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Das Ueli Maurer-VBS-Debakel

30. August 2010 um 9:44

Ein Bundesrat wie Ueli Maurer, der bei Amtsübernahme „Die beste Armee der Welt“ schaffen wollte, konnte nur scheitern. Jetzt hat er bereits das Handtuch geworfen, indem er sagte: „Mehr Geld oder ich wechsle das Departement.“ Die Niederlage des SVP-Fürsten ist auch eine Niederlage der SVP, denn mit Frechheit alleine konnte Christoph Blocher Politik machen, nicht aber seine Nachfolger, wie „Parteipräsidenten-Darsteller“ Toni Brunner. Die SVP hat eine tiefgreifende Personalkrise, weil die Dominanz der alten Herren eine ganze politische Generation erdrückte, die jetzt fehlt. Der Freiburger Holzbearbeiter und Herrenreiter François Rime ist kein exzellenter Kandidat für den Bundesrat; die klügeren SVP-Vertreter wie Caspar Baader oder Oskar Freysinger (die SVP Nr. 1 in der Westschweiz) halten sich ohnehin zurück. Brauchen wir Ueli Maurer im Aussendepartement oder im Volkswirtschaftsdepartement? Auf keinen Fall. Er war und bleibt ein cleverer Bauernsekretär und guter Organisator der SVP in ihren besten Jahren. Seine weitere Karriere muss nach dem Peters-Prinzip, wonach jeder solange befördert wird bis dies seine Fähigkeiten überschreitet, als beendet gelten.

3 Kommentare zu “Das Ueli Maurer-VBS-Debakel”

  1. Fred David

    Das mit Freysinger meinen Sie aber nicht wirklich erst, nicht wahr?

  2. rené w.

    Maurers Erpressungen – ‚entweder Br.B. in den Bundesrat oder die SVP geht in die Opposition‘ – sind seine einzige politische Waffe – dem Mann sollte der Rücktritt umgehend offiziell nahe gelegt werden.

  3. Reto Suter

    Ich denke nicht, dass die Schweizer Armee ihren Auftrag der Kriegsverhinderung mit den bisherigen Mitteln einhalten kann. Für die Zukunft bräuchte es wohl ein radikales Umdenken und wir müssten die Neutralität oder die Genfer Konventionen opfern.

    Mit einem Grossen Bruder-Verteidigungspakt (z.B. mit Russland oder der NATO) hätte eine professionelle Berufsarmee eine Zukunft, auf Kosten der Neutralität.

    Will man neutral bleiben und das Milizsystem beibehalten, sollte man die Rekruten nur noch in moderner Guerilla-Kriegsführung ausbilden und in WKs nachschulen. Eine solche „Résistance“ von 200’000 Mann wäre im Kriegsfall grausam effektiv und in Friedenszeiten sehr billig. Doch eben, eine solche Truppe würde/dürfte nicht nach den Regeln der Genfer Konventionen kämpfen.

    Das beide Ideen utopisch sind, ist mir bewusst. Aber die derzeitige Truppe marschiert nunmal in eine Sackgasse.

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