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Friedmann-Schawinski: Ewig Unterdrückte wehren sich

3. September 2010 um 10:47

In Deutschland äusserte sich das Vorstandsmitglied der Deutschen Bundesbank, Thilo Sarrazin, gegenüber dem nationalen Hetzer Michel Friedmann unter der Gürtellinie. Sarazin hat gewusst, dass er einen Skandal auslösen wird und dass die Bundesbank in Folge dessen, nun seiner Entlassung entgegen sieht. Friedmann ist nicht ein “A…loch”, wie er von Sarrazin betitelt wurde. Friedmann ist ein bedauernswerter Mann mit zwei Gesichtern, der einem Rat als Vize vorsteht, der sich vermutlich in 1000 Jahren noch als Verfolgter sieht. Er reizt seine Gäste bis aufs Blut, so wie das unser happy Jolly Roger in der Schweiz auch so gerne tut. Doch Friedmanns Weste ist arg beschmutzt, weil er als Saubermann der Nation die feinen Feste mit Escortgirls und Rauschmitteln seiner Frau vorgezogen hatte. Der Zentralrat hat ihn damals gedeckt und geduldet. Eben, diese zwei Gesichter: das öffentliche und das wahre private. Der Mann ist ethisch eigentlich unhaltbar und nutzt nun die Situation dazu, wieder auf die Verfolgung in Deutschland aufmerksam zu machen. Dank sei Sarrazin. Gerade weil er jetzt PR für den Zentralrat machen kann, vergisst man dort sehr gerne und schnell die wüsten Geschichten um seine Vergangenheit. Langweilig, denn meine Generation betrifft das schlichtweg nicht mehr. Doch vergessen tue auch ich die Geschichte nicht.

Fidel Stöhlker

4 Kommentare zu “Friedmann-Schawinski: Ewig Unterdrückte wehren sich”

  1. Harry R. Wilkens

    Der stets solariumgebräunte Michel Friedmann ist die oberste moralische Instanz der deutschen Nation, noch weit vor Henryk M. Broder, der übrigens in der Affäre Sarrazin eher auf Sarrazins Seite steht, wie übrigens ich auch…
    Wenn man wie ich alle Talkshows zu diesem Thema sieht und hört, so fällt einem auf, wie eifrig alle unter den Rock bzw. Hosenanzug der Mutti Angela kriechen, eine breite Schleimspur hinterlassend. Roger Köppel war mal wieder eine löbliche Ausnahme, und vielleicht darf er deshalb nicht wieder zu solchen Shows eingeladen werden.

    http://www.sueddeutsche.de/politik/michel-friedman-zu-sarrazin-dieses-buch-ist-der-super-gau-1.993806

  2. rené w.

    Von der Wall Street kommt gerade die Meldung des offenen Kriegs der Herren Schwarzman, Loeb, Cohen, Singer und Blankfein gegen ihren Präsidenten, sie fühlen sich als Sündenböcke, die aremen jüdischen Banker, die rechtschaffenen !
    Kouchner, Minc in Frankreich, die charakterlosen Ueberläufer und Opportunisten, Friedmann in Deutschland, der abqualifizierte Schwätzer und aus Züri der Rosche – noch Fragen ?

  3. Mario

    Die ganze ‘Affäre’ Sarrazin entpuppt sich bei genauerer Betrachtung dann wohl als reine Inszenierung. Personen von seinem Profil rsp in seiner – normalerweise diskreten – Stellung treten nicht “einfach so” an die breite Oeffentlichkeit. Alles ist von ruhiger Hand geplant und gebilligt.

  4. Sven Sataric

    Die moralische Integrität von Michel Friedmann ist in Frage zu stellen, nicht nur wegen seiner Bordellbesuche und des dortigen Kokainkonsums. Ihm, als ehemaligen stellvertretenden Vorsitzenden des Zentralrats der Juden in Deutschland dürfte nicht entgangen sein, dass Sarrazin keine Gelegenheit auslässt, um die Verdienste der Juden für Deutschland zu loben. Und trotzdem verdreht er Sarrazins Thesen und stellt sie als judenfeindlich bzw. rassistisch. Dabei seien Naivität oder mangelnde Intelligenz als Ursache für seine Falschaussagen auszuschliessen. Nach dem Sarrazin mehrmals auf Beleidigungen zurückhaltend reagierte, blieb ihm schliesslich nicht anders übrig, als Michel Friedmann beim Namen zu nennen.

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