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Tagesarchiv für 2. September 2010

Schumacher out – Gaydoul?

Donnerstag, den 2. September 2010 um 7:45

Aus den pensionierten deutschen Rennfahrer Michael Schumacher ist ein erfolgloser Rennfahrer geworden, dem Mercedes noch eine Saison Zeit gibt, um die jährlich 20 Mio. Euro Honorar einzufahren, die er vom „grossen Stern“ pro Jahr erhält. Philipp Gaydoul, ex Denner, der sein grossväterliches Erbe im besten Augenblick an Migros verkaufte, hatte bisher auch wenig vom deutschen Star, der sicher mehr als eine Million Franken für sein Engagement gefordert hat. Was mit Champagner, Medien und Privatflugzeug begann, ist heute ganz still geworden. Gaydoul schweigt über den Gang seiner neuen Geschäfte.

Eine Reduit-Schweiz ist eine Anti-Karrieren-Schweiz

Donnerstag, den 2. September 2010 um 7:38

Gelegentlich findet man Goldkörner in der Menge unnützer Interviews, die jetzt wieder gegeben werden. Typischerweise ist es Prof. Iwan Rickenbacher, der parteiübergreifend wirkende Schwyzer CVP-Guru, der sagte: „Je stärker die internationale Verpflichtung der Schweiz wird, desto eher gibt es auch noch ein politisches Leben nach dem Bundesrat.“ Wie wahr! Wenn die Schweiz sich europäisch in der EU und global in der UNO und vergleichbaren Organisationen vernetzt, wird es Dutzende, im Falle der EU bald über hundert Positionen geben, die zu besetzen sind. Die politische Linke, mit VR- und anderen Mandaten nicht verwöhnt, sieht darin eine Karrierechance, wie Europaparlamentarier gerne demonstrieren. Rechtsbürgerliche Parlamentarier haben dies weniger nötig, weil sie (siehe Kaspar Villiger) sofort angemessen platziert werden. It’s the money, stupid. Ein wenig Ehre natürlich auch.

Napoléon I. endlich anerkennen

Donnerstag, den 2. September 2010 um 7:37

Die Schweiz tut sich schwer, die positiven Leistungen der Helvetic, von Napoléon I., zu akzeptieren. Die Gliederung der Kantone, die Einführung des Code Civil, haben viel zur modernen Schweiz beigetragen. Ganz anders Wissenschaftler des MIT unter Leitung von Daron Acemoglu, der soeben in einem Paper erläutert hat, was Deutschland Napoleon verdankt. Jene Regionen Deutschlands, welche die napoléonischen Reformen umsetzten, wurden im späten 19. Jahrhundert zu erstrangigen Wachstumsgebieten, ganz im Gegensatz zu jenen Gebieten, die, wie Preussen oder Bayern, unter dem Einfluss des Adels blieben. Die Schweizer Liberalen haben den Reformen des grossen Korsen viel zu verdanken, denn er bevorzugte die Schweizer, glichen sie in vielem doch den Menschen seiner Heimat Korsika.

Mitarbeiter ohne Geschlecht und Name

Donnerstag, den 2. September 2010 um 7:37

Bereits fünf grosse europäische Konzerne nehmen nur noch anonyme Bewerbungen entgegen, wo Name, Geschlecht, Alter und Nationalität nicht mehr genannt werden müssen: Deutsche Post, Telecom, L’Oréal, Procter & Gamble sowie Mydays, ein Online-Anbieter. Damit soll der Diskriminierung ausländischer, z.B.muslimischer Bewerber, Einhalt geboten werden. Das ist die gute Seite der Medaille. Die schlechte Seite ist es, dass es bisher nur untere und mittlere Funktionen betrifft; Kaderstufen sind davon ausgeschlossen. Heftige Proteste kommen erwartungsgemäss aus dem Mittelstand, wo die Chefs ihre künftigen Mitarbeiter kennen wollen. In meinen Augen führt dies zur weiteren Anonymisierung der Mitarbeiter. Wer kennt schon „Normalos“ von UBS, CS, Nestlé oder Novartis? Mit der neuen Spielregel sinken sie weiter in die Anonymität zurück; das Startum der Chefs (Oswald J. Grübel im TV-Spot) wird gefördert. Demgegenüber verlangt Dr. Konrad Hummler „das charaktervolle Unternehmen“, das auch nur Mitarbeiter akzeptiert, die einer solchen Qualität nachleben. Der Erfolg seiner Wegelin & Co., Privatbank, gibt ihm recht. Merke: Qualifizierte Mitarbeiter wollen in charaktervollen Unternehmen arbeiten und nicht zur Nr. 17 970 bei Procter & Gamble oder Nestlé werden.

 
     
     
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