern um Abfälle die bei falscher Behandlung sehr gefährlich sind.“
– Auf die Frage, was geschehe, wenn das atomare Material in den Rhein austrete, antwortet BfEVertreter Bühlmann: „Es gibt keine absolute Sicherheit.“
Rhetorisch ist man in Bern der Aufgabe der Vermittlung offensichtlich wenig gewachsen. Man kann nur glauben und hoffen, das Amt sei den technischen Risiken nicht hilflos ausgeliefert.

Alte Männer bereuen: Fidel Castro und Lee Kuan Yew

Montag, den 13. September 2010 um 7:47

Beide haben Grossartiges geleistet:

– Fidel Castro hat die Gringos 50 Jahre von seiner Insel weggehalten. Jetzt sagt er: Wirtschaftlich haben wir nicht alles erreicht, was wir wollten.

– Lee Kuan Yew, der in 60 Jahren mit eiserner Hand Singapur zu einer Weltmacht machte, gesteht: „Ich musste unangenehme Dinge tun, Menschen ohne Urteil ins Gefängnis stecken.“

Die beiden alten Männer haben, jeder auf seine Art, viel erreicht. Allen konnten sie es nicht recht machen.

 
     
     
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