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Tagesarchiv für 3. September 2010

Moritz Leuenbergers diplomatische Krankheit

Freitag, den 3. September 2010 um 16:11

Zürichs katastrophalster Bundesrat seit 20 Jahren, der Linkskarrierist Moritz Leuenberger, drückte sich in Rheinfelden ein letztes Mal vor einer Begegnung mit der deutschen Bundeskanzlerin. Er war nicht verfügbar, weil er nicht mehr die geringste Lust hatte, sich für sein Wahlvolk rund um den Flughafen Kloten einzusetzen. Diese diplomatische Krankheit hatte zur Folge, dass Kanzlerin Angela Merkel den Südwestdeutschen ennet des Rheins versprach, in Sachen Lärmschutz und Sicherheit würden die deutschen Regeln gelten. Moritz, der Dienstverweigerer, liess sein Volk wieder einmal im Stich. Wer hat uns verraten, Sozialdemokraten.

Das Afghanistan-Debakel ist total

Freitag, den 3. September 2010 um 11:51

Präsident Karsai spuckt den westlichen Soldaten ins Gesicht, die ihn aufgebaut und verteidigt haben. Er sagte, ausser zivilen Opfern hätte der westliche Einsatz nichts gebracht (wahrscheinlich sagt er dies, damit er bei Machtübernahme durch die Taliban nicht, wie einige seiner Vorgänger, an einem Baum aufgehängt wird.) Der oberste Isaf-Kommandeur, der deutsche General Ramms (hübscher Name, warum nicht Rumms?) antwortet: „Karsais Wiederwahl wurde im wesentlichen durch die Isaf ermöglicht.“ Also keine Spur von demokratischen Wahlen, wie man uns weismachen wollte. Ramms freut sich: „Bereits sind 400 Talibanführer von Spezialkräften ausgeschaltet worden.“ (Ausgeschaltet? Sicher hat niemand am Schalter gedreht, sondern einen gezielten Schuss abgegeben.) Ramms sieht die Zukunft der Bundeswehr als Einsatzarmee, die vor allem Europas Südstaaten am Mittelmeer „gegen Entwicklungen in Nordafrika“ schützen soll. Der Schweizer Armee wird nichts anderes übrig bleiben, als sich dem anzuschliessen. Italienisch können wir schon.

Sind wir klüger als Afrikaner?

Freitag, den 3. September 2010 um 11:39

Der 22jährige ivorianische Asylant Olivier Cayo hat an der Aargauer Kantonsschule mit einer der fünf besten Arbeiten des Kantons abgeschnitten. Jetzt will ihn das Bundesverwaltungsgericht aus rechtlichen Gründen nach Afrika zurück senden. Wieso das? Mit Millionen locken wir intelligente Ausländer in die Schweiz, anderseis schieben wir intelligente Asylanten mit teuren Sonderflügen wieder ab. Der junge Mann stand unter riesigem Druck und war dennoch in der Lage, eine ganz hervorragende Schulleistung zu erbringen; diese mentale Stabilität ist es, die wir von unseren Führungskräften erwarten. Ganz offensichtlich haben unsere Behörden und Gerichte eine höhere Intelligenz als allgemein angenommen, wenn sie der Meinung sind, wir sollten Olivier Cayo wieder nach Hause senden. Vielleicht liegt es auch daran, dass seine mit einer glatten 6 benotete Matura-Arbeit sich mit afrikanischer Literatur beschäftigte. Derlei können wir wirklich nicht brauchen, wo wir doch einen Adolf Muschg und einen Martin Suter haben.

Friedmann-Schawinski: Ewig Unterdrückte wehren sich

Freitag, den 3. September 2010 um 10:47

In Deutschland äusserte sich das Vorstandsmitglied der Deutschen Bundesbank, Thilo Sarrazin, gegenüber dem nationalen Hetzer Michel Friedmann unter der Gürtellinie. Sarazin hat gewusst, dass er einen Skandal auslösen wird und dass die Bundesbank in Folge dessen, nun seiner Entlassung entgegen sieht. Friedmann ist nicht ein „A…loch“, wie er von Sarrazin betitelt wurde. Friedmann ist ein bedauernswerter Mann mit zwei Gesichtern, der einem Rat als Vize vorsteht, der sich vermutlich in 1000 Jahren noch als Verfolgter sieht. Er reizt seine Gäste bis aufs Blut, so wie das unser happy Jolly Roger in der Schweiz auch so gerne tut. Doch Friedmanns Weste ist arg beschmutzt, weil er als Saubermann der Nation die feinen Feste mit Escortgirls und Rauschmitteln seiner Frau vorgezogen hatte. Der Zentralrat hat ihn damals gedeckt und geduldet. Eben, diese zwei Gesichter: das öffentliche und das wahre private. Der Mann ist ethisch eigentlich unhaltbar und nutzt nun die Situation dazu, wieder auf die Verfolgung in Deutschland aufmerksam zu machen. Dank sei Sarrazin. Gerade weil er jetzt PR für den Zentralrat machen kann, vergisst man dort sehr gerne und schnell die wüsten Geschichten um seine Vergangenheit. Langweilig, denn meine Generation betrifft das schlichtweg nicht mehr. Doch vergessen tue auch ich die Geschichte nicht.

