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Tagesarchiv für 10. September 2010

Verteidiger von Altdorf und Frauenfeld

Freitag, den 10. September 2010 um 10:14

Die Schweizer Bünzli-Fraktion mokiert sich darüber, weshalb im Zürcher „TagesAnzeiger“ seit kurzem eine englischsprachige Beilage der „New York Times“ beiliegt. Natürlich, wer sich in der Schwyzerdütschen Provinz bewegt und das Englische noch schlechter als das Französische beherrscht, lehnt derlei Anglizismen ab. Die Verteidiger der Altdorfer und Frauenfelder Altkultur übersehen allerdings, dass der reichste Altdorfer ein sprachgewandter Aegypter, Samih Sawiris, ist, und Frauenfeld längst eine Kolonie deutscher Unternehmer, die vom Thurgau aus ihre Schweizer Stützpunkte verstärken. Ein gebildeter Schweizer versteht heute Englisch, den anderen bleibt das Schweizer Fernsehen und der Stammtisch.

Rentner narrt Berner Elite-Polizisten

Freitag, den 10. September 2010 um 10:10

Ein 67jähriger Bieler Rentner, den seine Geschwister aus dem elterlichen Haus werfen wollten, griff zum Gewehr, um seine vor der Versteigerung stehende Heimat zu verteidigen. Die Berner Elitepolizei umstellte sein Haus, weshalb er dennoch flüchten und auch per Auto durch sein Quartier fahren konnte. Die Berner Elitepolizei entschuldigt sich: „Wir mussten den deutschen Bundespräsidenten Christian Wulff bewachen und hatten einen weiteren schwierigen Fall in Interlaken.“ Jetzt wissen wir, wo in Bern die Grenzen unserer Staatsschützer liegen.

Deutsch-Schweizerisches Kaiserwetter

Freitag, den 10. September 2010 um 9:35

Wie einst Kaiser Wilhelm II., besuchte der deutsche Bundespräsident Christian Wulff bei seiner ersten offiziellen Auslandreise die Schweiz. Trotz Regens in weiten Landesteilen herrschte in Bern und Lausanne Kaiserwetter, als er von unserer ewig lächelnden (oder wie soll man dieses breite Zähnefletschen sonst nennen?) Bundespräsidentin Doris Leuthard durch die Elite und die Menge geführt wurde. Was Wulff sagte, kann man nur als „sachlich distanziert, aber freundlich“ bezeichnen. Hier herrscht keine Zuneigung; es dominieren die Interessen. Wulff übt mit seiner Zweitfrau, einer PR-Beraterin, den öffentlichen Auftritt. Leuthard, die Wochen voller Erfolge hinter sich hat, dient der CVP hervorragend durch öffentliche Präsenz. Beim Bad in der Menge strahlten die beiden Präsidenten zur Unterhaltung der Jubel-Rentner. Die Schweizer Jugend muss arbeiten.

Deutsch-Schweizerisches Kaiserwetter

Freitag, den 10. September 2010 um 7:15

Wie einst Kaiser Wilhelm II., besuchte der deutsche Bundespräsident Christian Wulff bei seiner ersten offiziellen Auslandreise die Schweiz. Trotz Regens in weiten Landesteilen herrschte in Bern und Lausanne Kaiserwetter, als er von unserer ewig lächelnden (oder wie soll man dieses breite Zähnefletschen sonst nennen?) Bundespräsidentin Doris Leuthard durch die Elite und die Menge geführt wurde. Was Wulff sagte, kann man nur als „sachlich distanziert, aber freundlich“ bezeichnen. Hier herrscht keine Zuneigung; es dominieren die Interessen. Wulff übt mit seiner Zweitfrau, einer PR-Beraterin, den öffentlichen Auftritt. Leuthard, die Wochen voller Erfolge hinter sich hat, dient der CVP hervorragend durch öffentliche Präsenz. Beim Bad in der Menge strahlten die beiden Präsidenten zur Unterhaltung der Jubel-Rentner. Die Schweizer Jugend muss arbeiten.

Der freie Westen hat keine Idee mehr

Freitag, den 10. September 2010 um 7:14

Haben die USA noch eine Staatsidee? Wohl kaum mehr. Seit Vietnam führen sie nutzlose Kriege, die sie auch noch verlieren. Das ganze Land kämpft gegen Wall Street, wo riesige Gewinne entstehen und privatisiert werden, während die Städte und Bundesstaaten verarmen. Wir müssen daher davon ausgehen, dass sich die USA auf die globale Kriegsführung reduzieren, denn dies ist ein Geschäft, wo eine elitäre Minderheit auf Jahre hinaus noch gut verdienen kann. Und die EU? Manche meinen, wie Robert Nef in der „Finanz und Wirtschaft“, sie sei eine „veraltete“ Einrichtung. Dem kann insofern widersprochen werden, als EU und Euro gegen die Interessen der USA geschaffen wurden. Mit dem aggressiven US-Dollar wäre Europa längst zu einem „grossen Balkan“ geworden, hätten wir die EU nicht als Mindestgarantie. Es sieht allerdings nicht so aus, derzeit mit Ausnahme der Deutschen, als seien alle EU-Staaten so leistungs- und opferbereit wie die Menschen zwischen Rhein und Elbe. Die Deutschen und die Schweizer (als nicht EU-Sonderfall) arbeiten und sparen, die anderen geben das Geld aus. Dies zum Vorteil der exportierenden Konzerne im Kern-Europa. Politisch ist die EU von den USA abhängig, denn die NATO gibt das Tempo vor. Deshalb fehlt Europa und der EU eine eigene Vision:
– Im Nahen Osten folgen wir den Wünschen der USA und Israels.
– In Afrika treten wir ratlos auf.
– Im Mittleren Osten geben die USA (noch) die Kommandos.
– In Lateinamerika sind wir gerne gesehen und geduldet, wenn wir uns von den US-Interessen absetzen, ermangeln aber einer eigenen Linie.
– Im „Far East“ werden wir von Jahrzehnt zu Jahrzehnt unbedeutender.

Ist dies zu pessimistisch? Wer die letzten 40 Jahre betrachtet, wird in diesem vorsichtigen Ausblick bestätigt. Wir werden zum Weltmuseum, denn eine sehr kleine europäische Elite kann global noch mithalten, während die anderen 500 Mio. Europäer bereits zur „Biomasse“ geworden sind, wie Nestlé-Ehrenpräsident Helmut Maucher dies einmal formulierte.

 
     
     
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