UBS – kann sie mehr als Marketing?
30. August 2010 um 8:31Erstaunlich, was die UBS an Marketing in den Medienwald hineingerufen hat, kam wieder zurück. Eine halbe Milliarde Franken zur Verbesserung des Images, das ist eines der grossen Abenteuer unserer Tage. Die Medien berichten nicht, was die UBS tut; sie berichten, wie die UBS wirkt. “Le Temps” lässt derzeit Bradley Birkenfeld als Kornzeuge gegen die UBS auftreten, das welsche TV wird in enigen Tagen folgen, Was tut die UBS dagegen? Sie inseriert in den grossen Magazinen mit einer Schrift, die für über 50jährige kaum lesbar ist. Sie steigt in die Formel I ein, obwohl sich die Nord- und Südamerikaner kaum dafür interessieren. 120 Mio. sind für die Schweiz bestimmt, Wirtschaftsförderung für die Kreativwirtschaft.


am 30. August 2010 um 9:36 Uhr.
Tatsächlich hat es bisher noch kein Unternehmen geschafft, dass derart üppig über seine neue Kommuneikationsoffensive berichtet wurde. Man wird jetzt genauer beobachten dürfen, wie sich das auf die redaktionelle Berichtertsattung über die UBS und artverwandte Themen auswirkt, denn mit der Offensive fliesst auch sehr viel Geld in die Anzeigenteile der Medien. Ein ähnlicher Effekt war schon bei Alinghi auszumachen, bis hin zu stundenlangen Direktübertragungen von SF mit dem geblähten UBS -Segel.
Erfahrungsgemäss geht von einer Kommunikationsoffensive, die mit so viel Geld verbunden ist, eine spürbar disziplinierende Wirkung auf Medien aus.
Wir wollen natürlich nichts unterstellen.
Aber schon etwas genauer beobachten.
am 30. August 2010 um 9:56 Uhr.
…im übrigen ist es bezeichnend, dass Bradley Birkenfeld in Westschweizer Medien ein Thema ist, im Gegensatz zu den Zürcher Medien, wo die UBS ihren Hauptsitz hat.
Birkenfeld lieferte als erster den Beweis, dass die UBS als Bank aktive Beihilfe zu Steuerbetrug im Milliardenhöhe geleistet hat. Ob das in andern Weltgegenden, wo die UBS tätig ist, anders war – oder ist – (es spricht alles dagegen) , war bisher kaum ein Thema für Zürcher Medien.