Gutes aus dem Norden
3. September 2010 um 7:52Die Deutschen wollten uns mit Macht den Eurofighter verkaufen. Gottseidank haben wir es nicht getan, denn die Betriebsstunde für eine dieser Kampfmaschinen kostet 74 000 Euro. Das wäre noch teurer, als uns unsere Spitzenbankiers kommen. Dafür müssen wir damit rechnen, dass die deutschen Sozialdemokraten zu den nächsten Wahlen nicht Parteichef Sigmar Gabriel, sondern den gestandenen und uns bestens bekannten Peer Steinbrück als Kanzlerkandidaten gegen Angela Merkel aufstellen. Merke: Auf die Velos, brave Eidgenossen, schliesst die Reihen, der Kavallerist steht vor der Tür.


am 3. September 2010 um 9:04 Uhr.
Die Zeitschrift “Cicero” (Ringier) veröffentlichte ein interview mit Helmut Schmidt. Er hält grosse Stücke auf Peer Steinbrück. Er sei einer der wenigen deutschen Politiker, der das Funktionieren der Finanzmärkte wirklich verstehe. Der amtierende Finanzminister Wolfgang Schäuble sei zwar integer und tüchtig, betreibe aber noch immer “learning by doing”. Uebrigens hat Steinbrück bei deutschen Banken einen guten Stand, generell in der Wirtschaft . In der Schweiz, logo, nicht, aber das gehört in die Abteilung Emotionen, Frustrationen, Illusionen & Co.
Es lohnt es sich , das Schmidt-Interview zu lesen (gibts auch online) .Der grummelnde Alte hat die Fähigkeit nicht verlernt, komplexe Sachverhalte gnadenlos, unideologisch und ohne Schnörkel auf den Punkt zu bringen. Er bekennt, ein alter Sozi zu sein und zu bleiben, aber nicht aus Nostalgie. Seine eigene Partei habe noch immer nicht den programmatischen Schritt von der Arbeiter- zur Angestelltenpartei geschafft. Aber das komme noch.