Über uns Dienstleistungen Agenda Medien Publikationen Kontakt  

Weblog

Tagesarchiv für 1. September 2010

Donnerstag Der letzte Schweizer

Mittwoch, den 1. September 2010 um 12:51

Richard T. Laube, der letzte Schweizer in der Generaldirektion des Nestlé-Konzerns in Vivis, geht in Ehren, aber sehr überraschend. Nestlé ist heute, vom Aktionariat bis hin zur Konzernleitung, ein globaler Konzern, der sich des Standortes Schweiz, dessen Tradition und Stabilität, bedient. Das gilt auch für viele andere „Schweizer“ Konzerne, die mit dem Land so viel zu tun haben wie der Mond mit der Erde: eine gewisse gegenseitige Abhängigkeit; mehr nicht.

Es ist kein Wunder, wenn sich in der Schweiz und anderen europäischen Staaten intelligente Menschen gegen diese Entwicklung auflehnen. Dies ist auch der Fall bei dem deutschen SP-Intellektuellen Theo Sarrazin. Unbezweifelbar verwahrlost Deutschland in grossen Teilen. Auf der einen Seite wird unter Kanzlerin Angela Merkel ein Sozialluxus erhalten, der auf Dauer nicht finanzierbar ist. Auf der anderen Seite ist die Deutsche Bank ungefähr so deutsch wie die UBS schweizerisch; in Frankfurt wird demnächst ein amerikanisierter Inder die Macht übernehmen, ganz wie bei in den Fällen von UBS und CS auch, wo die Bedeutung des Schweizer Marktes tendenziell abnehmen wird. Bei Nestlé macht der Schweizer Markt offiziell noch ein Prozent aus.
Thilo Sarrazin ist ein „irrationaler“ Aufständischer wie es die Demonstranten vor dem Stuttgarter Hauptbahnhof auch sind. Sarrazin, der in der Bundesbank einen Un-Job ausübt, macht sich Gedanken über sein Land und sieht es aus seinen und seiner Landsleute Finger gleiten. Die gleiche Besorgnis treibt die Stuttgarter an, die sich gegen den Fortschritt wehren.

In der Schweiz sind die Widersprüche zwischen der A-Schweiz der Konzerne und der B-Schweiz der KMU und des Gewerbes aus traditionellen Gründen verdrängt. Medial wird dies nur selten und verschämt zum Thema gemacht, denn die grossen Medien dienen der Staatsraison, welche auch die Raison der A-Schweiz ist.
Die Schweizer dürfen, wie bei Nestlé, als optische Dekoration dienen. Ein Kaspar Villiger, eine Caroline Müller-Möhl, stehen dafür immer zur Verfügung.

Die Kaffeesatzleser der Konjunkturforschung

Mittwoch, den 1. September 2010 um 7:47

Den Zahlen des KOF durfte man schon seit 20 Jahren nicht trauen, weil sie stets zu optimistisch waren. Jan-Egbert Sturm, dem neuen KOF-Direktor, ergeht es ebenso. Aymo Brunetti vom seco, die Regierung im Rücken, spielt auf extreme Vorsicht und liegt ebenso falsch. Schuld sollen die Handelsfirmen in Zug seiu, deren Praxis alle verwirrt. Das wird wohl stimmen, denn die Firmen der A-Schweiz haben kein Interesse daran, der B-Schweiz zu berichten, was sie wirklich tun.

Wie viel darf ein Grillfest von Angie kosten?

Mittwoch, den 1. September 2010 um 7:24

Angela Merkel gab 2006 ein Grillfest für George W. Bush. Es kostete 8,7 Mio. Euro. In wenigen Tagen muss das Verwaltungsgericht Schwerin entscheiden, ob dieser Betrag gerechtfertigt war. Rechnen wir nach:
. Ein bürgerliches Grillfest unter Freunden in der Schweiz kostet Fr. 100.– pro Person.
. Ein anspruchsvoller Anlass dieser Art kostet Fr. 500.– pro Person.
. Wer auf die Pauke hauen will, zahlt Fr. 1000.– pro Person für ein Grillfest.

Hat die deutsche Bundeskanzlerin 10 000 Gäste à Fr. 1000.– bewirtschaftet. Das wäre „Georgieboy“ angemessen gewesen. Warten wir es ein wenig ab.

Schweizer lesen deutsch

Mittwoch, den 1. September 2010 um 7:15

In Österreich verkaufen deutsche Zeitschriften jährlich für 197 Mio. Euro Magazine, Zeitschriften und Tageszeitungen. In der Schweiz sind es bereits Fr. 145 Mio. Es ist an der Zeit, dass die Schweizer Verleger eine Qualitätsoffensive starten, um nicht zu Publikationen der B-Schweiz zu werden. Ausländer in der Schweiz kaufen gerne Schweizer Publikationen, aber nur dann, wenn sie besser sind.

Der neue Schweizer Mohren-Krieg

Mittwoch, den 1. September 2010 um 7:15

In Huttwil/LU haben sich durchreisende Afrikaner und aufmerksame Schweizer empört, dass ein Hotel dort „Zum Mohren“ heisst. In der Schweiz haben wir einige solcher „Mohren“-Hotels, in Stein am Rhein eine Apotheke „Zum Mohrenkönig“. Dies hat mit dunkelhäutigen Afrikanern nichts zu tun, handelt es sich bei den Mohren durch um eine Abwandlung des Namens „Mauren“, den sich einst die Mamelucken gaben, die in Aegypten herrschten. Der Huttwiler Hotelier will sein Haus nun „Le petit Prince“ nennen. Dieser Titel eines Romans von Antoine de Saint-Exupéry ist allerdings bis 2013 geschützt. Warum nicht „Le petit Suisse“?

 
     
     
Home Kontakt Sitemap Weblog Home
Home | Über uns | Dienstleistungen | Agenda | Medien | Publikationen | Kontakt | Sitemap | Weblog