Über uns Dienstleistungen Agenda Medien Publikationen Kontakt  


Unsere Weltrasende Doris Leuthard

31. August 2010 um 7:47

Wer immer Bundespräsidentin Doris Leuthard zu einem Auslandbesuch begleitet, ist von ihr begeistert. Anders als Micheline Calmy-Rey, die sich eher darauf beschränkt, vor kommenden Konkurrentinnen im Bundesrat zu warnen, ist unsere „Weltrasende Doris Leuthard“ mit einem Tross von Unternehmern und Journalisten gut unterwegs. Sie ist sich nicht zu schade, für unsere Wirtschaftsinteressen zu lobbyieren, vor allem natürlich diejenigen unserer Exportwirtschaft. Ob sie wirklich, wie in Sotschi von Viktor Wekselberg erwünscht, für ihn bei Dmitrij Medwedew Versprechungen abgegeben hat, wäre peinlich. Wekselbergs Deals in der Schweiz haben zum Rücktritt von CEO Vögele der Zürcher Kantonalbank geführt und eine rechtsgültige Verurteilung des reichen Russen zur Folge. Wenn Doris Leuthard nun eine „politische Lösung“ zugunsten des aus Steuergründen von Zürich nach Zug geflüchteten russischen Tycons aufgleist, kann dies für die clevere Aargauerin einen politischen Rückschlag bedeuten. Viktor Wekselberg wartete in Sotschi jedenfalls an der Hoteltür, um sich nach dessen Leuthard-Gespräch direkt vom russischen Präsidenten informieren zu lassen. Man sieht, wer in der Schweiz schon über eine Milliarde Franken verloren hat, ist sich nicht zu schade, um 40 Mio. zu kämpfen, die als Bussgeld nun anstehen.

Ein Kommentar zu “Unsere Weltrasende Doris Leuthard”

  1. Fred David

    Was den Journalistentross auf möglichst exotischen Begleitreisen betrifft: Da hat Frau Leuthard viel von Hans-Dietrich Genscher gelernt. So erzieht man sich eine wohlmeinende Presse und kann erst noch subtil Einfluss nehmen: Im Flugzeug ist jeweils viel Zeit, um mit dankbaren Journalisten zu plaudern, auch über Dinge, die nichts miit dem gerade aktuellen Besuch zu tun haben. So träufelt das eine und andere beiläufig ein, und dem Image ist es sehr bekömmlich.

    Nichts gegen Frau Leuthards Medienstrategie. Die ist recht clever. Wie Journalisten damit umgehen, müssen die selber wissen. Und die Leser sollten einfach ein wenig auf solche Zusammenhänge achten.

Einen Kommentar schreiben:

 
     
     
Home Kontakt Sitemap Weblog Home
Home | Über uns | Dienstleistungen | Agenda | Medien | Publikationen | Kontakt | Sitemap | Weblog