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Schweizer steigen ins Massengrab

3. September 2010 um 7:52

Schon über die Hälfte aller Bestattungen in Bern sind Beisetzungen in einem Massengrab, das man höflicherweise “Gemeinschaftsgrab” nennt. Erst seit einer Generation hat sich diese Begräbnisform “der Einsamen”, der heutigen Singles, entwickelt. Früher wurden diese Gräber “Armengräber” genannt, wo nur die Ärmsten bestattet wurden. Die Angehörigen der bürgerlichen Gesellschaft weigerten sich natürlich, nicht unter einem eigenen Grabstein zu ruhen. Dies ist ein starkes Anzeichen für den Verfall der bürgerlichen Gesellschaft. Die in den Städten und grossen Agglos lebenden Menschen werden immer mehr zum Verbrauchsgut, das geboren wird, kämpft und dann namenslos versenkt wird. Eine “charaktervolle Gesellschaft” ist das nicht mehr.

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