BLackbos UBS-Währungshandel
6. September 2010 um 7:24Täglich werden für vier Trillionen (viertausend Milliarden) US-Dollar Währungen gehandelt. Unser Schweizer UBS-Konzern ist neben der Deutschen Bank und Barclays einer bedeutendsten Händler. Was in dieser Blackbox vor sich geht, die den Banken nur geringe Gewinne bringen soll, weiss ausserhalb derBank niemand. Natürlich handelt die UBS für viele Kunden (die Schweiz ist ein global wichtiger Standort), aber handelt sie auch für sich selber? Der Schweizerfranken steigt und steigt, die UBS-Geldhändler müssten eigentlich wissen, wohin.


am 6. September 2010 um 8:42 Uhr.
Der Schweizer Franken ist ausserhalb der Schweiz eine reine Anlagewährung. Auch innerhalb der Schweiz werden heute viel mehr Geschäfte in Euro und Dollar abgewickelt als die Oeffentlichkeit ahnt.
Die Ueberbewertung des Schweizer Frankens trifft vor allem die exportorientierete Wirtschaft , dient in erster Liu nie ausländischen Geldanlagen in CHF – und treibt , nebenbei, die Preisspirale im Inland lustig an.
Bevor wir uns selber die Schweiz nicht mehr leisten können, sollten wir uns ernsthaft überlegen, ob wir uns nicht als Schweiz AG an die Börse bringen sollten, um vom überbewerteten Franken angemesssen zu profitieren.
Und so sieht der fertig ausgearbeitete Aktionsplan aus:
Jeder Schweizer erhält einen Grundstock an der Schweiz- AG in Form vinkulierter Namensaktien zugeteilt, sie sind nur mit Zustimmung der GV handelbar. 70% müssen dauerhaft im Besitz hier gemeldeter Schweizer Bürger sein. 30% % können als freihandelbare Aktien ohne Stimmrecht auch von ausländischen Investoren erworben werden Die auszuschüttende Dividende wird mit den Steuern verrechnet, dh. die steuerliche Belastung der Bürger-Aktionäre wird den Spitzensteuersatz von 18 % nie mehr übersteigen.
Die Regierung bleibt, was sie ist: ein Verwaltungsrat mit Exekutivfunktionen. Zweckmässig ist die Wahl eines Delegierten des VR , der die Geschäftsleitung bestimmt. Departemente heissen nicht mehr so, sondern Geschäftsbereiche. Sonst bleibt alles beim alten. Das Parlament entspricht dem Ausschuss der Generalversammlung mit erweiterten Kompetenzen. Die Bevölkerung ist das Aktionariat, das auch weiterhin demokratisch abstimmen kann und den Ausschuss (Parlament) wählt. Polizei und Militär entsprächen dem Sicherheitsdienst eines Konzerns, und die Justiz wäre einfach die Rechtsabteilung. Die Kantonalregierungen entsprechen den Regionalchefs eines Konzerns.
Noch Fragen?
Nicht der Fall. Dann schlage ich vor, wir lancieren sofort eine Volksinitiative: Die Unterschriften werden wir im Nu zusammen kriegen.
UBS und CS fusionieren derweil und bereiten als UBCS und Hausbank der Schweiz AG deren Going public vor. Die Nationalbank wird als Währungsabteilung in die UBCS eingegliedert. Auch hier bleibt somit fast alles beim alten.
p.s. 1: Toller Nebeneffekt: Wir wären ein- für allemal die ledige EU-Debatte los. Aktiengesellschaften können bis auf weiteres Nicht EU-Mitglied werden.
p.s. 2 : Was ich bei diesem kurzen Ausflug ins Aktienrecht nebenbei gelernt habe: Im Obligationenrecht unter Art.622 / Absatz 4 steht: “Der Nennwert der Aktien muss mindestens einen Rappen betragen”.
Das ist zu schaffen