Fidel Stöhlker

Die Scala-Soiron-Katastrophe

Freitag, den 3. September 2010 um 10:45

Kaum ein CEO der Schweizer Wirtschaft erzählt seit seinem Amtsantritt derart penetrant, was er tun will, um die Aktionäre zufrieden zu stellen, wie Domenico Scala von Nobel Biocare. Seit seinem Amtsantritt vor über drei Jahren ist die Aktie nur abgestürzt. Ausser neuen Versprechungen bietet Scala nichts. Sein ehemaliger VR-Präsident, Rolf Soiron, musste zwischenzeitlich gehen oder warf den Bettel hin. Jedenfalls ist seit dem verzögerten Hinauswurf der rothaarigen Heliane Canepa nichts geschehen, über welches man sich bei Nobel Biocare freuen dürfte. Derart gravierendes Missmanagement, bleibt bei uns im Land meist ohne Konsequenzen. Wir sind ja sooooooo clever. Man wird dann, wie Rolf Soiron, zum Vorsitzenden eines Think Tanks, der „Avenir Suisse“, befördert, wo die Zukunft der Schweiz gesichert werden soll. Wie sagte einst Churchill? „Hinter jedem Phänomen steckt ein System.“

Abgang eines bürgerlichen Gentlemans

Freitag, den 3. September 2010 um 10:25

Mit Dr. Hans Reis, dem Chefredaktor des „Schweizer Arbeitgeber“, tritt ein bürgerlicher Gentleman von der Bühne ab. Er diente den Direktoren Heinz Allenspach, Peter Hasler und Thomas Daum; alle drei waren begeistert von ihm. Reis hat dem „Schweizer Arbeitgeber“ ein Gesicht verliehen, indem er seine redaktionellen Kompetenzen manchmal überschritt, aber damit Leben in eine Publikation brachte, die vormals nur wenig geliebte Pflichtlektüre war. Es ist auffallend, dass er bei seinem Rücktritt auch die Schweizer Medien lobte, die sich in zwei Jahrzehnten der Zusammenarbeit immer als „äusserst fair und korrekt“ gezeigt hätten. Daraus kann geschlossen werden, wer, wie Hans Reis, sich stets fair und korrekt verhält, auch so behandelt wird. Reis war nicht Produkt einer anmassenden Bildungs- oder ökonomischen Elite, sondern Deutschschweizer im besten Sinne, der eine souverän-liberale Haltung vertrat, wie sie heute selten geworden ist.

Schweizer steigen ins Massengrab

Freitag, den 3. September 2010 um 7:52

Schon über die Hälfte aller Bestattungen in Bern sind Beisetzungen in einem Massengrab, das man höflicherweise „Gemeinschaftsgrab“ nennt. Erst seit einer Generation hat sich diese Begräbnisform „der Einsamen“, der heutigen Singles, entwickelt. Früher wurden diese Gräber „Armengräber“ genannt, wo nur die Ärmsten bestattet wurden. Die Angehörigen der bürgerlichen Gesellschaft weigerten sich natürlich, nicht unter einem eigenen Grabstein zu ruhen. Dies ist ein starkes Anzeichen für den Verfall der bürgerlichen Gesellschaft. Die in den Städten und grossen Agglos lebenden Menschen werden immer mehr zum Verbrauchsgut, das geboren wird, kämpft und dann namenslos versenkt wird. Eine „charaktervolle Gesellschaft“ ist das nicht mehr.

Gutes aus dem Norden

Freitag, den 3. September 2010 um 7:52

Die Deutschen wollten uns mit Macht den Eurofighter verkaufen. Gottseidank haben wir es nicht getan, denn die Betriebsstunde für eine dieser Kampfmaschinen kostet 74 000 Euro. Das wäre noch teurer, als uns unsere Spitzenbankiers kommen. Dafür müssen wir damit rechnen, dass die deutschen Sozialdemokraten zu den nächsten Wahlen nicht Parteichef Sigmar Gabriel, sondern den gestandenen und uns bestens bekannten Peer Steinbrück als Kanzlerkandidaten gegen Angela Merkel aufstellen. Merke: Auf die Velos, brave Eidgenossen, schliesst die Reihen, der Kavallerist steht vor der Tür.

 
     
     
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